{"id":6264,"date":"2018-10-23T07:47:55","date_gmt":"2018-10-23T07:47:55","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6264"},"modified":"2018-10-23T07:47:55","modified_gmt":"2018-10-23T07:47:55","slug":"reisen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=6264","title":{"rendered":"reisen"},"content":{"rendered":"<h5><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-6265\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181022_211417-300x280.jpg\" alt=\"\" width=\"418\" height=\"390\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181022_211417-300x280.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181022_211417-768x716.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181022_211417.jpg 997w\" sizes=\"auto, (max-width: 418px) 100vw, 418px\" \/><\/h5>\n<h5>Soweit ich mich erinnere, ist es Pascal, der gesagt hat (im Sinne), dass alles \u00dcbel der Welt davon herr\u00fchrt, dass die Menschen ihr Zimmer verlassen. Sicherlich hatte er Gr\u00fcnde, die ihm deswegen besonders einleuchteten. Und das Bei-sich-im-Raum-bleiben kann in anderem Kontext die wertvollste Anregung sein, die man jemandem zu geben vermag. Ich erinnere mich sehr gerne an lang gezogene Zeiten der Stille, in denen das Drau\u00dfen keine wesentliche Rolle spielte, da das Wesen selbst der Forschungsfokus war. Auf der anderen Seite wurden vor allem die Deutschen &#8222;eine Monade ohne Fenster&#8220; genannt, und gerade die Abwesenheit des Fensters kann innere Einheit zu etwas Geschlossenem machen, dem jeder Zugang zu Anderem als sich selbst verloren geht. Das ist wohl auch der pr\u00e4zise Punkt, der in geistigen Lehren nie ausgelassen wird, n\u00e4mlich die Versponnenheit in ein Ich (Ego), das sich durch Mangel an Offenheit zu erkennen gibt, oder eine durch Jahrtausende hindurch dokumentierte Transzendenz einer anderen Variante, n\u00e4mlich das Erreichen eines durchdrungenen Egos bis hin zu seinem Kern, seinem Wesen, das eher als h\u00fcllenlos beschrieben und erfahren wird. Nun konnte Pascal z.B. sich auch gar nicht vorstellen, wie leicht es uns in dieser Zeit gemacht wird, unsere H\u00fctten zu verlassen und auf Wanderschaft zu gehen. Leider sind die Gep\u00e4ckst\u00fccke immer noch zu schwer, um mit\u00a0 Stab und B\u00fcndel sorglos durch die planetarischen Weiten zu ziehen und zu schauen, wie andere Menschen ihr Leben gestalten, und das, was einen anregt, von ihnen zu lernen. Ich kenne selbst die Stra\u00dfen-Strecke zwischen der T\u00fcrkei noch ohne Kriege und ohne Taliban. Das gewaltt\u00e4tige Get\u00fcmmel raubt jedem\/r arglosen Abenteurer\/in den Atem. Wenn ich im Flugzeug (bald wieder) \u00fcber Sibirien fliege und zuf\u00e4llig einen Fensterplatz habe, dann schaue ich hinein und hinunter in das Unvorstellbare. Da leben doch Menschen! \u00dcberall leben Menschen und m\u00fcssen sich fragen, wie sie ausgerechnet da hingekommen sind. Wenn die Augen sich hineinf\u00fchlen in die inneren Welten der Wesen, indem man ihnen zuschaut beim Tun. Wie sie ihren Teig kneten, was ihnen am besten schmeckt, wer frei herausreden darf, und wem die Sprache verwehrt wird, und die Wirkungen davon in den Kulturen. Was konnte mir Besseres passieren, als in zwei Kulturen mich beweglich zu f\u00fchlen, beide zu sch\u00e4tzen als die eigene innere Synthese, die aus dem Zulassen von sich selbst und aus dem Zulassen des Fremden entsteht, wodurch einem der sokratische Widerspruch, der in allem enthalten ist, einleuchtet und einen zur Kontemplation anregt, ob eine Einheit des Schauens m\u00f6glich ist, und durch was sie erfahrbar ist, und ob \u00fcberhaupt. Jaajaa, neenee: Reisen ist unersetzlich. Hinein in die gef\u00e4hrliche Welt und schauen, wie man zurechtkommt. Abschiede erleben, die einem sagen, wie gut man es hatte und g\u00fcnstigerweise wieder haben wird, wenn alles gut geht. Und sich geborgen f\u00fchlen in einer Liebe, die nicht an H\u00fctten gebunden ist.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Soweit ich mich erinnere, ist es Pascal, der gesagt hat (im Sinne), dass alles \u00dcbel der Welt davon herr\u00fchrt, dass die Menschen ihr Zimmer verlassen. 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