{"id":7123,"date":"2019-02-22T05:14:09","date_gmt":"2019-02-22T05:14:09","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=7123"},"modified":"2019-02-22T05:25:06","modified_gmt":"2019-02-22T05:25:06","slug":"lieben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=7123","title":{"rendered":"lieben"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-7114\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190221_091233-209x300.jpg\" alt=\"\" width=\"334\" height=\"479\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190221_091233-209x300.jpg 209w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190221_091233.jpg 370w\" sizes=\"auto, (max-width: 334px) 100vw, 334px\" \/><\/p>\n<h5>Manchmal werde ich von Pilgern oder indischen Touristen gefragt, was mir an Indien oder wie mir Indien gef\u00e4llt. Das ist eine Frage, deren Antwort mir erst klar wird, indem ich h\u00f6re, was ich sage. Ich lasse sozusagen meinen Geist entscheiden, was der adequate Einfall gerade sein k\u00f6nnte, oder es kann auch so sein, dass ich aus meinem reichhaltigen Erfahrungsschatz sch\u00f6pfe, das reicht nicht nur bis zu meiner zeitlichen Segnung (!), sondern jeden Tag kommt was dazu. Auch kann man sich bei etwas, das man oder den oder die man liebt, leicht \u00fcberfordert f\u00fchlen bei der Frage, denn man wird der Liebe selten gerecht, wenn man sie auseinandernimmt. Doch kommt man mal in Schwung, kann einem doch sehr viel einfallen. Und je mehr einem einf\u00e4llt, desto klarer wird einem, dass man etwas oder jemanden liebt, denn offensichtlich bereitet es einem ein gutes, wohltuendes Gef\u00fchl, wenn etwas Derartiges aus einem hervorgelockt wird, und man freut sich am eigenen, glaubw\u00fcrdigen Klang. Derart wurde ich z.B. gestern von einem indischen Ehepaar interviewt. Ja, die Architektur, klar, die eine Art himmlischen Frieden einkreist, so, als w\u00e4re man auf einmal beim Zugang zur See-Ebene\u00a0 in eine andere Zeit versetzt. Jeden Tag \u00f6ffnen sich hier Herzen beim Anblick des Sch\u00f6nen. Und wenn sie von Brahmanen betrogen werden, was h\u00e4ufig vorkommt, setzt tiefe Entt\u00e4uschung ein. Auch dieser Inder war entt\u00e4uscht, weil ein Priester ihm einen unanst\u00e4ndigen Betrag aus der Nase gezogen hat, dabei soll man f\u00fcr die Puja, das Ritual am See, geben, was man will und kann. Er ist aufgebracht und gar nicht so willig, in meine freudige Beantwortung seiner Frage einzusteigen, sondern sucht eigentlich Mitschimpfer. Aber ich bin schon in Fahrt. Ja, sage ich, man k\u00f6nnte alles wegpusten, und trotzdem w\u00fcrde man sp\u00fcren, dass es ein kosmischer Knotenpunkt ist, eine tief atmende Stelle im All, da w\u00fcrden sich wieder welche niederlassen wie einst, um in H\u00f6hlen ringsum zu erforschen, wer in ihrem K\u00f6rper wohnt, und wer wo wirklich zuhause ist, und ob es au\u00dfer dem Unfassbaren \u00fcberhaupt ein Zuhause gibt, das nicht von Vreg\u00e4nglichkeit gezeichnet ist. Undsoweiter. Aber dann w\u00fcrde einem ja alles andere fehlen, was man auch liebt: die Marmorstatuen z.B., die achtlos herumstehen, wenn sie in geringster Weise besch\u00e4digt sind, was die meisten sind, siehe oben in meinem Bild. Es zeigt einen der 4 K\u00f6pfe von Brahma im Profil, und diese fehlende Hand. Aber wer ist der dunkle Gott im Hintergrund, der tr\u00f6stend seine Hand an die Stirn des Sch\u00f6pfers legt (mmmh?). Das liebe ich auch sehr, dass ich sehen kann, was ich sehe. Jetzt f\u00fchle ich mich auch frei genug, um manchmal an heiligen Pl\u00e4tzen, wo jeder Pilger Zeug lassen kann, das ihm wichtig scheint, ein paar Dinge zu bewegen, damit etwas Neues entsteht. Manchmal empfinde ich den Ort als eine au\u00dferordentlich fordernde Universit\u00e4t, wo einem nichts anderes \u00fcbrig bleibt, als sein Bestes zu geben. Aber dann ist es auch ein paradiesischer Kindergarten, wo viele sch\u00f6nen Elemente f\u00fcr alle (Menschen)- Kinder zum Spielen vorhanden sind. Ja, die Liebe ist gro\u00df, die Liebe ist sch\u00f6n, was f\u00e4llt mir nicht alles \u00fcber sie ein, auch wenn es wahr ist, dass man manchmal erstaunt einen Fl\u00fcgel hebt, wo es schmerzt, und siehe, da rinnt aus einem ein Blutstropfen, und wenn man kann, dann findet man auch den noch sch\u00f6n.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manchmal werde ich von Pilgern oder indischen Touristen gefragt, was mir an Indien oder wie mir Indien gef\u00e4llt. 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