{"id":7045,"date":"2019-02-11T04:49:01","date_gmt":"2019-02-11T04:49:01","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=7045"},"modified":"2019-02-11T04:49:01","modified_gmt":"2019-02-11T04:49:01","slug":"satt-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=7045","title":{"rendered":"satt"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-7047\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190211_070841-294x300.jpg\" alt=\"\" width=\"380\" height=\"388\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190211_070841-294x300.jpg 294w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190211_070841-768x783.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190211_070841-1005x1024.jpg 1005w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190211_070841.jpg 1056w\" sizes=\"auto, (max-width: 380px) 100vw, 380px\" \/><\/p>\n<h5>Eine Berauschung, wie ich es gerade mit den Pelikanen erlebe, kann als vor\u00fcbergehende, leichte Erkrankung empfunden werden, f\u00fcr die ich das Wort &#8218;Pelikanitis&#8216; gepr\u00e4gt habe, auch wenn es wenig weitere F\u00e4lle geben wird. Dieser leise Anflug einer erh\u00f6hten Empfindung bis zum zwanghaften Eingrenzen der weiteren Wahrnehmung ist sicherlich eine der Zutaten der Leidenschaft, die bekanntlich Leiden schafft (Erotik des Leidens), auch wenn eine gewisse S\u00fc\u00dfe mitschwingen kann, die von der Ahnung verschwindender Dinge singt, zum Beispiel einen Fado: ach wie sch\u00f6n war dieses Leiden, als mein ganzes Herzensblut sich in einen Fl\u00fcgelschlag ergoss. Mein Fl\u00fcgelschlag? Oder der Genuss des Grenzenlosen, wenn es klar wird, dass es bei aller M\u00fchsal nicht wirklich greifbar ist, was wir sind, was ich bin. Sind die Befl\u00fcgelungen, die gerade durch meine Hand und den Pinsel an Schultern auftauchen, ein verwandelter Ausdruck meiner Pelikan-Studien? Ihre Schwingen im \u00c4ther, wenn dann meine Befl\u00fcgelung auf die ihre trifft. Oder halte ich augenblicklich einen Ort f\u00fcr m\u00f6glich, in dem nichts sich ausschlie\u00dft, aber alles ganz und gar sich selbst ist. Putten und Erzengel zum Beispiel, die verschiedenem Geschmack gro\u00dfz\u00fcgig gerecht werden. N\u00e4he und Ferne, gut dosiert, damit einen das Ungereimte nicht unn\u00f6tig anzieht, und dass man frei bleibt von followers und following. Da alles, was man zu sich nimmt,\u00a0 seiner Natur gem\u00e4\u00df immer komplexer wird, kommt automatisch im Bewusstsein die Frage auf, wie es zu Vereinfachung kommen kann in jeder Hinsicht. Wie f\u00fcr alles, so gibt es auch hier unz\u00e4hlige Wege zu dem, was dabei erreicht werden m\u00f6chte. Wenn die Methoden der Vereinfachung sich mit dem eigenen System verbinden, kann man sich auf eine gro\u00dfe Entspannung verlassen. Sie wiederum erm\u00f6glicht, dass man, um bei meinem Beispiel zu bleiben, einerseits an den See gehen kann, um weitere Tiefen der Begl\u00fcckung auszuloten, und andrerseits ist man auch durch tiefe Nahrungsaufnahme in einem Sattsein gelandet, wo das Gen\u00fcgen Raum gibt f\u00fcr weitere Unermesslichkeiten.<\/h5>\n<p>Das Bild zeigt einen mit Tr\u00e4nen geschm\u00fcckten\u00a0 Erzengel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Berauschung, wie ich es gerade mit den Pelikanen erlebe, kann als vor\u00fcbergehende, leichte Erkrankung empfunden werden, f\u00fcr die ich das Wort &#8218;Pelikanitis&#8216; gepr\u00e4gt habe, auch wenn es wenig weitere F\u00e4lle geben wird. 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