{"id":6389,"date":"2018-11-13T04:58:46","date_gmt":"2018-11-13T04:58:46","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6389"},"modified":"2018-11-13T05:36:18","modified_gmt":"2018-11-13T05:36:18","slug":"dharma","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=6389","title":{"rendered":"Dharma"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-6390\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181113_091625-197x300.jpg\" alt=\"\" width=\"197\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181113_091625-197x300.jpg 197w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181113_091625-768x1172.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181113_091625-671x1024.jpg 671w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181113_091625.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 197px) 100vw, 197px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-6391\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181110_175856-e1542081220407-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181110_175856-e1542081220407-169x300.jpg 169w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181110_175856-e1542081220407-768x1365.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181110_175856-e1542081220407-576x1024.jpg 576w\" sizes=\"auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><\/p>\n<h5>Links sieht man Hanuman, den Affengott, was Tiefes studieren, und rechts einen Auschnitt des Bildes von gestern, das birgt gerade eine gewisse Verbindung f\u00fcr mich. Zwischen dem gemalten Bild und dem von Hanumann, das ich gerade bei meiner Morgenrunde unter einem Baum entdeckt habe, habe ich eine \u00fcberraschende Erfahrung mit mir selbst gemacht. Pl\u00f6tzlich hatte ich das Gef\u00fchl, wirklich anwesend zu sein, so, als w\u00e4re ich vorher herumgelaufen wie eine H\u00fclse, die m\u00fchelos dahingleitet durch die vertrauten Wege, aber getrennt ist von allem mich Umgebenden. Der Hinduismus ist eine einzige, grandiose Zumutung. Ja, es wird als &#8222;Dharma&#8220; bezeichnet, was auch mit Religion \u00fcbersetzt werden kann (auch mit Recht und Sitte, Ethik und Moral), aber es ist eben keine Religion, sondern eine Art zu sein, hier wirklich auch zu verstehen als &#8222;Kunst&#8220; zu sein. Was mich wieder verbunden hat damit, war, meinen eigenen Ort darin wieder zu finden, das, was ich daran und darin liebe, das, was mir in all den Jahren zugeflossen ist und durch meine Adern gestr\u00f6mt, und durch was ich geworden bin, was ich bin. Ich selbst bin durchdrungen und geschult von dieser gnadenlosen Anarchie mit den hohen Ordnungen, beides immer sp\u00fcrbar wie Tore im Gewebe des Alls. Hier ist mir gelungen und erm\u00f6glicht worden, meine Fremdheit in den kosmischen Zusammenhang zu bringen, ein Geburtsvorgang im besten Sinne des Wortes. Auch da hat niemand eingegriffen in meine Entwicklung, aber ich konnte sie selbst gestalten und habe sie reichlich genutzt, die Chance, noch einmal geboren zu werden, jetzt im Bewusstsein angebotener M\u00f6glichkeiten, die nicht in die Leere liefen. Das Erfahrungspotential war m\u00e4chtig. Vom Leichenverbrennungsplatz bis zu den verborgenen Orten Shivas war alles an eine Realit\u00e4t gebunden, die ihr eigenes Wesen hatte und hat. Nun bin ich nicht mehr bei ihnen in den G\u00f6tterwelten, das f\u00e4llt nicht weiter auf und wer sollte sich dar\u00fcber Gedanken machen? Jeder bei seiner oder ihrer Lieblingsgottheit im gro\u00dfen &#8222;As you like&#8220;. Und ich kann ja nicht, nur weil ich ohne G\u00f6tter umhergehe, so tun, als m\u00fcssten alle erwachen von einem Alptraum, nein, ich muss nur bei mir bleiben und mich erfreuen an der farbenpr\u00e4chtigen Maya, so wie Ramakrishna, der Weise aus Kalkutta, mal gesagt hat, als Vivekananda ihn mitnahm zu einer &#8218;Function&#8216;: &#8222;Ja, was haben die denn!? Die Maya ist doch ganz h\u00fcbsch.&#8220; Und so ist es, sie ist unterhaltsam, und man kann auch ganz gut durch das Gewebe schauen, wenn es einen interessiert, was sich dahinter abspielt, oder auch nicht. Aber ganz in der Irgendwo-Tiefe, und noch ein St\u00fcck tiefer, wo es wieder ins Oben geht, da ist doch noch derselbe Ton, dem ich lausche: mein Symphonie-Orchester, meine Stille, mein Wesen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Links sieht man Hanuman, den Affengott, was Tiefes studieren, und rechts einen Auschnitt des Bildes von gestern, das birgt gerade eine gewisse Verbindung f\u00fcr mich. 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