{"id":6385,"date":"2018-11-12T04:31:20","date_gmt":"2018-11-12T04:31:20","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6385"},"modified":"2018-11-12T04:31:20","modified_gmt":"2018-11-12T04:31:20","slug":"sanft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=6385","title":{"rendered":"sanft"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6386\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181110_181224-297x300.jpg\" alt=\"\" width=\"346\" height=\"349\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181110_181224-297x300.jpg 297w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181110_181224-150x150.jpg 150w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181110_181224-768x776.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181110_181224-1013x1024.jpg 1013w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181110_181224.jpg 1022w\" sizes=\"auto, (max-width: 346px) 100vw, 346px\" \/><\/p>\n<h5>Auf das Gedicht von Gabriela Mistral (gestern im Blog) bin ich durch den sogenannten puren Zufall gesto\u00dfen und kann nur sagen, dass es mir auf eine Weise stimmig schien. Ich dachte an die Kinder in den Kriegen und auf den Fluchtwegen, und an mich als Kind, und an die vielen Kinder, die hier in der Gegend herumstreunen oder auf Bettlerarmen sitzen und noch keine Ahnung hegen \u00fcber ihr Schicksal. Als ich zuerst am See ankam, war ich auch wie ein Kind, das unversehens und arglos in sein Schicksal stolpert und es als gro\u00dfen, leuchtenden Garten wahrnimmt, in dem ein Platz f\u00fcr seine Anwesenheit vorhanden ist, ohne dass es jemand infrage stellt. Dieses Kind meldet sich manchmal und blickt dann hinaus auf das Ganze und in die zwei Urspr\u00fcnge meiner Anwesenheit. Zwei Geburten: eine westliche inmitten von tiefer Dunkelheit, und eine \u00f6stliche mit ziemlich viel Licht. Mir schien damals, als w\u00e4ren die Brahmanen tats\u00e4chlich\u00a0 die H\u00fcter der universellen Geheimnisse und strebten mit aller Kraft danach, einen hellen Tag zu erschaffen durch ihre eigenen M\u00fchen. In mir muss ein Unerm\u00fcdlichkeitsgen stecken, das nicht nachgelassen hat, bis wirklich das ganze Gedankenkonstrukt auf nat\u00fcrlichem Wege ein Ende fand. Auch an den Feuern mit den Sadhus, den M\u00f6nchen, habe ich keinen Schaden genommen. Man nimmt keinen Schaden, wenn einem die Sache ernst ist. Es gibt sie, die kristallklaren Ideen, und es gibt ihre unz\u00e4hligen Varianten der Durchf\u00fchrung. Was einem Menschen m\u00f6glich ist, und was nicht. Das Kind hat viel damit zu tun. Kann es unversehrt bleiben, kann es geheilt werden, kann es sich wieder verbinden mit dem, was war, bevor die Abenteuer begannen und die Pr\u00fcfungen, und die \u00dcberraschungen, und die Schrecken, und die unendlichen Anstrengungen des Daseins, ob man es nun selbst bewusst gestalten will oder nicht. Ich erkenne mich jetzt selbst an meinem Blick: wie er frei geworden ist davon, das Innere im Au\u00dfen zu suchen. Das Staunen aber und die Liebe im Blick, die sind nicht verloren gegangen, man m\u00f6chte danken, nur wem. Vielleicht erschafft sich deshalb in Momenten von mystischer Anmut der Pinsel die Hand einer Segnung, und sp\u00fcrt am Hinterkopf noch den Hauch sanfter und vertrauter Ber\u00fchrung.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf das Gedicht von Gabriela Mistral (gestern im Blog) bin ich durch den sogenannten puren Zufall gesto\u00dfen und kann nur sagen, dass es mir auf eine Weise stimmig schien. 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