{"id":6703,"date":"2018-12-26T06:02:10","date_gmt":"2018-12-26T06:02:10","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6703"},"modified":"2018-12-26T06:13:57","modified_gmt":"2018-12-26T06:13:57","slug":"26-12","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=6703","title":{"rendered":"26.12."},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-6705\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181225_163236-206x300.jpg\" alt=\"\" width=\"206\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181225_163236-206x300.jpg 206w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181225_163236.jpg 316w\" sizes=\"auto, (max-width: 206px) 100vw, 206px\" \/>\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-6706\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181226_094107-186x300.jpg\" alt=\"\" width=\"186\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181226_094107-186x300.jpg 186w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181226_094107-768x1242.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181226_094107-633x1024.jpg 633w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20181226_094107.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 186px) 100vw, 186px\" \/><\/p>\n<h5>Um mit den festlichen Varianten der Weltgemeinde etwas mitzuschwingen, hatte ich mir ein kleines Programm f\u00fcr jeden Tag entworfen, das meiner Idee von Festlichkeit entspricht. Gestern war es ein Essen mit Lali (vom Feinsten, das die indische K\u00fcche zu bieten hat, und das ist viel), da brachen die Ideen eigentlich schon alle zusammen. Vor mir sa\u00df Karthik, das Kind oben im Bild, den ich kaum zu Gesicht bekommen hatte, weil seine Mutter ihn meistens in einem dunklen Raum h\u00e4lt mit seinem 5 Jahre \u00e4lteren Bruder, der ein nervliches Wrack ist und nur mit M\u00fche sprechen kann. Der Vater ist gro\u00df und schwer, Lalis Neffe, und nicht nur er wei\u00df, sondern alle wissen, dass diese, seine Frau, wahnsinnig ist und man Angst haben muss, dass sie ihre Kinder umbringt. Keiner r\u00fchrt einen Finger. Vor ein paar Tagen hat sie sich mit einem Messer in den Arm geschnitten, die Wunde wurde mit 9 Stichen gen\u00e4ht. Das gr\u00f6\u00dfere der Kinder, erz\u00e4hlte Lali mir, wollte danach auch seinen Arm mit einem Messer schneiden. Gestern habe ich dieses Photo von dem Kleinen gemacht, was schon einiges davon erz\u00e4hlt, was vor seinen Augen und mit ihm geschehen ist, da er auch h\u00e4ufig von ihr geschlagen wird. Wieder ein Kind am Anfang seines Lebens, f\u00fcr das man nichts tun kann, obwohl es direkt vor einem sitzt. Sagt man etwas, nicken alle erm\u00fcdet. Keiner will noch mehr B\u00fcrde auf den eigenen Schultern. Und hilflos, ja, das hat man gemeinsam, das Hilflose, das keine guten L\u00f6sungen hervorbringen kann, weil keinem eine brauchbare einf\u00e4llt. Das Essen war k\u00f6stlich, aber es hatte diesen Schatten. Und heute ging&#8217;s grad so weiter, der Himmel, oben rechts im Bild, spielte mit (und hatte Augen). Die erste Nachricht an mich, die ich gelesen habe, war von der Frau eines Freundes, der sich vor ein paar Tage auf seine Weise aus dem Leben verabschiedet hat. Manchmal kann man es wirklich nicht fassen, einmal, was Menschen angetan wird, und dann, was sie anderen antun, und dann, was sie sich selbst antun. Das Antun, das in die Trauer f\u00fchrt, in das nicht mehr Heilbare, in das so Schmerzvolle, dass es nicht mehr gut werden kann&#8230;.das dauert lange, bis etwas wirklich nicht mehr gut werden kann. Ich habe den ersten Schock \u00fcber diesen Tod mit dem Priester geteilt, der mich manchmal am Ufer des Sees, wo ich morgens sitze, besucht. Sofort erkl\u00e4rte er mir, wie eben alles in Gottes H\u00e4nden liegt. Nein, sage ich, das sehe ich nicht so, sondern ich finde, dass\u00a0\u00a0Menschen ein tieferes Bewusstsein \u00fcber die Kostbarkeit dieses Lebens vermittelt werden sollte, damit sie die Verantwortung eben nicht auf Gottes Schultern legen, sondern die Kraft haben, sie auf die eigenen zu legen. Wie um Himmels Willen sollte die Welt sich ver\u00e4ndern wenn nicht durch den oder die Einzelne\/n. Nein, auch nicht um&#8216; Hmmels Willen&#8216;. Und wer alles w a s sollte, wird auch nichts n\u00fctzen. Ein kleiner Junge und ein toter Freund: Schmerzbegleiter meiner Feiertage.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Um mit den festlichen Varianten der Weltgemeinde etwas mitzuschwingen, hatte ich mir ein kleines Programm f\u00fcr jeden Tag entworfen, das meiner Idee von Festlichkeit entspricht. Gestern war es ein Essen mit Lali (vom Feinsten, das die indische K\u00fcche zu bieten hat, und das ist viel), da brachen die Ideen eigentlich schon alle zusammen. 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