{"id":7024,"date":"2019-02-09T05:13:30","date_gmt":"2019-02-09T05:13:30","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=7024"},"modified":"2019-02-09T05:15:16","modified_gmt":"2019-02-09T05:15:16","slug":"selbst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=7024","title":{"rendered":"selbst"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-7026\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190207_174715-1-208x300.jpg\" alt=\"\" width=\"316\" height=\"456\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190207_174715-1-208x300.jpg 208w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190207_174715-1-768x1109.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190207_174715-1-709x1024.jpg 709w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190207_174715-1.jpg 1070w\" sizes=\"auto, (max-width: 316px) 100vw, 316px\" \/><\/p>\n<h5>Mit demselben unerm\u00fcdlichen Blick, mit dem ich mich\u00a0 von den sprachlos machenden Formationen der Pelikane vereinnahmen lasse, sodass ich schon die superbe Technik ihrer geneinsamen Bewegungen nachempfinden kann, mit der sie das begehrte Objekt ihres Tanzes, der Fisch, einander zuspielen und einkreisen, und verspeisen, mit demselben Blick schaue ich auf diese Frage der Selbsterkenntnis, und hindurch, und au\u00dfen herum, und gemessen an wahrnehmbaren Realit\u00e4ten, und wieder zur\u00fcck zu den Wahrscheinlichkeiten mit ihren Varianten der Darstellung. Die neulich durch \u00e4u\u00dfere Anregung bei mir aufgetauchte Frage, ob das Erkennen des Selbst &#8222;gen\u00fcgt&#8220;, fand ich zuerst gar nicht so schwer zu beantworten.\u00a0 Weil: gen\u00fcgen? Wem soll es gen\u00fcgen oder nicht gen\u00fcgen, das Selbsterkennen. Dass man auch die Sprache f\u00fcr sich selbst immer mal wieder entstauben muss und hinterfragen, ist auch angebracht. Und dann mit Anderen: meinen wir dasselbe mit den benutzten und oft ausgeleierten Worten, von denen wir annehmen, wir w\u00fcssten alle, was sie bedeuten. Das Ph\u00e4nomen des Menschseins ist ja zweifellos, dass das Instrument des Bewusstseins \u00fcberhaupt zu seiner und ihrer Verf\u00fcgung steht, und ein Gro\u00dfteil der Freiheit, f\u00fcr die ich pl\u00e4diere, ist, dass ich mein Instrument einsetzen kann, um Erkundungen einzuholen \u00fcber das, was ich in mir und au\u00dferhalb von mir vorfinde. Ich musste wieder einmal an die Menschen denken, mit denen ich in Kontakt kam, als ich l\u00e4ngere Zeit dort in einem Tempel sa\u00df, allerdings mit Papier und Stift gewappnet\u00a0 Die meisten dieser Menschen, um nicht M\u00e4nner zu sagen, sa\u00dfen abends bei Gelehrten herum und nahmen ohne Einschr\u00e4nkung die Weisheit tiefer und zeitloser Lehren auf, ohne auch nur die geringste Bildung zu haben wie Lesen und Schreiben. Sie wussten aber vom Besten, was Menschen als Wissen angeboten wird, oft mehr als ich, die ich die Dinge nur vom Lesen kannte, sie aber durch m\u00fchsame Bewusstseinskan\u00e4le schleusen musste, wo sie auch noch nach Einsicht aussortiert wurden etc. Diese Menschen, die damals solcherart waren, erinnern mich an die Pelikane. Es gibt ihn also, diesen einfachen Zustand, bei dem man von einer Seinsqualit\u00e4t sprechen kann. Nur h\u00e4ngt das Erleben vom Kollektiv ab. L\u00f6st das Kollektiv sich auf und zerf\u00e4llt in einzelne Individuen, m\u00fcssen diese Einzelnen ihr Bewusstsein aktivieren, um durch das Aufl\u00f6sen der Ordnungen, also das Chaos, navigieren zu k\u00f6nnen. Man k\u00f6nnte das Selbsterkennen grunds\u00e4tzlich als einen Luxus bezeichnen und m\u00f6glichst nicht als ein Resultat der Wissensgier wie z.B. bei Adam und Eva, die das Paradies, wo auch immer es gewesen sein mag, deswegen verlassen mussten. Es ist interessant, dass in den alten Geschichten, die in der Welt als unumst\u00f6\u00dflich verklickert und gepredigt werden, oft ein Fluch vorkommt, mit dem etwas in Schach gehalten wird. Das Wissen zum Bespiel. Du darfst nicht (selber) wissen, sonst kannst du nicht kontrolliert werden. Wenn wir realisieren, dass wir uns nur selbst erkennen k\u00f6nnen, h\u00f6rt das Besserwissen irgendwann auf. Auch sind ja die, die man die Sucher nennt, schon zahlreich auf dem Weg, und klar, wer gr\u00fcndlich sucht, der findet, und auch ohne Klopfen kann eine T\u00fcr sich \u00f6ffnen. Man muss ein bisschen z\u00e4h sein und dran bleiben. Und gen\u00fcgen? Warum sollte es nicht bereichernd sein f\u00fcr einen selbst und die Anderen, wenn man wei\u00df, was f\u00fcr ein Schiff man f\u00e4hrt, und mit was es ausgestattet ist. Auch verl\u00e4sst der Pelikan manchmal die Anderen und fischt solo. Einmal sa\u00df Einer sogar ganz allein auf dem See. Dann kamen aber immer mehr zur\u00fcck und es schien, als w\u00fcrde das ganze Universum im Atemlosen verharren, so vollkommen war ihr gemeinsames Spiel. Was sagt es mir?`Es sagt mir aus der Tiefe der Erfahrung heraus, dass es einen Ort jenseits des Wissens gibt, wo man sich einer gewissen Automatik des Seins hingeben und erfreuen kann. Das hat noch keinem geschadet.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit demselben unerm\u00fcdlichen Blick, mit dem ich mich\u00a0 von den sprachlos machenden Formationen der Pelikane vereinnahmen lasse, sodass ich schon die superbe Technik ihrer geneinsamen Bewegungen nachempfinden kann, mit der sie das begehrte Objekt ihres Tanzes, der Fisch, einander zuspielen und einkreisen, und verspeisen, mit demselben Blick schaue ich auf diese Frage der Selbsterkenntnis, und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-7024","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7024","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7024"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7024\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7032,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7024\/revisions\/7032"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7024"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7024"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7024"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}