{"id":5428,"date":"2018-06-07T07:59:39","date_gmt":"2018-06-07T07:59:39","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5428"},"modified":"2018-06-07T08:09:03","modified_gmt":"2018-06-07T08:09:03","slug":"sortieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=5428","title":{"rendered":"sortieren"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5429\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180607_090053-300x186.png\" alt=\"\" width=\"236\" height=\"146\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180607_090053-300x186.png 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180607_090053-768x477.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180607_090053-1024x636.png 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180607_090053.png 1614w\" sizes=\"auto, (max-width: 236px) 100vw, 236px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5430\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180607_090129-e1528355590431-172x300.jpg\" alt=\"\" width=\"172\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180607_090129-e1528355590431-172x300.jpg 172w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180607_090129-e1528355590431-768x1342.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180607_090129-e1528355590431-586x1024.jpg 586w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180607_090129-e1528355590431.jpg 1018w\" sizes=\"auto, (max-width: 172px) 100vw, 172px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5431\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180607_090224-300x208.jpg\" alt=\"\" width=\"205\" height=\"142\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180607_090224-300x208.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180607_090224-768x532.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180607_090224-1024x709.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/20180607_090224.jpg 1514w\" sizes=\"auto, (max-width: 205px) 100vw, 205px\" \/><\/p>\n<h5>Es gibt ja immer mal wieder diese Momente, wo man mal nachschauen will, was man so alles hat, der Kleiderschrank, die Schuhe, die Bettw\u00e4sche, die Collector Items, der Inhalt der immer sch\u00f6ner und stabiler werdenden Boxen, wo gutes und langes Lagern m\u00f6glich ist. Vieles h\u00e4ngt und liegt also im Verborgenen, wobei einige einem teuer gewordene Objekte drau\u00dfen stehen, obwohl sie einem meist genauso verborgen bleiben wie das Verborgene. Und dann die B\u00fccher. Die B\u00fccher stehen drau\u00dfen, und das Spannende einerseits, und andrerseits das Fatale an den B\u00fcchern ist, dass sie alle voll sind mit Gedanken, die sich Menschen so gemacht haben, \u00fcber das Leben, was sonst, man hat ja vor allem das eine, mit dem man umgehen muss. B\u00fccher spielen darin eine Hauptrolle. Ich bin nicht so durchtrainiert im R\u00fcckblicken (au\u00dfer wenn der Moment es fordert), aber ich erinnere mich sehr genau an das sehr fr\u00fch erfasste Gef\u00fchl der Hand, die \u00fcber B\u00fccher und Buchtitel gleitet, \u00fcber Sch\u00e4tze, die in weitgestreckter Zukunft lagen, da gab es kein absehbares Ende, es gab immer B\u00fccher (Agonie des Eros!) (Danke, Herr Byung Chul Han). Und jetzt gibt es sie immer noch. Man (ich) hatte das Gl\u00fcck, sie immer und immer wieder aus verschiedenen fruchtbaren Quellen herausnehmen zu k\u00f6nnen, bis klar war, was Finden ist. Langsam sammelte sich das an, was einem am meisten entsprach und enspricht. Zu Virginia Woolfs wunderbarem und wichtigem Titel &#8222;A room of one&#8217;s own&#8220;, wo sie daf\u00fcr pl\u00e4dierte, dass jede Frau ihr eigenes Zimmer haben sollte,\u00a0 f\u00fcge ich hinzu, dass es in so einem Zimmer einfach wunderbar ist, auf eine reiche und vielf\u00e4ltige Auswahl von B\u00fcchern schauen zu k\u00f6nnen, die man durchaus alle noch mal w\u00fcrde lesen k\u00f6nnen, h\u00e4tte man die Gelegenheit dazu. Was drinsteht, kann ja nicht wirklich verloren gehen. Die ungeheuerlich guten Gedanken, auf die man manchmal trifft, der Glanz der Formulierungen!, da dachte man doch recht oft, man k\u00f6nnte das nie vergessen. Aber man vergisst es, denn das eigene Denken ist ja bereits im Gange, und wer Freude hat am Denken, den l\u00e4sst es so leicht nicht los, oder man selbst das Denken, wenn es einem inzwischen gelungen ist, den Geist leicht und locker zu lassen, so als w\u00fcrde sich hier die Theorie des Relativen unvermittelt in Praxis umsetzen. Der Mensch kann nat\u00fcrlich nur \u00fcber d a s schreiben, was Menschen betrifft, oder was ein Mensch vorfindet, wenn er ankommt und alt genug ist, zur Feder zu greifen. Er will es oft gar nicht den Anderen erkl\u00e4ren, wie er es erf\u00e4hrt und niederschreibt, sondern er muss es sich selbst erkl\u00e4ren, denn sonst versteht er ja gar nicht, was ohne ihn und mit ihm und durch ihn (und nat\u00fcrlich sie) hier los ist. Es ist umwerfend, wie viele gute B\u00fccher es auf dieser Welt gibt. Ich bin gerade am Aussortieren, hei\u00dft: ich wollte mal sehen, ob es etwas zum Aussortieren gibt, also das Ganze auf die Essenz zusammenschmieden. Ich greife hier heraus und schau mal da rein, dann da und dort. Es ist, als lese bzw l\u00e4se ich in meinem eigenen Gehirn. Alles so vertraut, alles voller Themen, die mich immer noch besch\u00e4ftigen. Da wird mir eines klar. Das wird ja nie aufh\u00f6ren. Jede\/r, der ankommt, hat das ganze menschliche Gehirn zur Verf\u00fcgung und kann w\u00e4hlen, was ihn interessiert. Ich bin hochzufrieden mit meiner kleinen Bibliothek. Ein paar B\u00fccher habe ich dann doch herausnehmen k\u00f6nnen. Sie werden zu einer Installation im G\u00e4stezimmer geh\u00f6ren. Der Gast kann nehmen und lesen, aber der Bestand bleibt erhalten. Gute B\u00fccher! Kostbares Gut!<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt ja immer mal wieder diese Momente, wo man mal nachschauen will, was man so alles hat, der Kleiderschrank, die Schuhe, die Bettw\u00e4sche, die Collector Items, der Inhalt der immer sch\u00f6ner und stabiler werdenden Boxen, wo gutes und langes Lagern m\u00f6glich ist. 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