{"id":5487,"date":"2018-06-15T08:39:40","date_gmt":"2018-06-15T08:39:40","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5487"},"modified":"2018-06-15T09:22:59","modified_gmt":"2018-06-15T09:22:59","slug":"leben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=5487","title":{"rendered":"leben"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5493\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180615_105649-300x270.jpg\" alt=\"\" width=\"348\" height=\"313\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180615_105649-300x270.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180615_105649-768x692.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180615_105649.jpg 942w\" sizes=\"auto, (max-width: 348px) 100vw, 348px\" \/><\/p>\n<h5>Man entwickelt ja dann mit der Zeit bestimmte Eigenschaften und Gewohnheiten, die einem dabei helfen, sich an das Leben zu gew\u00f6hnen. Fakt ist, dass man sich gar nicht an das Leben gew\u00f6hnen kann, man kann aber so tun, zum Beispiel, als w\u00e4re es schon immer so gewesen und w\u00fcrde auch so weitergehen, mehr oder weniger. Jetzt nimmt aber keiner das Leben so wahr wie man selbst. Das ist schon verbl\u00fcffend, wenn man bedenkt, von wie vielen Geschichten man selbst durchwoben ist, ein ganzes Universum, das st\u00e4ndig damit besch\u00e4ftigt ist, sich selbst zu ordnen und zurechtzufinden und zu schauen, ob es denn einen der eigenen Person entsprechenden Ort gibt, wo man M\u00f6glichkeiten des Aufenthaltes findet, damit die Fremdheit dem komplexen Labyrinth gegen\u00fcber etwas einged\u00e4mmt wird. Jede\/r, der es schafft, kommt ja hier an mit einem gewissen Recht, einer nat\u00fcrlichen Aufenthaltsgenehmigung, die allerdings auch Aufgaben mit sich bringt. Wenn man Worte findet f\u00fcr das, was einen bewegt, kann man sich einen Weg bahnen. Kommen die Worte aus dem inneren Think-Tank, transportiert einen die Neugier ziemlich m\u00fchelos in die Forschungsgebiete. Man hat ja, abgesehen vom Suizid, keine Wahl, aus eigener Entscheidung heraus auszutreten, ist daher unter einem Wahrnehmungsdruck, unter dem man dann \u00f6fters die Wahrnehmung mit dem verwechselt, was da ist. Au\u00dfer man sieht wirklich was da ist, das ist schwierig zu erfassen, weil es so einfach klingt. Was ist denn da? Was ben\u00f6tigt es, um Anwesenheit \u00fcberhaupt zu empfinden? Zum Training und zur Bew\u00e4ltigung dieses atomarischen Tanzes, in den man also eingebunden ist, werden ja am laufenden Band Instrumentarien angeboten, bei denen es hilfreich ist, sorgf\u00e4ltig zu w\u00e4hlen. Ich kann mich nicht grundlegend \u00e4ndern, aber ich kann richtungsweisend agieren und korrigieren, was mir nicht angemessen erscheint. Es ist ja das pure Wunder, dass wir Menschen uns \u00fcberhaupt verst\u00e4ndigen k\u00f6nnen, was noch nicht verstehen hei\u00dft, aber immerhin eine Sprache zur Verf\u00fcgung stellt. Es ist durchaus angebracht, wenn man in den Lebenselixierkursen au\u00dfer der Deutungshoheit noch die Gestaltungshoheit dazu nimmt. Zutrauen, und auch zumuten. Diese Gedanken kamen im Kontext eines Gespr\u00e4ches \u00fcber die Szene eines Figurentheaters, wo wir \u00fcberlegten, wie man vermittelt, dass eine Figur ins Leben tritt. Die Frage dazu: was versteht man denn selbst unter &#8222;Leben&#8220;, und wie w\u00fcrde man die Frage beantworten. Das, was man dauernd tut, leben, etwas, das dauernd da ist, bleibt, wieder verschwindet, konstant vom eigenen Atem bewegt, in der Verpflichtung seiner klugen Erhaltung, damit die Schatten, die zu bew\u00e4ltigen sind, nicht noch unn\u00f6tigerweise beschwert werden. Liebeslieder und Klagelieder singen, solange das Herz sie begehrt, denn sie lockern das Salz der Erde auf und machen das Erzeugte schmackhafter.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man entwickelt ja dann mit der Zeit bestimmte Eigenschaften und Gewohnheiten, die einem dabei helfen, sich an das Leben zu gew\u00f6hnen. Fakt ist, dass man sich gar nicht an das Leben gew\u00f6hnen kann, man kann aber so tun, zum Beispiel, als w\u00e4re es schon immer so gewesen und w\u00fcrde auch so weitergehen, mehr oder weniger. 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