{"id":6438,"date":"2018-11-20T04:43:46","date_gmt":"2018-11-20T04:43:46","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6438"},"modified":"2018-11-20T04:55:42","modified_gmt":"2018-11-20T04:55:42","slug":"baden-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=6438","title":{"rendered":"baden"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-6439\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181119_1928181-e1542685367704-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181119_1928181-e1542685367704-169x300.jpg 169w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181119_1928181-e1542685367704-768x1365.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181119_1928181-e1542685367704-576x1024.jpg 576w\" sizes=\"auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/>\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-6440\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181120_0707431-278x300.jpg\" alt=\"\" width=\"278\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181120_0707431-278x300.jpg 278w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181120_0707431-768x829.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181120_0707431.jpg 889w\" sizes=\"auto, (max-width: 278px) 100vw, 278px\" \/><\/p>\n<h5>Wenn man eine\u00a0 Kultur oder ein Land\u00a0 oder eine Tradition oder eine Person baden gehen sieht, sollte man vielleicht die Kraft aufbringen, nicht genau hinzuschauen. Oder sollte man sp\u00e4testens dann genau hinschauen, auch wenn man die Beobachtungen nicht unbedingt verbal weitergeben mus?. Auch in diesen Begrifflichkeiten geht es ja hochkomplex zu. So gibt es die tausenden von badenden Pilgern, die t\u00e4glich ihr Karma zurechtb\u00fcrsten, denn nachdem man es geschafft hat, hier im heiligen Teertha von Brahma, dem Sch\u00f6pfer des Weltgef\u00fcges, anzukommen und auch noch das rituelle Bad hinter sich zu bringen, kann einem anschlie\u00dfend nicht mehr allzuviel passieren. Bestimmte Orte gelten als Pr\u00fcfsteine, ob du deinen Weg auch ordentlich gegangen bist. Auch f\u00fcr die Asche deines K\u00f6rpers, wenn es denn mal so weit ist, ist hier ein g\u00fcnstiger Platz. Hier zu sein in den laufenden f\u00fcnf Tagen, wo Brahma das Dorf aus der Luft herunterholt, damit mal wieder ein Schuss Unsterblichkeit in das Ganze gepumpt werden kann&#8230;ja, das sind einige Dinge, die gerade laufen. Verbl\u00fcffend auch immer bei all der hinduistischen, moralischen Strenge, wie viel totale Nacktheit sich in den extra angelegten Becken tummelt. Das Rituelle gibt dem Enthemmten noch einen gewissen Glanz. Auch \u00fcberw\u00e4ltigt einen zuweilen das arglose Lachen, wenn das menschliche Verhaltensspiel ins Absurde gleitet. Dann kommen zu so einem Fest nat\u00fcrlich die Sadhus, also Ausgestiegene aus dem Heiratsrad und meistens geordnet und initiiert in Bruderschaften, die oft immense Architekturen zur Verf\u00fcgung haben, in denen alles M\u00f6gliche stattfindet, was in der zeitlosen Geschichte des Menschseins\u00a0 gewusst und gelehrt und weitergegeben werden wollte. Wieviel von diesem &#8222;Wissen&#8220; aktuell durch die &#8222;Wissenden&#8220; (Sadhus) weitergegeben wird, ist, erlaube ich mir mal zu sagen, keine ernsthafte Einsch\u00e4tzung mehr wert. Und sollte es sie geben,\u00a0 die lebenden Weisen Indiens, so w\u00fcrden sie vermutlich nicht in diesem inzwischen touristisch empfohlenen Zirkus herumsitzen und hoffen, dass sie etwas Kohle machen f\u00fcrs Weiterreisen. Auch das dumpfe und autorit\u00e4re Beharren auf bestimmte Sitzen oder geistigen Stellungen kommt nicht mehr so an, dass man sich zum Dabeisitzen angeregt f\u00fchlt. Es gab sie, die geistigen Kraftakte, und wenn sie m\u00f6glich waren, war es immer eine gro\u00dfe Freude. Wie spricht man so miteinender, dass man sich erkennt oder auch zu erkennen geben m\u00f6chte, wenn das Feld der Gedanken sorgsam ausgebreitet wird und man schaut, wie gro\u00df der Raum zwischen zwei Geistern werden kann, wo dann der angemessene Austausch stattfindet. Jetzt bleibe ich gar nicht mehr stehen,\u00a0 arbeite ja schlie\u00dflich auch f\u00fcr keine \u00dcberpr\u00fcfungsstelle. Aber egal wo es noch hingehen muss und wird, ich kenne mich gut genug aus in ihrer Kultur, um zu wissen, dass man ihnen alles zutrauen kann. Inzwischen wird weitergebadet, und egal, wie man es sieht, es gibt sie immerhin noch, die M\u00f6glichkeit, im vorhandenen Wasserbecken die angebotene Todlosigkeit zu empfangen, wenn man doch daf\u00fcr extra angereist ist.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Wenn man eine\u00a0 Kultur oder ein Land\u00a0 oder eine Tradition oder eine Person baden gehen sieht, sollte man vielleicht die Kraft aufbringen, nicht genau hinzuschauen. Oder sollte man sp\u00e4testens dann genau hinschauen, auch wenn man die Beobachtungen nicht unbedingt verbal weitergeben mus?. Auch in diesen Begrifflichkeiten geht es ja hochkomplex zu. 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