{"id":6365,"date":"2018-11-08T05:00:58","date_gmt":"2018-11-08T05:00:58","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6365"},"modified":"2018-11-08T05:03:17","modified_gmt":"2018-11-08T05:03:17","slug":"scheinen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=6365","title":{"rendered":"scheinen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6363\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181107_195954-e1541649639240-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"201\" height=\"357\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181107_195954-e1541649639240-169x300.jpg 169w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181107_195954-e1541649639240-768x1365.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181107_195954-e1541649639240-576x1024.jpg 576w\" sizes=\"auto, (max-width: 201px) 100vw, 201px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6364\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181108_091443-e1541649808658-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"201\" height=\"357\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181108_091443-e1541649808658-169x300.jpg 169w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181108_091443-e1541649808658-768x1365.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181108_091443-e1541649808658-576x1024.jpg 576w\" sizes=\"auto, (max-width: 201px) 100vw, 201px\" \/><\/p>\n<h5>Das ist meine ganze Bildauslese des gestrigen Festtages und gibt eine sch\u00f6ne Anregung dessen, was noch scheint: die edlen Gesten, die ernsthaft durchgef\u00fchrten Rituale, das \u00d6l-Lichterflackern. Im Markt habe ich diese Bl\u00fcte gefunden und mir einges\u00e4uselt, dass es eine Lotusbl\u00fcte aus der alten Zeit sei, mich aber auch an der Wasserrose erfreut. Das Spiel h\u00f6rt ja nicht auf, nur weil es auf einmal so viel Duplikates gibt, was als Original angeboten wird. Da will man nicht weiterhin so streng trennen nach au\u00dfen hin, damit es keinen unn\u00f6tigen \u00c4rger gibt. Nach innen hin muss erst verstanden werden zwischen trennen und nicht trennen, auch trennen k\u00f6nnen, auch Trennung aufheben und Getrenntes sp\u00fcren k\u00f6nnen. Und das Verbindende und Verbundene zulassen. Den ganzen Morgen schon knallt es drau\u00dfen ununterbrochen, die Tiere sind am Zittern, aber gnadenlos werden die Knallk\u00f6rper, die nachts nicht zur Geltung kamen, nun am Tage abgeschossen und aufgebraucht. Irgendwann geht auch das vor\u00fcber, und wer kann schon sagen, was schon immer so war, oder wo das Ganze ins Unertr\u00e4gliche hin\u00fcberschiftete, wo man vom Leidenszwang selbst gefordert wird, so als m\u00fcsse sich jeder sprachlos einf\u00fcgen in die kollektiven L\u00f6sungen. Auch hat es oft mit L\u00f6sungen gar nichts zu tun, sondern es sind Ausw\u00fcchse, die durch das fraglose Zugest\u00e4ndnis an das, was sehr viele Menschen als &#8222;normal&#8220; deklarieren, gemacht werden. Deklarieren ist vielleicht zu viel gesagt, eher einfach alles mitmachen, was sich ergibt, und es ergibt sich immer sehr viel. In Fledermauszeiten ist es eben genau umgekehrt: die Stille ergibt sich dem L\u00e4rm, das Wissen der Unwissenheit. Ein unheldenhaftes Ergeben, einfach so. Midterm der Menschheitsgeschichte, in der jede\/r auf einmal am Anspruch teilhaben kann, ein Mensch zu sein, und dann was f\u00fcr einer, und wof\u00fcr. Einer der reichsten M\u00e4nner im Dorf ist letzte Woche gestorben, und Ashok baut sich vor mir auf und sagt, er h\u00e4tte eine Frage an mich, ja was n\u00fctze es denn jetzt, so viel gehabt zu haben? Solche Fragen beantworte ich nicht. Wer wei\u00df schon, wieviel er davon gehabt hat, und ob er ohne mehr gehabt h\u00e4tte. Dass wir aber Aussage machen \u00fcber uns mit Schritt und Tritt und Blick, das ist bedenkenswert, und ob es doch einen Weg gibt, dem Ungewissen freundlich und wachsam entgegen zu gehen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das ist meine ganze Bildauslese des gestrigen Festtages und gibt eine sch\u00f6ne Anregung dessen, was noch scheint: die edlen Gesten, die ernsthaft durchgef\u00fchrten Rituale, das \u00d6l-Lichterflackern. Im Markt habe ich diese Bl\u00fcte gefunden und mir einges\u00e4uselt, dass es eine Lotusbl\u00fcte aus der alten Zeit sei, mich aber auch an der Wasserrose erfreut. 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