{"id":5291,"date":"2018-05-19T09:18:12","date_gmt":"2018-05-19T09:18:12","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5291"},"modified":"2018-05-19T12:36:21","modified_gmt":"2018-05-19T12:36:21","slug":"schmerzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=5291","title":{"rendered":"schmerzen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5292\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180517_135248-156x300.jpg\" alt=\"\" width=\"205\" height=\"394\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180517_135248-156x300.jpg 156w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180517_135248.jpg 296w\" sizes=\"auto, (max-width: 205px) 100vw, 205px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5294\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180405_183927.jpg\" alt=\"\" width=\"103\" height=\"125\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>Ach ja, jetzt erinnere ich mich, wie es dazu kam, dass mir der Samstag so geeignet schien, mich gedanklich in phantasievolle Konstrukte zu st\u00fcrzen, was dem inneren Reichtum des Haushaltes auch nicht geschadet hat, denn es war die ad\u00e4quate Handhabung des Umfeldes, aus dem das permanente Dr\u00f6hnen des oder der Rasenm\u00e4her kam. Menschen, die selbst den Rasenm\u00e4her f\u00fchren, haben andere Erlebnisse als die, die nicht nur zuh\u00f6ren, sondern auch erkennen m\u00fcssen, dass hier nur ein aktiv gestalteter Fluchtweg ins Abseits einen selbst noch unterhalten kann. H\u00e4lt man zur Abwechslung die schon Donnerstag erschienene &#8222;Zeit&#8220; f\u00fcr ein geeignetes Ablenkungsman\u00f6ver, (also die Unterhaltung durch \u00e4u\u00dfere Anregung) f\u00fcr das man noch keine Zeit gefunden hatte, und bleibt an einem Artikel h\u00e4ngen, der einem interessant scheint, gelingt der Umschwung auch nicht viel besser. Zuerst fischt man also sorgf\u00e4ltig einen Teil heraus mit dem Artikel, den man zuerst lesen m\u00f6chte, weil der innere Kopf das Thema schon abgenickt hat, jaja, sehe ich auch so, wir sollten die Tiere nicht vermenschlichen und die Menschen nicht vertieren (eigene Formulierung). Und dass die Unterscheidungen grunds\u00e4tzlich interessanter sind, ist mir auch schon aufgefallen. Ich bl\u00e4ttere also weiter, wo ich etwas noch nicht wei\u00df, das kommt schnell. Es geht um die Beitr\u00e4ge von Tausenden von Teenagern, die auf Instagram Photos ihrer Selbstverletzungen posten. Einerseits wird es auch von Psychologen u.a. als ein Resonanzfeld f\u00fcr Schmerzen gesehen, kann also behilflich sein als Schmerzhilfegruppe. Kann aber auch, eben weil so viel Resonanz kommt,\u00a0 zu weiteren Verst\u00f6rungen\u00a0 und zu Suiziden kommen. Auch hier scheint erst einmal die Form ziemlich neu, die au\u00dfer dem ungeh\u00f6rten Schmerz auch noch andere (z.B. narzisstische oder exhibitionistische) St\u00f6rfaktoren mit sich bringen kann , denn ja, nach dem Erscheinen von Goethes &#8222;Die Leiden des jungen Werther&#8220; gab es wohl auch eine\u00a0 Selbstmordwelle. Dennoch scheint sich eine gewisse d\u00fcstere Begeisterung f\u00fcr Narben und Wunden breit zu machen, vielleicht auch, weil \u00fcber den Schmerzensweg eine gewisse Dopaminaussch\u00fcttung gew\u00e4hrleistet ist. Aber was steckt da noch alles dahinter au\u00dfer der Lust an neuen Wegen der Romantik. wenn junge Menschen mit der Rasierklinge auf ihren eigenen Knochen treffen m\u00fcssen, um etwas zu sp\u00fcren, und dann im Krankenhaus noch ein Wunden-Selfie machen f\u00fcr ihren Instagram-Account, wo eine riesige Truppe von Gleichgeritzen nach neuen Schreckensnachrichten s\u00fcchtelt. Gut, wenn es nur Sturm und Drang ist, sollten trotzdem auch Andere auf Zeichen achten, sodass das Leben zumindest noch weiter geht, bis man etwas mehr durchblickt. Wie achtet man auf Zeichen? Auch viele Durcht\u00e4towierte sparen schon auf das n\u00e4chste Design, solange noch Platz ist. Der T\u00e4towierer muss das Sp\u00fcren liefern, daf\u00fcr wird vieles gerne in Kauf genommen. Der k\u00fcnstlich aktivierte Schmerz wird durchlebt und bringt dann die gew\u00fcnschte Entspannung, in der sich das Gl\u00fcckshormon vor\u00fcbergehend tummelt. Aber wo liegt der eigentliche Schmerz, der immer schwerer zu erkenne ist, da immer mehr dr\u00fcbergeschminkt und gel\u00e4chelt wird. Wenn da noch ein halbwegs liebevoller und vern\u00fcnftiger Kontakt mit dem Zuhause existiert, ist immer noch alles m\u00f6glich. Aber was, wenn er nicht mehr da ist, obwohl es an Esswaren und Kleidung und eigenem Zimmer nicht mangelt? Wie gehen Menschen in den H\u00e4usern, die man &#8222;Privatsph\u00e4re&#8220; nennt, miteinander um? Die jugendlichen M\u00f6rder, die mit den Waffen ihrer Eltern unbeschreibliches Unheil anrichten, werden meist als so unauff\u00e4llig beschrieben, dass sich kaum jemand an sie erinnern kann. Bis sie ihre Umgebung dazu zwingen, sich an sie erinnern. Bei dem neuen Fall in Amerika sagte wohl der junge M\u00f6rder, dass er vorhatte, sich selbst zu t\u00f6ten, aber keinen Mut dazu hatte. Es ist schwer, als M\u00f6rder von 10 Menschen durch das Leben zu gehen. Das entsetzte Schweigen f\u00fchrt dann wohl oft in die Blumen-und Kerzenl\u00e4den.<\/h5>\n<p>Auf meinem gepinselten Bild kann man, wie meistens von mir gew\u00fcnscht, sehen, was man m\u00f6chte. (Was, und wie ich sehe, kann ich leider nicht \u00fcbertragen.) Das kleine Bild rechts zeigt eine Wunde, die ich vor Kurzem photographiert habe. Erst heute habe ich gesehen, dass sie aussieht wie ein Auge.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Ach ja, jetzt erinnere ich mich, wie es dazu kam, dass mir der Samstag so geeignet schien, mich gedanklich in phantasievolle Konstrukte zu st\u00fcrzen, was dem inneren Reichtum des Haushaltes auch nicht geschadet hat, denn es war die ad\u00e4quate Handhabung des Umfeldes, aus dem das permanente Dr\u00f6hnen des oder der Rasenm\u00e4her kam. 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