{"id":6208,"date":"2018-10-13T08:47:38","date_gmt":"2018-10-13T08:47:38","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6208"},"modified":"2018-10-13T08:52:16","modified_gmt":"2018-10-13T08:52:16","slug":"6208","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=6208","title":{"rendered":"streamen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6209\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181012_145455-232x300.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"414\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181012_145455-232x300.jpg 232w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181012_145455.jpg 452w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<h5>Zu jedem Herbst geh\u00f6rt ein Bild, auf dem in irgendeiner Weise (auch) die Sch\u00f6nheit des Verg\u00e4nglichen sichtbar wird, so auch die k\u00f6nigliche Illusionsperformance, wenn vor den eigenen Augen mattes Braun sich unter Sonneneinwirkung zu tiefem Gold entz\u00fcndet, und wenn die Erde beginnt, durch das auf sie gefallene Blattwerk den Geruch auszustr\u00f6men, der einen in allerlei Tiefen versetzen kann. Man dankt dann unter Umst\u00e4nden den 40 000 in Berlin erwarteten Demo-BesucherInnen f\u00fcr ihren Einsatz gegen Fremdenhass, und dass Menschen auf ihre Weisen daran erinnern, wie verbunden wir alle und abh\u00e4ngig voneinander wir doch sind, um d a s gemeinsam erhalten zu lernen, was uns lebenswert erscheint. Immer mal wieder gr\u00fcbelt man entlang an den Pfeilern des Weltgeschehens, ob es nur ein st\u00e4ndiges Auf und Ab ist, ein ganz Oben und ein ganz Unten immer verf\u00fcgbar, dazwischen viel Stimmengewirr, und man selbst als eine Stimme, eingewandert aus dem Spermienheer, zugelassen und \u00fcberlebensf\u00e4hig, mal Staubkorn, umgeben von ma\u00dfloser Sternendichte, mal staunende Einheit einer eigenwilligen Verk\u00f6rperung, die in den planetarischen Belangen durchaus mitkalkuliert wird, aber nur durch sich selbst erfasst werden kann und dem Gel\u00e4nde anvertraut, dem Dschungel, der W\u00fcste, dem K\u00fcchenherd. Alles bedeutungsvoll, um das Getriebe am Leben zu halten, das sich selbst organisierende Konstrukt, der Kinderhort, wo das Unlernbare in m\u00f6glichst gro\u00dfe N\u00e4he gebracht und gedacht wird. Im Herbst meldet sich das auch noch zu Ersp\u00fcrende und geistert herum, und man m\u00f6chte dem Glanz des Verg\u00e4nglichen mit angemessener Eleganz begegnen. Tief und nach allen Richtungen gebeugt verharrt der (Apfel)- Baum in der Geste des Gebens. Etwas wehrt sich gegen die aufsteigende D\u00fcsternis der Poesien, wo \u00fcberall die Bl\u00e4tter in den ber\u00fchmten Verneinungen zu Boden fallen. Wo sich ausbreiten kann, was in anderen Zeiten weniger zug\u00e4nglich ist: das unaufhaltsame Str\u00f6men der Zeit, in der wir selbst die Vergehenden sind, so als lie\u00dfe sich das, was gerne verborgen bleibt, nicht l\u00e4nger verheimlichen, der stets begleitende Ton des Verrinnens, die sich zusammenf\u00fcgende Symphonie unseres Ausklangs, der Abschied im Zentrum des Ungewissen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu jedem Herbst geh\u00f6rt ein Bild, auf dem in irgendeiner Weise (auch) die Sch\u00f6nheit des Verg\u00e4nglichen sichtbar wird, so auch die k\u00f6nigliche Illusionsperformance, wenn vor den eigenen Augen mattes Braun sich unter Sonneneinwirkung zu tiefem Gold entz\u00fcndet, und wenn die Erde beginnt, durch das auf sie gefallene Blattwerk den Geruch auszustr\u00f6men, der einen in allerlei [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-6208","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6208","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6208"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6208\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6212,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6208\/revisions\/6212"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6208"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6208"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6208"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}