{"id":7453,"date":"2019-04-08T08:19:07","date_gmt":"2019-04-08T08:19:07","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=7453"},"modified":"2019-04-09T09:33:17","modified_gmt":"2019-04-09T09:33:17","slug":"welten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=7453","title":{"rendered":"Welten"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-7454\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/20190407_0749411-291x300.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"381\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/20190407_0749411-291x300.jpg 291w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/20190407_0749411-768x793.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/20190407_0749411-992x1024.jpg 992w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/20190407_0749411.jpg 1043w\" sizes=\"auto, (max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/p>\n<h5>Es ist ja kein Geheimnis, dass es unz\u00e4hlige Welten gibt, nicht nur sind sie schon alle da, aber es kommen nulich unz\u00e4hlige dazu, und selbst die Welt, die wir meist als die Eine bezeichnen, ist umringt von einem Ma\u00df an Welten, die nicht mehr wirklich zu benennen sind, mag man auch noch so viel Forschung betreiben. Man kann das auch nicht mehr wirklich &#8222;Welten&#8220; nennen, und muss fr\u00fcher oder sp\u00e4ter geistig zur\u00fcck zur eigenen, einzige Quelle m\u00f6glichen Verstehens und seiner Grenzen. In dem ma\u00dflosen Gewebe braucht es Richtlinien und Ordnungen, durch die man im Navigieren dieses Ozeans geschult und geschleust wird. Das, was pers\u00f6nliche Entscheidungen in der Handhabung des Schicksals betrifft, kann man nur m\u00fchsam entr\u00e4tseln, wenn man dem Mysterium des eigenen Daseins auf der Spur ist. Ich bin auch erstaunt, wenn ich bedenke, dass ich \u00f6fters auf einem meiner gew\u00e4hlten Weltenschiffe sicher war, mit der ewigen Crew zusammen zu sein und dem Masten, der das Segel h\u00e4lt. Das wahrlich Ungeheuerliche geschieht doch vor allem auf diesen Wegen, auf denen ganz bestimmte Ersch\u00fctterungen ausgelotet werden m\u00fcssen, die zum Beispiel mit Einsichten zu tun haben, die sich als nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df erweisen oder erstarrt sind oder noch gar nicht aufgetaucht, oder \u00fcberhaupt: was ist das Aufgetauchte, und in welchem Verh\u00e4ltnis steht es zum Nichtaufgetauchten. Die Sechziger Jahre z.B., so durchbruchsf\u00e4hig und\u00a0 die damalige Welt durchr\u00fcttelnd sie auch waren, sind zu einem Mythos erstarrt. Gab es eine durchdringende Wirkung?, und wo kann man sie erleben. Auf jeden Fall ist das, was an Essenz verblieb von dem gro\u00dfen Aufschrei nach Freiheit, in die demokratischen Systeme eingeflossen und hat dort seine Spuren hinterlassen. Da ging es auch viel um Tote und \u00dcberlebende, der\u00a0 freie Wille produzierte seine Preisliste. War die Welt schon reif genug f\u00fcr die vielen Vorschl\u00e4ge, die aus dem Potential menschlicher Anlagen als Worte hervorstr\u00f6mten und dort auch blieben. Aus dieser Zeit sehe ich noch manchmal die Kinder der \u00dcberlebenden, von denen einige sich derma\u00dfen zut\u00e4towieren, dass man ihnen zutraut, das Ende eines gewissen Menschseins darzustellen, an das man gew\u00f6hnt war. Man wird wieder mit sich selbst in Dialog gehen m\u00fcssen und die neuen Fragen stellen. Diese Gewohnheit etwa, das Menschsein als eine erkennbare Gegebenheit zu betrachten, die durch die Wiederholung bestimmter Taten und Gedanken erkennbar ist. Wenn die Begrenzungen nicht wirklich auferlegt sind. Und war das nicht das gef\u00e4hrliche Denken, das man geh\u00fctet hat, wenn das sogenannte Wissen in Gefahr war, missbraucht zu werden, so, als w\u00fcsste nicht jede\/r, dass es vom Spiel her erw\u00fcnscht ist, dass jeder sich in der Matrix so gut auskenne, wie es jeweils m\u00f6glich ist im individuellen und im kosmischen Raum. Wer will letztendlich wen erkennen als tot oder lebendig. Oder auf dem Weg zum Lebendigen, oder auf dem Weg zur Verbrennungsst\u00e4tte. Oder zum Hades hin, oder vom Hades her. Gestern hatte ich ein Gespr\u00e4ch mit einem mitteljungen Mann in Boston, den ich einmal in einer fr\u00fcheren Szene meines Lebens nicht in der Lage war, als meinen Sohn annehmen zu k\u00f6nnen. Seine Mutter wollte ihn nicht mehr nach der Geburt, und ich reiste mit seinem Vater hinaus in unsere Welt und wir kehrten erst Jahre sp\u00e4ter zur\u00fcck. In der Zwischenzeit hatte ihn seine Babysitterfrau adoptiert. &#8222;I am an adopted son&#8220;, sagte er, dass er aber stolz sei auf seine Biographie. Es gibt so Momente, da halte ich eine demutsbereite Geste ins Nichts hinein durchaus f\u00fcr angebracht, denn es zeigt sich, dass auch die wunderbaren Epen sich immer neu gestalten und Raum lassen f\u00fcr das Ungeahnte. Auch wenn nichts mehr fehlt, und das letzte Puzzlepiece in seinen Platz ger\u00fcckt ist, geht es weiter in unerm\u00fcdlichem Weben. Ratsam ist auf jeden Fall, sich f\u00fcr die gute Qualit\u00e4t der F\u00e4den zu entscheiden, solange man noch am Weben beteiligt ist. Vielleicht erwartet uns ja auch noch eine web-lose Zeit, in der Weiteres angesagt ist. Das keinen Schaden anrichtende Menschsein zum Beispiel, als eine Bl\u00fcte geistiger Hochkultur. Das Einfache.<\/h5>\n<p>,,<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist ja kein Geheimnis, dass es unz\u00e4hlige Welten gibt, nicht nur sind sie schon alle da, aber es kommen nulich unz\u00e4hlige dazu, und selbst die Welt, die wir meist als die Eine bezeichnen, ist umringt von einem Ma\u00df an Welten, die nicht mehr wirklich zu benennen sind, mag man auch noch so viel Forschung [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-7453","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7453","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7453"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7453\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7465,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7453\/revisions\/7465"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7453"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7453"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7453"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}