{"id":6307,"date":"2018-11-01T02:46:13","date_gmt":"2018-11-01T02:46:13","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6307"},"modified":"2018-11-02T05:28:17","modified_gmt":"2018-11-02T05:28:17","slug":"beobachten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=6307","title":{"rendered":"beobachten"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-6308\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181030_155524-e1541037767655-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181030_155524-e1541037767655-169x300.jpg 169w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181030_155524-e1541037767655-768x1365.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181030_155524-e1541037767655-576x1024.jpg 576w\" sizes=\"auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-6309\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181030_162635-210x300.jpg\" alt=\"\" width=\"210\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181030_162635-210x300.jpg 210w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181030_162635-768x1099.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181030_162635-715x1024.jpg 715w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181030_162635.jpg 1069w\" sizes=\"auto, (max-width: 210px) 100vw, 210px\" \/><\/p>\n<h5>Da sind sie wieder, die au\u00dferordentlichen Berufe, die sich von meinem verborgenen Ort aus wahrnehmen lassen als Beobachterin des in\u00a0 diesem Rundblick Vorhandenen. Links ein Kameldekorateur im Schmuck der Kamelfestivit\u00e4ten, rechts der noch unbemannte Laden eines Erdnussverk\u00e4ufers. Erfreut sich das Auge an vertrauten Dingen, die bald nicht mehr sein k\u00f6nnen und dem kaum mehr steuerbaren Verkehr weichen m\u00fcssen? Noch winden sich Motorr\u00e4der, Rikshas, Kamele und fahrbare L\u00e4den umeinander herum, und Stra\u00dfen werden erweitert und asphaltiert \u00fcber dem Sand, den ich noch ohne Plastikt\u00fcten kannte, was der Vorstellung langsam abhanden kommt. Neue Illusionsgebilde entstehen und man kann weiterhin staunen, mit welchem Eifer alle daran teilnehmen, so, als h\u00e4tte ein Gott tats\u00e4chlich die F\u00e4den in der Hand, denen man sorglos folgen kann, weil er immer wei\u00df, was f\u00fcr Menschen gut ist. Aber die Dinge, die f\u00fcr Menschen nicht gut sind, h\u00e4ufen sich. Das ruft einige Geister wach, kein Zweifel, aber es ist ein langer Weg von diesem Zweifel hin zu einer Selbstbesimmtheit, die f\u00fcr das Individuum klare und f\u00f6rderliche Dinge entscheiden kann, auch wenn der Rest der Welt in die andere Richtung zu str\u00f6men scheint. Die Ebene der Illusionen ist m\u00e4chtig, und es braucht f\u00fcr jede\/n Einzelne\/n die notwendige Ern\u00fcchterung der Erfahrung, den Schmerz, die tiefen Schichten des noch nicht Erfassbaren, um Illusion \u00fcberhaupt zu erkennen, deren einzige Macht es ist, sich als etwas Reales darstellen zu k\u00f6nnen. Wer hat das alles erschaffen? Die Epen, die Gesetze, die scheinbar unbeugsamen Ungleichheiten, denen sich Menschen unterwerfen m\u00fcssen, weil es in ihrer Tradition als gegeben angesehen wird. Die Entwirrung der F\u00e4den ist ein langer Prozess, und letztendlich bleibt den Einzelnen nichts anderes \u00fcbrig, als sich auf sich selbst zu besinnen oder in einen gef\u00e4hrlich gewordenen Sog der Gesellschaft zu geraten, der in Richtungen mitzieht, die niemand mehr nachvollziehen kann. Ich selbst ordne mal wieder die rollende Reisetasche und mache mich am sp\u00e4teren Nachmittag sichtbar in einem Tuc-Tuc, wie wir sie nennen, eine motorisierte Riksha, auf den Weg ans andere Ende des Dorfes, ausgeruht und f\u00fcr alles Erforderliche bereit.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da sind sie wieder, die au\u00dferordentlichen Berufe, die sich von meinem verborgenen Ort aus wahrnehmen lassen als Beobachterin des in\u00a0 diesem Rundblick Vorhandenen. Links ein Kameldekorateur im Schmuck der Kamelfestivit\u00e4ten, rechts der noch unbemannte Laden eines Erdnussverk\u00e4ufers. 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