{"id":5657,"date":"2018-07-13T07:49:52","date_gmt":"2018-07-13T07:49:52","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5657"},"modified":"2018-07-13T07:55:09","modified_gmt":"2018-07-13T07:55:09","slug":"blicken-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=5657","title":{"rendered":"blicken"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5643\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180705_174337-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"343\" height=\"343\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180705_174337-300x300.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180705_174337-150x150.jpg 150w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180705_174337-768x771.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180705_174337-365x365.jpg 365w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180705_174337-500x500.jpg 500w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/20180705_174337.jpg 989w\" sizes=\"auto, (max-width: 343px) 100vw, 343px\" \/><\/p>\n<h5>Die Blicke, die wir auf die Welt werfen, k\u00f6nnen sehr vielf\u00e4ltig sein. Ja, sie sind so vielf\u00e4ltig wie alle Blicke, die auf sie und das auf ihr ablaufende Drama gerichtet sind, das hei\u00dft: unfassbar und unz\u00e4hlbar, auch weil innerhalb eines einzelnen Systems die Blicke und ihre Winkel st\u00e4ndig wechseln. Andrerseits werden Menschen durch Menschen gerne in Gruppen ergr\u00fcndet, bejaht oder verneint, sodass das vermeintlich Verst\u00e4ndliche sich manifestieren kann als Beispiel des Verstandenen. Forschung findet auf allen Ebenen statt, denn jeder Anwesende ist mehr oder weniger im Zugzwang, zumindest die eigene Umgebung zu erforschen, um sich selbst ein Sinn zu sein. Auch das Sinnlose erobert R\u00e4ume, es kommt auf die Einstellung an. In einer Mail wurde mir vermittelt, dass dadurch, dass so viele in sozialen Netwerken\u00a0 das Repertoire an vorhandenen Bildern benutzen, also z.B. Emojis, man Aufschl\u00fcsse \u00fcber die Person erhalten kann. Klar. Denn auch hier kommt es auf den Blick an, der wiederum im Inneren durch die Einstellungen von Anfang an geformt wird. Dann gibt es weitfl\u00e4chige \u00dcbereinstimmungen, die mit Vorsicht zu betrachten sind. Donald Trump hat es wahrlich geschafft, aus vielen Menschen die vorhandene Dosis Emp\u00f6rung hervorzulocken, und es ist sicherlich sein Verdienst, dass keine Reporterstimme mehr ernsthaft mit ihm umgeht. Und trotzdem kann einem unwohl dabei werden und man l\u00e4sst es lieber ganz sein. Manchmal gen\u00fcgt es ja auch, dass man etwas einmal gr\u00fcndlich versteht, man muss es nicht immer wieder versuchen. Ich wehre mich auch gegen gefestigte Meinungen, dass die Welt eben so sei, wie sie ist. Aber wie ist sie denn? L\u00e4uft hier ein abgekartetes Weltprogramm, oder kommt nur auf originelle Weise zusammen, was halt so zusammenpasst? Subatomare Vorg\u00e4nge also, die in der Quantenphysik zu einer Erkenntnis getrieben haben, die als h\u00fctenswertes Geheimnis galt, n\u00e4mlich, dass es gar keine erforschbaren Ordnungen gab, sondern der Forscher sah nur die Bewegungen seines eigenen Blickes auf der subatomaren Ebene, die wiederum an Gedanken und innere Zust\u00e4nde gebunden sind. Das w\u00e4re doch mal eine sch\u00f6ne und unterhaltsame Verantwortung: Die Verantwortung des Blickes! Wie schaue ich \u00fcberhaupt nach drau\u00dfen, und wie h\u00e4ngt das mit meiner Innenschau zusammen, und wie bewusst ist mir mein Zustand, mit dem ich jedes vor mir auftauchende Bild f\u00e4rbe. Auch Harvey Weinstein bewegte sich in einer Welt, in der das, was er trieb, nicht als un\u00fcblich galt. Es ist ja kein neutraler Beobachter dabei, wenn Grenzen \u00fcberschritten werden. Auch Frauen sind oft nicht in der Lage, ihre Grenzen zu kennen. Und \u00fcberhaupt muss das, was generell so gro\u00dfz\u00fcgig als &#8222;Gef\u00fchle&#8220; gilt, immer mal \u00fcberpr\u00fcft werden. Denn da, wo unreflektierte S\u00fc\u00dfe lauert, liegt oft das Schwert, dem man gewachsen sein muss. Daher ist es ratsam, von den Lehrern abzulassen und den eigenen Lehrauftrag anzunehmen. Denn wenn die leidige Last des verwundeten Ichs freundlich behandelt wurde, die Mutter und der Vater halbwegs erfasst in ihrer Wirkung auf dieses Ich, dann kehrt man doch eines Tages zur\u00fcck in das Ungeteilte, das gleicherma\u00dfen vor und nach dem Geteilten liegt, d.h. vor der Sprache und &#8222;nach der Sprache&#8220;, was hier lediglich hei\u00dft, dass ich durch den verbalen Reflektionsprozess die Art und Weise meines Blickes erkennen kann, also das kostbare, pers\u00f6nliche Gut.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Blicke, die wir auf die Welt werfen, k\u00f6nnen sehr vielf\u00e4ltig sein. 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