{"id":5265,"date":"2018-05-14T08:34:41","date_gmt":"2018-05-14T08:34:41","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5265"},"modified":"2018-05-14T08:36:33","modified_gmt":"2018-05-14T08:36:33","slug":"raetseln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=5265","title":{"rendered":"r\u00e4tseln"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5266\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180514_091410-300x227.jpg\" alt=\"\" width=\"422\" height=\"319\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180514_091410-300x227.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180514_091410-768x582.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180514_091410-1024x776.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180514_091410.jpg 1310w\" sizes=\"auto, (max-width: 422px) 100vw, 422px\" \/><\/p>\n<h5>Seit vielen Jahren kenne ich dieses Herumr\u00e4tseln, alleine oder mit Anderen, \u00fcber unsere Zeit, und man konnte stets diese zwei Meinungen vorfinden, n\u00e4mlich, dass es &#8222;schon immer so war&#8220;, oder dass es eine &#8222;ganz besondere Zeit&#8220; ist, in der Dinge geschehen, die wir alle aus der Menschheitsgeschichte (noch) nicht kennen. Wir wissen auch von fernen und versunkenen Kulturen, in denen eine hohe Form meisterhafter Technik existierte, also das digitale Zeitalter, das jetzt die Gesellschaft beherrscht, bzw besch\u00e4ftigt, auch nur eine weitere Entwicklung der Dinge ist, wie sie sich eben jedem Menschen in der eigenen Lebenszeit anbietet. Auffallend ist auf jeden Fall, dass das ganze Menschheitsgebilde eine Neigung zum Mehr hat, immer mehr, mehr Menschen, mehr Autos, mehr Gewalt usw., sodass eher die Frage auftaucht, wie dieser ganze Aufschwung zu d\u00e4mmen und zu ordnen ist. Da es aber gleichzeitig eine starke Neigung hin zur Ich-Erf\u00fcllung gibt, werden die Kommunikationswege immer isolierter, auch wenn es aussieht wie das Gegenteil. Es sieht auch so aus, als h\u00e4tten die meisten Menschen, vor allem im Westen, grenzenlose Kost\u00fcmfreiheit. Wer kann sich hier noch wundern? Was wundert, ist, dass auch hier nicht wirklich Individualit\u00e4t auftaucht, sondern eher eine perfekte Gleichstellung mit wilden Stammeszeichen -und ritualen. In manchen Kulturen, Indien zum Beispiel, dient das Selfie als Erkennungsmarke eigener\u00a0 Ich-Wahrnehmung. Es kann ein \u00dcbergang sein oder eine Sucht werden, das h\u00e4ngt von vielen Faktoren ab. Weil es dieses unendlich erscheinende Viel gibt, taucht gleichzeitig und der kosmischen Logik folgend, das Gegengewicht auf, n\u00e4mlich die Kernfragen wie: wer bin ich eigentlich. Das war mal eine Frage, die geistig hoch angelegt war, denn die Antwort ist schwierig macht viel Arbeit, ist also zeitaufwendig. Aber die Antworten werden nun von Einzelnen gebraucht, denn es muss dringend entschieden werden in jedem einzelnen Leben, ob ich die Welt sehe als eine Art Mutterbrust, an der ich zu saugen berechtigt bin bis an das Grab, so als h\u00e4tte es sich als menschlich f\u00f6rderlich erwiesen, den Reifeprozess zu \u00fcberspringen, und so als w\u00e4re ich irgendwo stecken geblieben, wo es nichts anderes zu geben scheint als das Recht der pers\u00f6nlichen S\u00e4ttigung. Wann ist ein Mensch satt? Wann tritt \u00dcbers\u00e4ttigung ein? Von unserer eigenen Kultur kennen wir es doch: wenn alles da ist, was der Mensch braucht und was er sich \u00fcberhaupt vorstellen kann, dann erst wird ja klar, dass man die Verantwortung f\u00fcr die\u00a0 Grenzsetzung selber hat. Ich nenne das meistens &#8222;Konturen&#8220; statt Grenzen, weil es beweglicher ist. Wann wird etwas zu etwas anderem? Wann und wie hat das angefangen, dass aus deutschen B\u00fcrgern, die sich sicher alle f\u00fcr brav hielten, kalte und hemmungslose M\u00f6rder wurden. Ja, nicht alle, aber viel zu viele.Wussten sie von diesen Trieben, bevor sie jemand f\u00fcr geeignet hielt, unsagbare Pflichten auszu\u00fcben, so als g\u00e4be es keinen humanen Gradmesser mehr. Genau an solchen Punkten der Irrnis und Wirrnis, wenn man m\u00fcde wird, der politischen Clownerie zuzuschauen, und auch selbst keine durchschlagenden L\u00f6sungen parat hat, f\u00e4llt mir der indische Vorschlag ein f\u00fcr diese Zeit. F\u00fcr sie ist die Zeit ja ein Rad, ein Kreislauf, in dem verschiedene Zeiten immer wiederkehren, und f\u00fcr diese hier sagt man: schau dich selbst an. Jede\/r kann sich selbst anschauen, das ist kein Geheimnis mehr. Ob ich das in Anspruch nehme, h\u00e4ngt von mir ab. Obwohl es oft nicht so aussieht, haben wir doch alle einen gewissen Radius der Handelsfreiheit zur Verf\u00fcgung. Es kommt nur darauf an, wohin ich meine Aufmerksamkeit lenke, wie ich mit meinem Energiehaushalt umgehe, und dass ich m\u00f6glichst wenig Schaden anrichte, bzw merke, wenn ich es tue. Und dann nat\u00fcrlich (psst! das verborgene Thema Liebe), denn daran h\u00e4ngt wiederum der Humor, und ohne Humor und ohne herzliches Lachen, o nein, das w\u00e4re zu schrecklich! Schlie\u00dflich sitzen wir alle gemeinsam im H\u00f6rsaal der Menschwerdung, und noch tr\u00e4gt keiner die erhabene Zauberm\u00fctze.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit vielen Jahren kenne ich dieses Herumr\u00e4tseln, alleine oder mit Anderen, \u00fcber unsere Zeit, und man konnte stets diese zwei Meinungen vorfinden, n\u00e4mlich, dass es &#8222;schon immer so war&#8220;, oder dass es eine &#8222;ganz besondere Zeit&#8220; ist, in der Dinge geschehen, die wir alle aus der Menschheitsgeschichte (noch) nicht kennen. 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