{"id":6187,"date":"2018-10-09T08:04:53","date_gmt":"2018-10-09T08:04:53","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=6187"},"modified":"2018-10-09T08:04:53","modified_gmt":"2018-10-09T08:04:53","slug":"sinnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=6187","title":{"rendered":"sinnen"},"content":{"rendered":"<h5><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-6188\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181008_175111-e1539069543574-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181008_175111-e1539069543574-300x169.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181008_175111-e1539069543574-768x432.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181008_175111-e1539069543574-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-6189\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181009_090416-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181009_090416-300x169.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181009_090416-768x432.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181009_090416-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/h5>\n<h5>Das erste Bild oben zeigt ein paar gepresste Bl\u00fctenbl\u00e4tter, die ich am Pappboden einer B\u00fccherkiste vorgefunden habe. So vieles \u00dcberraschende gestaltet sich im Dunkel der Dinge selbst. Nicht alles wird gesehen, nicht alles wahrgenommen, und vor allem nicht alles photographiert. Ich f\u00fcrchte bzw f\u00fcrchtle mich vor der massiven Anh\u00e4ufung von Bildern und delete, so viel ich kann. Dann ist immer noch viel. Diese Bl\u00fctengruppierung gefiel mir gut, weil sie wie freie Akrobaten durch eine nicht existierende Luft fliegen. Die Leichtigkeit, mit der sie dem Betrachter erm\u00f6glichen, feste und gepresste Materie als schwerelos zu sehen. Na, und dann schaute ich heute nochmal hinein, vielmehr nahm den Karton, schon auf dem Weg zur Entsorgung, noch einmal mit, um nochmal ein Photo zu machen. Wie man sieht, konnte ich der Versuchung nicht widerstehen, hier auf eigene Faust mit zu gestalten und gleich noch ein paar weitere Fetzlein der Bl\u00fctenmasse zu integrieren. Ich bedaure ein wenig, dass daraus nun ein Sinnbild geworden ist, ja, wollte ich das? Nun kann man erkennen, was hier vor sich geht, zumindest an der Oberfl\u00e4che. Irgendwie habe ich das Gef\u00fchl, meiner Entdeckung den Eigen-Sinn geraubt zu haben. Der Flug wurde ge\u00e4ndert, nun ist es ein erkennbares Motiv. Ist das Original nun zerst\u00f6rt, oder ist es nur verwandelt. Oder kann beides einfach gleicherma\u00dfen nebeneinander stehen, jedes seinen eigenen Sinn machen, das eine einfach eine Bl\u00fctenakrobatik, das andere zB. eine Geschichte mit Hund, Kind und Vogel (und Eltern nat\u00fcrlich). Man k\u00f6nnte sich auch aus irgendeiner Ecke des Seins zu mir her\u00fcberlehnen und sagen: na, wenn Sie da f \u00fc r Zeit haben, prima. Und tats\u00e4chlich prima, dass ich daf\u00fcr Zeit habe, denn, wie wir wissen, steckt in jedem Bl\u00fctenblatt die ganze Menschheitsgeschichte, und vor allem f\u00fcr die, die Bl\u00fctenwissenschaft studiert haben mit der n\u00f6tigen Leidenschaft, das habe ich nicht, ich bin eher beruflich spielerisch unterwegs, unterm\u00e4uerchent mit klaren Ausrichtungen. Auch &#8218;Sinn&#8216; ist nicht mein Lieblingswort, auch nicht &#8217;sinnlos&#8220; oder &#8218;\u00fcbersinnlich&#8216;, dann schon eher sinnlich im Sinne einer Wahrnehmungfreude an allem Daseienden, wobei ja auch das Daseiende von einem selbst mitgeformt werden kann und wird. Der Wunsch, bewusst dabei zu sein, wenn das Weltgeschehen sich durch die eigene Kreativit\u00e4t\u00a0 entpuppt als die einzige Leseform, uns unserer Eigenart, also der Kunst, uns selbst zu sein, bewusst zu werden. In offiziellen und professionellen Zusammenh\u00e4ngen werden wir durch die Zusammenh\u00e4nge oft gezwungen, bestimmte Aspekte aus unserer Seinspalette zu aktivieren, um den jeweiligen Erfordernissen gerecht zu werden. Das erm\u00f6glicht nicht immer das Bei-mir sein. Auch das Beimirsein hat seine Grenzen und braucht zum Ausgleich das Gegen\u00fcber, durch das er oder sie erst sein oder ihr Anderssein gewahr wird. Das ist nur wichtig, wenn es einem als wesentlich erscheint\u00a0 und man bedenkt, wie &#8218;relativ&#8216; im wahrsten Sinn des Wortes alles ist.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das erste Bild oben zeigt ein paar gepresste Bl\u00fctenbl\u00e4tter, die ich am Pappboden einer B\u00fccherkiste vorgefunden habe. So vieles \u00dcberraschende gestaltet sich im Dunkel der Dinge selbst. Nicht alles wird gesehen, nicht alles wahrgenommen, und vor allem nicht alles photographiert. 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