{"id":5496,"date":"2018-06-16T08:50:36","date_gmt":"2018-06-16T08:50:36","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5496"},"modified":"2018-06-16T11:58:09","modified_gmt":"2018-06-16T11:58:09","slug":"derdiedas-geist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=5496","title":{"rendered":"derdiedas Geist"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5497\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180615_181209-300x272.png\" alt=\"\" width=\"341\" height=\"309\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180615_181209-300x272.png 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180615_181209.png 332w\" sizes=\"auto, (max-width: 341px) 100vw, 341px\" \/><\/p>\n<h5>Das hat mich auch schon immer mal (am Rande) interessiert, wie eigentlich die Artikel zustande kamen. Wer hat jeweils entschieden, ob und warum (zum Beispiel) die Philosophie, die Mathematik, die Poesie, die Chemie, die Physik usw. alle weiblich sind, obwohl bis heute die schiere Wahrnehmung weiblicher Intelligenz unter den V\u00f6lkern\u00a0 immer noch Fragen aufwirft, die wenig Beantwortung finden. Sind die Wissenschaften etwa alle weiblich artikuliert, damit sie vom m\u00e4nnlichen Geist beackert werden k\u00f6nnen? Und dass der Geist einen m\u00e4nnlichen Artikel hat, ist mir auch erst neulich bewusst mal aufgegangen, n\u00e4mlich wie sehr das alles noch von religi\u00f6sen Vorstellungen untermauert ist, der Geist, das Geistige, wie kann das genderorientiert betrachtet werden! Die neuen Sprachen haben es auch nicht gebracht, denn bei aller Geschlechts-und Entwicklungsvielfalt bleiben bestimmte Fragen und Wahrnehmungen\u00a0 ungetr\u00fcbt und erfahren immer wieder neue Belebung, denn wer sagt, das R\u00e4tsel sei \u00fcberhaupt l\u00f6sbar, und wer sagt, es ginge letztendlich nur um des R\u00e4tsels L\u00f6sung. Ich sage das: es geht letztendlich nur um des R\u00e4tsels L\u00f6sung. Das ist dieselbe vertrackte Frage wie &#8222;Was ist Kunst?&#8220; Und doch, wenn ich mich nicht selbst an den Rand bringe und in den Schlund des ewig Undeutbaren schaue, und mich durch die Schauder der Wortfindung treibe und mir beibringe zu sehen, wie weit das Auge reicht,\u00a0 dann, ja dann, was denn dann? Bin ich selbst der unheimliche Urgrund, der sich manchmal einschleicht in meine Pinseleien, sodass der verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig kleine Raum, in dem da etwas stattfindet, sich hinausdehnt in das nicht mehr Sagbare, wo ich selbst erstarre in tiefer Betroffenheit \u00fcber das, was ich nicht von mir wusste, das helle Licht gleicherma\u00dfen wie die bedrohliche Dunkelheit. In den Jahren, als der Reinkarnationsgedanke f\u00fcr mich noch eine unantastbare Realit\u00e4t darstellte, waren bestimmte Ebenen von einer zeitlosen Leichtigkeit gepr\u00e4gt. Man konnte sich ein weiteres Dasein als Martial Arts T\u00e4nzerin vorstellen, oder mal ein Leben lang nur Urdu lernen, eine wunderbare Sprache f\u00fcr poetische Geister. Aber gut, weg mit den Phantasien, und her mit der zeitlosen Leichtigkeit und Schwere des Alltags, denn f\u00fcr die, die ich jetzt bin, wird es keine Wiederholung geben, jedenfalls nicht, soweit ich informiert bin, obwohl es in Indien auch daf\u00fcr eine Theorie gibt, von Wahrheitsanspr\u00fcchen gest\u00fctzt, n\u00e4mlich dass sich alles in gro\u00dfen Zirkeln immer um sich selbst dreht, und dass jede unserer Gesten wie von selbst kommen, da sie schon immer da waren. Vieles kann einem einleuchten. Es fragt sich nur, in wessen Hand die Lampe ruht. Bin ich interessiert, mir selbst eine Lampe zu sein oder halte ich immer Ausschau nach einem, der mir heimleuchtet und dem ich zugestehe, es besser zu wissen. Ich muss es ja auch nicht besser wissen wie jemand anderes, aber von mir selbst wei\u00df ich doch gerne, wie ich es sehe, und warum gerade so und nicht anders. Schlie\u00dflich ist heute Samstag. In Indien hat man mich gleich zu Anfang mal informiert, dass am Samstag in den H\u00e4usern gestritten wird. Da liegt, wenn man so will, was Saturnalisches in der Luft, das einem etwas aufzwingen will. Als seine Tempelform haben sie nur einen pechschwarzen Stein aufgestellt, der soll Angst machen vor den Samstagskr\u00e4ften. Vielleicht gibt es deswegen in Deutschland am Samstag so viel Kabarett, oder auch die Fu\u00dfballspiele, damit die schwarzen Energien kanalisiert werden in das verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig Harmlosere. Doch wer herrscht \u00fcber die Kanalisation. Man kann an die russische Puppe denken, wo hinter jedem Hacker noch ein Hacker sitzt, bis keiner mehr wei\u00df, wer auf wem herumhackt. Und weil Samstag ist und gleich die Stunde der Rasenm\u00e4her eingel\u00e4utet wird, zum Gl\u00fcck noch nicht von den Kirchenglocken, ja, da macht man sich gern aus dem Staube und f\u00e4hrt ein bisschen durchs Gr\u00fcne, statt immer nur im selben Gr\u00fcn zu sein.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das hat mich auch schon immer mal (am Rande) interessiert, wie eigentlich die Artikel zustande kamen. 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