{"id":6301,"date":"2018-10-31T05:12:38","date_gmt":"2018-10-31T05:12:38","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6301"},"modified":"2018-10-31T05:17:30","modified_gmt":"2018-10-31T05:17:30","slug":"feminine-mystique","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=6301","title":{"rendered":"Feminine Mystique"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6302\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181030_180731-210x300.jpg\" alt=\"\" width=\"241\" height=\"344\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181030_180731-210x300.jpg 210w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181030_180731.jpg 507w\" sizes=\"auto, (max-width: 241px) 100vw, 241px\" \/><\/p>\n<h5>Das ist Buvaj, der Sohn der nepalesischen Servant-Familie im Haus von\u00a0 Freunden, von wo aus ich bis morgen einen ersten Eindruck meiner Gef\u00fchle gewinnen kann, die mich in diesem Land bewegen. Das Photo von Buvaj habe ich gemacht, weil er ein starkes Interesse an dem Buch gezeigt hat, dass ich aus einem kleinen Glasschrank genommen hatte, wo die B\u00fccher liegen, die keiner liest. Da ich selbst zur Abwechslung mal kein Buch mitgebracht hatte, dachte ich: mal reinschauen in die Gedanken: &#8222;The Feminine Mystique&#8220;. Es war eine Freude zu sehen, wie Buvaj wild in dem Buch herumbl\u00e4tterte mit seinen leichten 560 Seiten zu dem komplexen Thema. Das erste Kapitel hei\u00dft\u00a0 &#8222;Das Problem, das keinen Namen hat&#8220; und beschreibt, wie in den (amerikanischen) Medien jahrelang herumdiskutiert wurde, warum Frauen in ihren doch so einfach deklarierten Lebensweisen einfach nicht gl\u00fccklich wurden. Hatten Haus, hatten Kinder, hatten alles, nur war da das Problem, das keinen Namen hat. Die Frauen wussten es auch nicht, was mit ihnen los war, und dann kam heraus, dass es mit Millionen Frauen los war, das Problem, das keiner nennen konnte. Das Buch war 1963 herausgekommen (von Betty Friedan), aber ich f\u00fchlte mich mitten in die indische Gesellschaft versetzt. Das ist, was vor allem auf mich zukommen wird: das Interesse an eigenen Gef\u00fchlen und denen der Anderen, der anderen Frauen vor allem. Indische M\u00e4nner machen oft einen sehr gef\u00fchlvollen Eindruck, klar, ihr Ausdruck ist nie begrenzt worden, das kann dem Ganzen einen gewissen Schwung verleihen, der aber stark nachl\u00e4sst, wenn eine Frau sich ebenfalls mitteilen m\u00f6chte, ganz zu schweigen von der eigenen. Wer hat all diese Gesetze fabriziert, dass (indische) Frauen am besten schweigen sollen, damit im Haushalt alles gut geht und der Herr des Hauses keine St\u00f6rung erf\u00e4hrt. Ich h\u00f6re, dass die MeToo Debatte in Indien angekommen ist. Shivani erz\u00e4hlt mir, dass es noch nie so viel Missbrauch kleiner Kinder gab, vielleicht kommt es aber zum ersten Mal in die \u00d6ffentlichkeit. Im Moment denke ich, dass es gut ist, dass weiterhin\u00a0 viele Frauen ihren Erlebnissen Ausdruck verleihen, auch wenn es erstmal nur um die schiere Anzahl geht, damit bei dem Problem, das immer noch nicht wirklich die dazugeh\u00f6rigen Worte und Gef\u00fchle hat, etwas in Bewegung kommt.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das ist Buvaj, der Sohn der nepalesischen Servant-Familie im Haus von\u00a0 Freunden, von wo aus ich bis morgen einen ersten Eindruck meiner Gef\u00fchle gewinnen kann, die mich in diesem Land bewegen. 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