{"id":5507,"date":"2018-06-19T05:13:55","date_gmt":"2018-06-19T05:13:55","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5507"},"modified":"2018-06-19T05:16:52","modified_gmt":"2018-06-19T05:16:52","slug":"anekdoten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=5507","title":{"rendered":"Anekdoten"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5509\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180617_110323-168x300.png\" alt=\"\" width=\"261\" height=\"466\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180617_110323-168x300.png 168w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180617_110323-768x1373.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180617_110323-573x1024.png 573w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180617_110323.png 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 261px) 100vw, 261px\" \/><\/p>\n<h5>Da schauen sie uns manchmal an, die fernen Geister, die wir oft nur aus Anekdoten kennen. Einmal sa\u00df ich am Steuer des Wagens meiner Mutter und chauffierte sie und ihre Freundin nach Ungarn, wo die Tochter der Freundin wohnte. Sie kannten sich alle schon l\u00e4nger, und im Auto fingen die Geschichten an. Auf einmal wurde ich hellh\u00f6rig. Sie sprachen \u00fcber meinen Vater, den ich nur aus den dunkel ged\u00e4mpften Lobeshymnen meiner Mutter kannte, denn er war ihrer Meinung nach ein Gott gewesen, den keiner mehr einholen konnte. Diese andre Frau da hinten kannte ihn, sie hatte mit ihm gesprochen, er war vor ihr gestanden undsoweiter. Es gelang mir, sie zu \u00fcberreden, mit mir in eine Therme zu gehen, um dort aus ihr herauszulocken, was an Erinnertem in ihr steckte. Es war auch nicht so viel mehr, eher ein bisschen weniger, lie\u00df ihn als Mensch angenehm erscheinen, nahm Schlange und Adler weg von der azurnen Einsamkeit, in die sie ihn geh\u00fcllt hatte, die Frau von meinem Vater, die uns T\u00f6chtern den Eindruck hinterlie\u00df, als h\u00e4tte sie gut und gerne die Tage mit Superman allein verbracht. Es machte ihr manchmal M\u00fche, sich an mich zu erinnern, als ich gelernt hatte, die Anekdoten ab und an zu unterbrechen und eine Frage nach mir selbst zu stellen, wo ich in all dem Trubel wohl war und wie es mir ging trotz der netten Hausangestellten, die wir auch hatten. Sie war erstaunt. Du? Oder dir? Wie es dir ging? Es ging dir doch noch gar nicht, denn du warst ja noch ein Kind. Gerade hat mir eine Frau erz\u00e4hlt, wie verbl\u00fcfft sie war, in einem Laden vor einem zweij\u00e4hrigen Zwillingspaar zu stehen, die sich vern\u00fcnftig und flie\u00dfend unterhalten konnten. Und dass Kinder die Zeichensprache schon sehr fr\u00fch beherrschen k\u00f6nnen, da sie Bewegung vor dem Wort wahrnehmen. Obwohl es oft nicht so aussieht, bewegt sich das kollektive Bewusstsein auch voran und man wei\u00df nun mehr \u00fcber das wache Erleben des Kindes, auch wenn man f\u00fcr dieses Wissen noch an bestimmte Orte gehen muss, wo so etwas Geheimnisvolles erforscht wird, oder man hat das Gl\u00fcck, dar\u00fcber informiert zu werden. Dass wir vom Leben nie getrennt und mit eigenem Wesen angekommen sind, auch wenn viele H\u00fcter-und H\u00fcterInnen (Eltern) davon nichts wissen oder nichts wissen wollen. Nun kommt es nat\u00fcrlich darauf an, dass man den Kleinen nicht dauernd die Tassen von anderen Schr\u00e4nken aufdr\u00e4ngt, so als h\u00e4tte ich nicht meine eigenen zur Verf\u00fcgung und wie viele m\u00fcssen sich wehren, wenn sie k\u00f6nnen, gegen die Ideen der W\u00e4chter, so als h\u00e4tten die ein St\u00fcck Land gepachtet und w\u00fcssten, was drauf w\u00e4chst. Andere werden st\u00e4ndig allein gelassen und d\u00fcrfen schreien, weil es die Lungen st\u00e4rken soll. In Indien sehe ich oft auch T\u00f6chter auf V\u00e4terarmen stolz durch die Gegend getragen werden. Man schm\u00fcckt sich rechtens mit ihnen. Kurz darauf, denn das dauert ja nicht so lange, bis erzogen wird, kurz darauf geht&#8217;s zur fremden Familie und dem fremden Mann, der nachschaut, ob er gut versorgt wird. Gut, ich bin vermutlich auch mal auf einem Vaterarm gesessen, wer wei\u00df. Die Anekdoten geben es nicht her. Man sagt, er wollte gerne T\u00f6chter. Aber wer wei\u00df schon, was er wirklich wollte. Er war ja erst 37 Jahre alt, als er starb.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da schauen sie uns manchmal an, die fernen Geister, die wir oft nur aus Anekdoten kennen. Einmal sa\u00df ich am Steuer des Wagens meiner Mutter und chauffierte sie und ihre Freundin nach Ungarn, wo die Tochter der Freundin wohnte. Sie kannten sich alle schon l\u00e4nger, und im Auto fingen die Geschichten an. 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