{"id":5515,"date":"2018-06-20T06:19:15","date_gmt":"2018-06-20T06:19:15","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5515"},"modified":"2018-06-20T17:59:56","modified_gmt":"2018-06-20T17:59:56","slug":"aepfel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=5515","title":{"rendered":"\u00c4pfel"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5508\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180617_105635-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"249\" height=\"443\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180617_105635-169x300.jpg 169w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180617_105635-768x1365.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180617_105635-576x1024.jpg 576w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180617_105635.jpg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 249px) 100vw, 249px\" \/><\/p>\n<h5>Gut, nochmal eine blasse Familienidee aus den mnemosynischen Tiefen, die manchmal die eigene Hand ins von einem selbst Unw\u00e4gbare f\u00fchren. Wer ist der Vater, wer die Mutter? Oder sind es die Geister eines Schreckensmomentes, tief vergraben in einem Winkel des inneren Irgendwo, einer Kniekehle des Seins? Oder trifft es genau ins Zentrum des Nus, als ich noch nicht geboren war, aber kurz vor meinem Eintritt in die Welt stand, und meine Mutter ersch\u00f6pft die steile Treppe des Arztes hinunterfiel und emp\u00f6rt war, dass man sich vor ihrer Wundbetreuung die besorgte Frage stellte, ob das Kind wohl in Ordnung ist oder Schaden davon getragen hatte.. Wie schnell kann dem Kind was passieren, das will man sich ja nicht ausmalen, oder doch ein bisschen ausmalen, in einem traumgleichen,\u00a0 bleichen Blau, man kann die Besorgnis um das Wohl des Kindes sp\u00fcren, vielleicht war sie, die Besorgnis, ja da, und vielleicht alle dann doch froh und erleichtert, dass es alles hatte, was es zum anfangen braucht. Vielleicht tauchen die Bilder auch bei mir vermehrt auf, weil ich unterwegs bin am Ort meiner Mutter, wo sie ihre letzten Jahre verbracht hat. Da leben einige ihrer Freunde noch, man hat sie gern gehabt und zu vielem eingeladen. Ich war dann am Schluss ihres Lebens \u00f6fters bei ihr, denn in der letzten Zeit eines Lebens kann f\u00fcr die Sterbenden und die Lebenden noch viel passieren. Keine Garantie niemals. Nachts kam, erz\u00e4hlte sie einmal, mein Vater sie besuchen und forderte sie zum Tanz auf. Aber ihre F\u00fc\u00dfe steckten fest im Gras, sie konnte nicht zu ihm gehen. Der Tod geht uns nichts an, sagt Epikur. Wenn wir da sind, ist er nicht da, und wenn e r\u00a0 da ist, sind wir nicht mehr da. Aber es gibt auch Weisheitslehren, die das ganze Leben als eine Vorbereitung auf den Tod sehen, wer k\u00f6nnte das bestreiten. Ich war auch beim Nachbereiten des Todes meiner Mutter viel Kritik ausgesetzt, weil ich kein Grab f\u00fcr sie wollte, wo ich weitere Jahre mich um die Grabpflege k\u00fcmmern muss. Es gibt wunderbare Friedh\u00f6fe, aber auch furchtbare. Es kommt auf die Verbindung an, die man hatte mit dem Menschen. Liebt man den Menschen, kann man trauern, aber man kann die Liebe nicht verlieren. Die Liebe ist hartn\u00e4ckig und treu. Ich fahre also einen Tag herum an diesem Ort, wo sie gelebt hat, und muss mich um ein St\u00fcck Erde k\u00fcmmern, das sie mir vermacht hat und das ich weitergeben m\u00f6chte, denn ich will kein St\u00fcck Erde besitzen. Ich war sogar bereit, es zu verschenken, aber jeder, den ich fragte, hatte schon ein St\u00fcck Erde, auf dem ihr Haus stand. Als meine Mutter es kaufte, das Land, war es als Bauland gedacht, dann wieder nicht. Nun ist es ein St\u00fcck Acker mit alten Apfelb\u00e4umen, wo vielleicht noch ein Imker ein paar Bienenst\u00f6cke hinstellen k\u00f6nnte. Wenn die \u00c4pfel reif sind, sind unsere \u00c4pfel hier im Garten auch reif. Jemand k\u00f6nnte dort Apfelsaft machen lassen aus ihnen. Aber alle, die ich fragte, hatten schon so viele \u00c4pfel und kamen vor lauter anderem Stress nicht mehr zum Apfelsaftmachen. Wen wundert&#8217;s.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gut, nochmal eine blasse Familienidee aus den mnemosynischen Tiefen, die manchmal die eigene Hand ins von einem selbst Unw\u00e4gbare f\u00fchren. Wer ist der Vater, wer die Mutter? Oder sind es die Geister eines Schreckensmomentes, tief vergraben in einem Winkel des inneren Irgendwo, einer Kniekehle des Seins? 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