{"id":5548,"date":"2018-06-25T09:03:47","date_gmt":"2018-06-25T09:03:47","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5548"},"modified":"2018-06-25T09:03:47","modified_gmt":"2018-06-25T09:03:47","slug":"kursieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=5548","title":{"rendered":"kursieren"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5549\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180623_102403-300x286.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"286\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180623_102403-300x286.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180623_102403-768x732.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180623_102403-1024x977.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180623_102403.jpg 1057w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-5550\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180625_100014-148x300.png\" alt=\"\" width=\"142\" height=\"288\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180625_100014-148x300.png 148w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180625_100014-504x1024.png 504w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180625_100014.png 523w\" sizes=\"auto, (max-width: 142px) 100vw, 142px\" \/><\/p>\n<h5>Der Mensch kursiert langsam aber stetig durch seine und ihre Geschichte, also wir durch unsere jeweiligen Anteile, und was uns als Wissen vermittelt wird, ist keineswegs bodenfest. Menschen, die sich gerne real oder pragmatisch nennen, zeigen dann gerne auf den n\u00e4chsten Tisch, den man nicht leugnen kann, seine reale Best\u00e4ndigkeit aber wohl, denn auch da findet st\u00e4ndig Ver\u00e4nderung statt, auch wenn sie f\u00fcr das schnelle Auge nicht sichtbar ist. Realer dagegen sind vermutlich bestimmte W\u00fcnsche und Vorstellungen, wie das Leben eines Menschen einigerma\u00dfen ertr\u00e4glich gestaltet werden kann, da es offensichtlich von vielen Menschen als eine B\u00fcrde empfunden wird, die oft genug ausweglose Z\u00fcge hat, obwohl auch klar ist, dass es immer und \u00fcberall ein gewisses Ma\u00df an freiem Handlungsraum gibt. Wo dieser nicht mehr existiert, sind die Gefahren nicht rechtzeitig erkannt worden. Diese Gedankeng\u00e4nge sind ja bekannt. Auch gibt es das Ph\u00e4nomen, dass die meisten Menschen . dh. wir uns alle, f\u00fcr &#8222;gut&#8220; halten, vielleicht sogar noch &#8222;frei&#8220;, was schon waghalsiger ist, wenn kein tieferes Reflektieren damit verbunden war und ist. Frei von was? Gut zu wem? In Indien habe ich mit einigem Interesse beobachtet, wie fasziniert die sehr emotionalen und argumentationsfreudigen Inder von der kontrastreichen emotionslosen K\u00fchle z.B. der JapanerInnen, ChineseInnen und KoreanerInnen waren, vor allem mit &#8222;-innen&#8220; hinten dran. Maskenhaft k\u00fchle Frauen, die an das digitale Zeitalter erinnern und daran, wie sie in ihren Kulturen schon zu ungeheuren Grenz\u00fcberschreitungen f\u00e4hig waren wie Geishas und gebundene F\u00fc\u00dfe, die ein Leben lang schmerzen. Als ich einmal im indischen Dorf mit einer jungen Chinesin ins Gespr\u00e4ch kam, war sie glaubw\u00fcrdig \u00fcberrascht dar\u00fcber, dass viele Menschen ihre Landsleute unheimlich finden und f\u00fcrchten. Sie schien von dem, was wir zu f\u00fcrchten meinen. nicht so viel erfahren zu haben. Gleichzeitig schreitet China sehr schnell voran in der Entwicklung k\u00fcnstlicher Intelligenz, weil es finanzielle Unterst\u00fctzung und keinerlei Widerst\u00e4nde dagegen gibt. W\u00e4hrend ich noch nach der Landung im Schock \u00fcber die neue Gesichtserkennungsmaschine am Flughafen durch das procedere taumelte und mich dies und jenes fragte, gehen die Chinesen vermutlich einfach voran, unbeschwert von der langen Liste der Vorstellungen, wie der Mensch sein k\u00f6nnte und sei, und was ihn zum Menschen macht und was nicht. Und was er ist, wenn er nicht Mensch ist, wie nennt man ihn dann? Und wer entscheidet? Vielleicht ist der Planet bereits ein (mehr oder minder) subtiles Kampfgebiet, wo sich durch die alchemischen und algoritmischen Gedankeng\u00e4nge aller Anwesenden entscheidet, wohin der Kurs f\u00fchren wird, auch wenn das wiederum kein neuer Gedanke ist. Es gilt ja inzwischen als harte Arbeit, herauszufinden, was und wer Mensch ist und was und wer nicht. Das kann einer alleine ja nicht entscheiden, denn paradoxerweise kann ich ohne Gegen\u00fcber gar nicht wissen, wer ich bin, und auch nicht, wer der oder die Andere ist. Und sollte der (ja auch nicht so pflegeleichte) Roboter der zuk\u00fcnftige, sterbefreie bzw. todlose Lebensabschnittsgef\u00e4hrte werden, gut, dann tanzen dennoch weiterhin die Atome und verrichten ihr meisterliches Werk, das wir zum Beispiel auch beim reichbestaunten Tor von Toni Kroos bewundern durften.<\/h5>\n<p>Das kleine Bild oben rechts ist ein Ausschnitt eines H\u00f6hlengemaldes, photographiert von Miguel \u00c1ngel de Arriba, Zeitmagazin vom 21. Juni 2018)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Mensch kursiert langsam aber stetig durch seine und ihre Geschichte, also wir durch unsere jeweiligen Anteile, und was uns als Wissen vermittelt wird, ist keineswegs bodenfest. 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