{"id":5469,"date":"2018-06-12T08:26:40","date_gmt":"2018-06-12T08:26:40","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5469"},"modified":"2018-06-13T07:28:47","modified_gmt":"2018-06-13T07:28:47","slug":"5469","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=5469","title":{"rendered":"Weg"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5470\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180612_093500-300x259.png\" alt=\"\" width=\"351\" height=\"303\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180612_093500-300x259.png 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180612_093500-768x664.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180612_093500-1024x885.png 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180612_093500.png 1088w\" sizes=\"auto, (max-width: 351px) 100vw, 351px\" \/><\/p>\n<h5>So, wie man sich gerne mal individuell von der Masse trennt und trennen muss, obwohl man sehr wohl wei\u00df, dass man auch zu der Gro\u00dfgruppe Mensch geh\u00f6rt, so verbl\u00fcfft kann man auch bleiben, wenn man beobachtet, dass es eigentlich nur zwei grundlegende Seinsauffassungen gibt, mit denen wir Menschen vorangehen. Man kann das Leben einfach als einen Vorgang sehen, dem man nicht ausweichen kann und dem man permanent ausgesetzt ist. Stimmt ja auch in gewisser Weise, aber haupts\u00e4chlich kommt es darauf an, wenn ich mich f\u00fcr diese Richtung entscheide, wie ich die kreativen Kr\u00e4fte in mir in Gang setze, um den Umgang mit dem vorhandenen Material zu gestalten, und mit was ich ausgestattet bin bzw mich selbst ausgestattet habe, um das zu bewerkstelligen, und was mich daran hindert, das, was ich als mich selbst empfinde, in ein lebendiges Bild umzusetzen, in dessen Rahmen ich mich auch als der Mensch, als der ich mich empfinde, zeigen und bewegen kann. Nun kommt das nicht so h\u00e4ufig vor, und die Fragen, die sich hier dann langsam auftun, um die einem als R\u00e4tsel vorkommenden Ereignisse zu entschleiern, sind der Anfang dessen, was man schlicht als den &#8222;Weg&#8220; beschreibt. Vom Anfang unserer uns bekannten Weltgeschichte an gab es einen bestimmten Weg, der f\u00fcr diejenigen geeignet schien, die Fragen suchten auf bestimmte Antworten. Auch gab es immer schon weite und beschwerliche Reisen, die daf\u00fcr unternommen wurden, wenn einem etwa in der eigenen Kultur eine Begrenzung zu dominant erschien. Auch zwischen Indien und Deutschland gab es weit in die Zeiten hinein Verbindungen, ein Hin und Her an Interesse, ein ungl\u00e4ubiges und ein gl\u00e4ubiges Staunen \u00fcber Vorgefundenes, das einem einerseits in der Form\u00a0 so fremd war, und andrerseits den Geist, die Seele, das Ich, oder wie man es auch immer nennen wollte und will, eine also als Ganzes einzuh\u00fcllen schien in eine undeutbare Logik des Daseins, die gerade noch von Gottheiten unendlicher Vielfalt erfasst werden konnte. Es ist aber die Masse, die das wahrlich Undeutbare anbetet, und es sind Einzelne, die \u00fcber die Qualen und Abenteuer der Deutungsmechanismen letztendlich und vor allem nur sich selbst auf die Schliche kommen. Man pilgert dann gerne in Yogakurse, das schadet selten, ist aber auch keinerlei Garantie, f\u00fcr was, ja f\u00fcr was. Es schadet dem K\u00f6rper nicht, aber erweckt es deswegen schon den Geist und seine schlummernden Stapelungen? Verliert man auf dem Weg das sogenannte &#8222;gesunde&#8220; Ich, oder ist es m\u00f6glich, durch tapferes Wandern und Durchhalten auf dem Weg, eine gewisse Gesundung zu erreichen, hei\u00dft: gen\u00fcgend Bewusstseinssubstanz ist zugef\u00fchrt worden, um das Hungergespenst des W\u00fcnschens und Wollens in ein f\u00fcr mich selbst f\u00f6rderliches Ma\u00df zu bringen. Hier, wo das Interesse an der authentischen Wahrnehmung des eigenen, pers\u00f6nlichen Vorgehens und Damit-umgehens aktiviert wird, wird auch Hunger in tiefes Interesse und Staunen umgewandelt, denn die Vorg\u00e4nge sind nun h\u00f6chst lebendig und ringen einem immer wieder aufs Neue erfrischten Gewahrsam ab. Hier kann man sich auf nichts mehr verlassen als auf das, was da ist: man selbst, die anderen und der blaue Planet. Die B\u00fchne also, auf der sich t\u00e4glich das Zusammenspiel der Figuren enth\u00fcllt. Nur, um in der gro\u00dfen Bewegung im Flu\u00df bleiben zu k\u00f6nnen, gilt es, letztendlich auch den durchgeackerten Ich-Anker loszulassen, denn an diesem Punkt, der keinen Standort hat, kann Verbindung nicht mehr verloren gehen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So, wie man sich gerne mal individuell von der Masse trennt und trennen muss, obwohl man sehr wohl wei\u00df, dass man auch zu der Gro\u00dfgruppe Mensch geh\u00f6rt, so verbl\u00fcfft kann man auch bleiben, wenn man beobachtet, dass es eigentlich nur zwei grundlegende Seinsauffassungen gibt, mit denen wir Menschen vorangehen. 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