{"id":5459,"date":"2018-06-11T08:39:22","date_gmt":"2018-06-11T08:39:22","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5459"},"modified":"2018-06-11T11:00:20","modified_gmt":"2018-06-11T11:00:20","slug":"5459","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=5459","title":{"rendered":"bildlich"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5460\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180610_204213-207x300.jpg\" alt=\"\" width=\"292\" height=\"424\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180610_204213-207x300.jpg 207w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180610_204213.jpg 561w\" sizes=\"auto, (max-width: 292px) 100vw, 292px\" \/><\/p>\n<h5>Vor Kurzem hatte ich ja noch beim &#8222;Pinseln&#8220;, wie ich es nenne, und beim Einstieg und Auftragen der Farben vor, unter keinen Umst\u00e4nden den Formen und Gesichtern nachzugeben, die sich hier gro\u00dfz\u00fcgig der eigenen Sicht darbieten k\u00f6nnen wie verlockende Ges\u00e4nge der Sirenen,\u00a0 ein &#8222;hol mich heraus, lass mich leben, ja siehst du mich nicht (man musste mich nicht anbinden). Ich aber will zuerst einmal ein Feld erschaffen, aus dem heraus sich das zu Sehende bildet. Ob letztendlich das Abstrakte sein Siegel setzt oder die erzeugte oder zugelassene Form, so ist es doch immer das Bild an sich, das hier den jeweiligen Zugang bildet. Was sieht man, was ist man davon, und kann man etwas machen, was man nicht ist. Vielleicht ist die Kunst auch eine Gabe, \u00fcber den individuellen Weg, durch sich selbst, die Vielfalt der M\u00f6glichkeiten zu erkennen, denen man Ausdruck geben kann. Es ist unendlich. Ob man jede Form ist oder nicht ist, verliert hier die Deutung, denn ja, dann wiederum auch nicht, denn das Paradoxe ist auch eine bedeutende Zutat der Weltbeschaffenheitswahrnehmung (kann man nur im Deutschen machen). Die offen sichtlichen Erscheinungen k\u00f6nnen in ihren Ver\u00e4nderungen ja frappierend sein, aber es ist auch ein undurchdringbares Gewebe, ein st\u00e4ndig sich ver\u00e4ndernder Seinsteppich, in dem alle Anwesenden nur in beschr\u00e4nktem Ma\u00dfe das Ganze erfassen k\u00f6nnen. Doch auch das Ganze vollst\u00e4ndig zu erfassen ist m\u00f6glich, nur nicht mit denselben Mitteln und Methoden. Am Kern, also bei sich selbst, zu wohnen, erfordert eine gewisse Sichtfreiheit auf die Tatsache, dass der Strom bei allem Unterhaltungswert doch die Matrix des Illusion\u00e4ren darstellt, deren Spielregeln verstanden werden m\u00fcssen. Man kann sie verstehen. Wenn man ein paar Grundregeln beobachtet, gelernt und sich angeeignet hat, kann man, immer den Verh\u00e4ltnissen entsprechend, ein &#8222;gutes&#8220; Leben leben. Da das die meisten gern m\u00f6chten, wundert es nat\u00fcrlich, warum das nicht einfacher ist. Es i s t ja nicht einfach, es ist erst einmal hochkomplex. Das ist mir in den letzten Tagen klar geworden, auch wenn es t\u00f6nt wie eine\u00a0 Binse, n\u00e4mlich, dass jeder Ankommende eigentlich nur eines hat: er oder sie kann darauf achten, wie er oder sie das ganze Ding, mit dem man unterwegs ist, am besten schaukelt. Ich bin auch \u00fcberzeugt davon, dass jede\/r tut, was er\/sie kann, denn wenn wir es wirklich besser w\u00fcssten, w\u00fcrden wir es ja tun. Sich reichlich beschenkt und wunderbar f\u00fchlen, wer oder was h\u00e4lt davon ab? So erzeugen wir tats\u00e4chlich st\u00e4ndig und unaufh\u00f6rlich unser Weltbild, wir selbst das von uns erschaffene Weltbild. Deswegen ist es hilfreich, wenn man den Zugang zu der eigenen Kunst entdeckt und erforscht. Denn wir sind auch Teil eines gigantischen Zeugungsvorgangs, in dem die Chance, sich selbst als Ausdruck zu erfahren, ( in Existenz zu kommen durch das L\u00f6sen des eigenen R\u00e4tsels), ein Angebot ist, das man gestalten kann, wie man m\u00f6chte. Oder dass man das, was man m\u00f6chte, auch k\u00f6nnen muss.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor Kurzem hatte ich ja noch beim &#8222;Pinseln&#8220;, wie ich es nenne, und beim Einstieg und Auftragen der Farben vor, unter keinen Umst\u00e4nden den Formen und Gesichtern nachzugeben, die sich hier gro\u00dfz\u00fcgig der eigenen Sicht darbieten k\u00f6nnen wie verlockende Ges\u00e4nge der Sirenen,\u00a0 ein &#8222;hol mich heraus, lass mich leben, ja siehst du mich nicht (man [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-5459","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5459","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5459"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5459\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5467,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5459\/revisions\/5467"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5459"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5459"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5459"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}