{"id":6374,"date":"2018-11-10T04:56:59","date_gmt":"2018-11-10T04:56:59","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6374"},"modified":"2018-11-10T04:59:22","modified_gmt":"2018-11-10T04:59:22","slug":"bodenlos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=6374","title":{"rendered":"selig"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6375\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181108_193435-199x300.jpg\" alt=\"\" width=\"273\" height=\"412\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181108_193435-199x300.jpg 199w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181108_193435-768x1160.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181108_193435-678x1024.jpg 678w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181108_193435.jpg 1060w\" sizes=\"auto, (max-width: 273px) 100vw, 273px\" \/><\/p>\n<h5>&#8218;Wer (es) glaubt, wird selig&#8216;, war sicherlich einmal ein ernstgemeinter Spruch und beinhaltet ja auch f\u00fcr viele Menschen eine gewisse Dosis an Wahrheitssubstanz. Als mich mein Schicksal hier ans Ufer geschwemmt hatte, konnte ich davon auch einiges genie\u00dfen, und bis heute erkl\u00e4rt sich nicht alles mit einfachen Worten, wie\u00a0 das, was man als nackte Wahrheit selbst empfindet, einen geistig steigern kann bis in die Tiefe des Unvorstellbaren hinein. Eben, die Vorstellung erweitert sich ins Nicht-Gekannte, das ist attraktiv und zieht vor allem auch in ein f\u00f6rmliches Oben, auf dem weitere Ordnungen herrschen. Das Gl\u00e4ubige hat mich nie angezogen, aber das Wissensvolle schon, das hier in Indien sehr gro\u00dfz\u00fcgig und weitr\u00e4umig gehandhabt wird, und es braucht schon entweder eine lange, hingegebene Reise im Inneren der Kultur, oder einen Sherlock Holmes Riecher, am besten aber beides, um das Eine vom Anderen zu unterscheiden. Das Gedruckte vom Ausgedr\u00fcckten, das Geglaubte vom (noch) nicht Gewussten, das rechtschaffen Erschaffene vom unantastbar Gehandelnden. Ich muss auch sagen, dass ich mich in diesem Land nicht nur \u00fcber die Reling meines Schiffes gedehnt habe, sondern habe jeden Zugang zu einem Anker hinter mir gelassen f\u00fcr eine Weile, die zeitlich nicht vorhersehbar war. Das war eine Arbeit ganz nach meinem Sinn, hier unter dem Schutz der Bev\u00f6lkerung die (weibliche) Feuerst\u00e4tte h\u00fcten zu k\u00f6nnen und wirklich ganz im Drin drin zu sein, da gab&#8217;s keinen Ausweg mehr. Und es kann einem selbst sehr schwer fallen zu glauben, ja, zu wissen!, dass es noch immer dieselbe Weile ist, und man selbst noch drinnen im Drin. Ja, ich sitze nicht mehr morgens im Brahma Tempel auf dem Marmortisch herum als geliebtes Sch\u00f6pferkind und schreibe in mein vedisches Notizbuch, und Shiva, ja, der Yogi\u00a0 und der kreative Liebhaber, und der St\u00f6renfried in Brahmas Yagya, immer noch das Opfeuerfeuer von Brahma, wie kann das aufh\u00f6ren. Aber alles ist wie ein kostbarer Umhang geworden, den ich trage, unsichtbar, wie er nun mal ist, und all diese Geschichten sind in ihn eingewoben und haben mich zu diesem Stuhl gebracht, an diesen schweren Holztisch, zu diesem Blick hinaus an den See, wo die Priester das, was ihnen wesentlich erscheint, an die Pilger und Pilgerinnen weitergeben.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8218;Wer (es) glaubt, wird selig&#8216;, war sicherlich einmal ein ernstgemeinter Spruch und beinhaltet ja auch f\u00fcr viele Menschen eine gewisse Dosis an Wahrheitssubstanz. 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