{"id":5342,"date":"2018-05-25T09:40:34","date_gmt":"2018-05-25T09:40:34","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5342"},"modified":"2018-05-26T16:50:33","modified_gmt":"2018-05-26T16:50:33","slug":"religioes-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=5342","title":{"rendered":"religi\u00f6s"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5343\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180523_192334-300x163.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"299\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180523_192334-300x163.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180523_192334-768x417.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180523_192334-1024x556.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180523_192334.jpg 1414w\" sizes=\"auto, (max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5344\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180524_170414-e1527237116306-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"301\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180524_170414-e1527237116306-169x300.jpg 169w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180524_170414-e1527237116306-768x1365.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180524_170414-e1527237116306-576x1024.jpg 576w\" sizes=\"auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>Meine Eltern geh\u00f6rten bewusst keiner Religion an, hatten aber auf dem entsprechend offiziellen Papier &#8222;gottgl\u00e4ubig&#8220; stehen, das schien mir immer mal wieder ein gut gel\u00f6stes Problem. Aber was hei\u00dft schon &#8222;gottgl\u00e4ubig&#8220;. Sicher ist, dass Liebe und Gott als Themen gelten, um die kontemplierende Menschen nicht herumkommen. Wenn ich heute an meine &#8222;mystischen&#8220; Erlebnisse denke, die ich in Indien zeitenweise unleugbar\u00a0 hatte, fallen mir jetzt noch Schleier von den Augen. Es war auch nicht n\u00f6tig, manche Visionen zu dekonstruieren, denn sie hatten ihren Platz und ihre Zeit, und jetzt denke ich: meine G\u00fcte, was man nicht alles sehen, denken und erleben kann, und man kann es auch nur so erleben, weil und wenn man im Moment des Geschehens keinen massiven Widerstand gegen das Erleben aufbaut. So entstehen Engel und Heilige usw. Und genau darin liegt die Gefahr. Jedes System muss, um zu \u00fcberleben, zu den selben Mitteln greifen wie andere Systeme. Etwas wird gl\u00fchend konzipiert (wie z.B.auch in Ehesystemen) und tr\u00e4gt einen vorw\u00e4rts und hinein in die Geschichten, dann kommt oft eine Zeit geistiger Gefangenschaft, in der man sich frei w\u00e4hnt, da man gew\u00e4hlt hat, was man f\u00fcr wahr und richtig hielt. Die Hauptsache ist, man bleibt nicht stehen, sondern h\u00e4lt Scheitern und Irren f\u00fcr m\u00f6glich, das eigene, ja, und auch das der Glaubenseinrichtungen mit ihren Phantasiegew\u00e4ndern, ihrem Pomp und ihrer Show, ihren Kl\u00f6stern und ihren Ashrams und ihren Galerien, wo sich regelm\u00e4\u00dfig und den Gesetzen der Wandlung entsprechend alles mal dagewesene Wissen langsam aber sicher manifestiert als das Vergessene und das Verlorene, das nur noch mit Kr\u00fccken und Seilen aufrecht erhalten werden kann. Das \u00e4ndert nichts an der Tatsache, dass die inneren Dialoge so wesentlich sind, auch wenn man daf\u00fcr streckenweise einen Gott w\u00e4hlt als lehrendes Gegen\u00fcber. Der als grenzenlos imaginierte, liebende Blick des (makelfreien) Vaters auf das Kind, in sowas kann man leicht steckenbleiben oder es mit einem lustvollen Fall auf die Kniee verbinden, wie ich es neulich in der Kathedrale beobachten konnte. Ich habe meine Gottgl\u00e4ubigkeit jenseits von Protestanten und Katholiken ausgelebt, wahrscheinlich, weil mir bei dem gro\u00dfen Verh\u00fcllungsr\u00e4tsel der indische Gott Shiva attraktiver vorkam in seiner Rolle als Yogi und einfallsreicher Erotiker als die grausame Leidensgeschichte des sogenannten Heilsbringers, dessen Followers einst so wenig geliked wurden, dass man ihnen gen\u00fcsslich beim Zerfleischtwerden zusah. Richtig, der lebendige Herumwanderer ist oft nicht die Lehre, aber offensichtlich brauchen wir die Lehre, zumindest um selbst entr\u00e4tseln zu k\u00f6nnen, wer man auf dem Weg ist oder sein will und letztendlich, wer man sein kann. Beim Sein-K\u00f6nnen ist man ja dann schon wieder allein in der Verantwortung, (wenn man bis da hin durchgehalten hat), denn wer um Himmelswillen k\u00f6nnte einem denn beibringen, wer man ist, auch wenn man h\u00f6chste Achtung empfindet f\u00fcr Seelsorger und Helfer. Das Helfen ist nicht jedermanns Sache und nicht jedermanns Aufgabe. Wer soll bestimmen, f\u00fcr was ich geeignet bin, ist doch letztendlich jeder Schritt, mag er auch noch so bewusst sein, im Ungewissen verankert. Im Ungewissen kann man auch seelenruhig seinen Anker auswerfen, denn da ist nichts, in was er sich verhaken kann. Daher auch weg mit dem Anker. Eintauchen in das frische, unbesprochene Element. Und wenn irgendwo, wie im rechten Bild oben, einem ein gewichtiger Satz begegnet, der Anderen sinnvoll erschien, ruhig mal denken: so ein Quatsch! &#8222;Mache dir ein Joch! (steht zB unter der Figur) Zu was soll das denn gut sein, egal in welchem Kontext. So ein Jahrhunderte von Jahren alter Schwachsinn! Beim fl\u00fcchtigen Vor\u00fcbergehen konnte ich das Photo nur verschwommen hinkriegen. Da schwimmt sie den Fluss hinunter, meine religi\u00f6s verbr\u00e4mte \u00dcberlenbensstrategienweste. Und ward nicht mehr gesehen.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Meine Eltern geh\u00f6rten bewusst keiner Religion an, hatten aber auf dem entsprechend offiziellen Papier &#8222;gottgl\u00e4ubig&#8220; stehen, das schien mir immer mal wieder ein gut gel\u00f6stes Problem. Aber was hei\u00dft schon &#8222;gottgl\u00e4ubig&#8220;. Sicher ist, dass Liebe und Gott als Themen gelten, um die kontemplierende Menschen nicht herumkommen. 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