{"id":7341,"date":"2019-03-22T09:48:46","date_gmt":"2019-03-22T09:48:46","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=7341"},"modified":"2019-03-23T09:25:38","modified_gmt":"2019-03-23T09:25:38","slug":"7341","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=7341","title":{"rendered":"zusammenf\u00fcgen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-7342\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/20190322_093958-201x300.png\" alt=\"\" width=\"263\" height=\"393\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/20190322_093958-201x300.png 201w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/20190322_093958.png 517w\" sizes=\"auto, (max-width: 263px) 100vw, 263px\" \/><\/p>\n<h5>Ich setze gerne, wenn es sich anbietet durch einen Blick oder eine Wahrnehmung, Objekte, die in der Welt vorhanden sind, in neue Zusammenh\u00e4nge. Die achtlos liegengebliebene, blau gef\u00e4rbte Hand eines kleinen Krishna kann auf einem anderen Tisch in einem anderen Land eine zarte Regung ausl\u00f6sen, denn die Wahrnehmung einer sch\u00f6n geformten Hand oder eines edlen Profils kann dem Betrachter bzw der Betrachterin guttun, wenn es die Zeit erlaubt. Auch kann man unter Umst\u00e4nden durch Losl\u00f6ung aus dem urspr\u00fcnglich Gemeinten das Detail besser sehen und g\u00fcnstigerweise wertsch\u00e4tzen f\u00fcr das, was es jetzt, wenn auch in neuem Rahmen, ist. Allerdings \u00e4hnelt es der geistigen F\u00e4higekeit zu analysieren, um besseres Verst\u00e4ndnis einer Sache oder eines Gedankens zu erlangen, was wiederum ein neues Feld erschafft und neue Wege. Gut f\u00fcr jedes Individuum ist sicherlich zu erkennen, dass wir mit jedem Blick und jedem Gedanken und jedem Wort und jeder Geste die Welt neu erschaffen, war sie doch noch nie so wie gerade in diesem lebendigen Moment, der unaufhaltsam dahinwebt und sich nicht k\u00fcmmert um die Logik des Zusammenhangs einerseits, andrerseits nie die Bewegung des gemeinsamen Stromes verl\u00e4sst. Lebt Kunst nicht auch vor allem durch die Neuheit der Zusammenf\u00fcgung, die K\u00fcnstler und K\u00fcnstlerinnen aus ihrem Inneren herausgeb\u00e4ren, nur um zu sehen, dass ihre Spur trotz aller Eingebung des vorher nie Dagewesenen immer eine Signatur tr\u00e4gt, die f\u00fcr einen selbst zu erkennen bleibt. Warum sehe ich an einem bestimmten Morgen diese Figur eines Samurai, dem unterwegs in der langen Zeit seiner Existenz das Schwert abhanden kam, an einem Fenster unseres Hauses im Morgenlicht stehen, und sehe das \u00fcberhaupt zum ersten Mal. Aha, ein Geschenk, erfahre ich und ja, kann es kurz mitnehmen zum Photographieren, weil es mich an die indischen G\u00f6tter erinnert, so verwundet und aus der Zeit gefallen, die einstigen Helden. Und die Sch\u00f6nheit noch so erkennbar, ja!, vielleicht noch sch\u00f6ner oder ebenso sch\u00f6n wie damals, noch in bereitwilliger Kampfhaltung, aber entwaffnet im dem\u00fctigen Verblassen der Pracht. Jetzt braucht&#8217;s einen Hintergrund f\u00fcr den spielerischen Vorgang. Er wird dargestellt von dem Bild eines anderen K\u00fcnstlers, das hier herumsteht als ein kleines Navigationplakat und auf dem ein Korb, in dem sich M\u00fcnder befinden, hochgehievt wird von einem Gehirn, das als Ballon dient. Dann noch ein kleiner Holzrahmen als Kopfbedeckung des Mannes, der nun eher wirkt wie ein dem\u00fctig gebeugter Reisbauer. Das Einzige, was das alles f\u00fcr einen selbst aussagt oder aussagen kann, ist, dass diese Welt inklusive ihrer Grundausstattung st\u00e4ndig von allen Bewohnern und Bewohnerinnen zusammengesetzt wird, was dazu f\u00fchren kann, dass das Wasser im &#8222;heiligen&#8220; See des indischen Dorfes keinen Tropfen mehr von der urspr\u00fcnglichen Quelle erh\u00e4lt, oder hier im Wald alles nachgepflanzt werden musste, weil ein einziger Sturm die H\u00e4lfte der B\u00e4ume umriss, die waren vielleicht auch schon Nachgepflanzte. Dieser Vorgang wurde von Hindus einst, der Zeit entsprechend, das Duplikat der illusion\u00e4ren Erscheinungswelt genannt (duplicate Maya), wo man das Gef\u00fchl erleben kann, dass durch sich h\u00e4ufende ung\u00fcnstige Zusammenf\u00fcgungen in den menschlichen Gehirnen Formen des Zusammenseins entstehen, die es allen Bewohnern erschweren, einen Sinn f\u00fcr sich selbst darin zu finden. Daher kommt u.a. der spirituelle Kontext ins Spiel, der nun zeigen muss, wenn er denn kann, dass wir in der Lage sind, urspr\u00fcngliche und zeitlose Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten des Planeten wieder zu erkennen und uns aus freiem Willen heraus an ihnen zu orientieren.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich setze gerne, wenn es sich anbietet durch einen Blick oder eine Wahrnehmung, Objekte, die in der Welt vorhanden sind, in neue Zusammenh\u00e4nge. 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