{"id":5170,"date":"2018-05-02T08:12:02","date_gmt":"2018-05-02T08:12:02","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5170"},"modified":"2018-05-02T08:12:02","modified_gmt":"2018-05-02T08:12:02","slug":"herz-eigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=5170","title":{"rendered":"herz-eigen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-5171\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180501_155357-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"407\" height=\"229\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180501_155357-300x169.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180501_155357-768x432.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180501_155357-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 407px) 100vw, 407px\" \/><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-5172\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180502_091452-300x35.jpg\" alt=\"\" width=\"403\" height=\"47\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180502_091452-300x35.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180502_091452-768x90.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180502_091452-1024x120.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180502_091452.jpg 1417w\" sizes=\"auto, (max-width: 403px) 100vw, 403px\" \/><\/p>\n<h5>Schon ein paar Jahre h\u00e4ngt an meiner T\u00fcr aus Glas ein starkes St\u00fcck Papier, auf dem steht, von au\u00dfen lesbar &#8222;Wortfindungsamt&#8220;, und nach innen &#8222;Sprache f\u00fcr die Sprachlosigkeit&#8220;. Es f\u00e4llt mir nicht schwer, f\u00fcr dieses Amt zu arbeiten, da ich die Worte selber zusammengeklaubt habe, um meiner Lebensart wieder mal eine Facette Beruflichkeit mehr dazu zu f\u00fcgen. Das Wort und seine potentiellen M\u00f6glichkeiten spielen in meinem Leben eine kreative und reichhaltige Rolle. Worte haben mich auch aus den Tiefen der Nacht herausgerufen und wieder hineingeleitet und hindurchbegleitet, sodass ich das Dunkel nicht so sehr als eine Finsternis empfand, sondern eher als eine Pr\u00fcfung f\u00fcr starke Gem\u00fcter. Was wird einem nicht alles zugemutet, bis man den Wert der Zumutung erkennt und damit die Beschaffenheit des ureigenen Schicksals, dessen Seinsdichte von keinem Anderen genutzt und benutzt werden kann. Die W\u00fcrde des Menschen ist in der Tat unantastbar, auch wenn sie oft genug antastbar erscheint. Die Worte sagen aus, sie erschaffen Bilder und Geschichten mit einer Schnelligkeit, die keine Maschine toppen und stoppen kann. Was Maschinen k\u00f6nnen, kann ja auch aus einer bestimmten Perspektive her ziemlich l\u00e4cherlich sein im Vergleich zu den endlos sich kombinierenden Wundern, die allein das Bewusstsein t\u00e4glich unter Menschen hervorbringt. Man geht ja oft davon aus, dass alle ihren Wortschatz beieinander haben und\u00a0 damit ihre herz-eigenen Auftritte choreographieren k\u00f6nnen, aber nein, was ich geschrieben sah, hie\u00df gar nicht &#8222;herz-eigen&#8220;, sondern herzeigen (zeigt her eure F\u00fc\u00dfe usw). Mir wurde hier also genau das richtige Wort, wenn auch in meinem Sinn, zugespielt, das ich brauchte, um zu sagen, dass eben nicht alle Menschen ihre herz-eigene Sprache haben und damit ihren eigenen Ausdruck, sondern oft fehlen einem die Worte. Man kann sie in sich selbst suchen und muss sie nicht erfinden, denn sie sind da. Nun gilt es und gelingt nur \u00fcber das F\u00fchlen, Wort und Bild zusammen zu f\u00fcgen, sodass die atmosph\u00e4rische Struktur des Raumes ein angenehmes Beieinander zul\u00e4sst. Dass Sprache und Liebe zusammen unschlagbar sind, l\u00e4sst sich nicht bezweifeln. Und obwohl sich auch nicht bezweifeln l\u00e4sst, dass die stillende Ruhe der Liebe wesentlich ist, so ist das Suchen und Finden der Worte, um einander das Verborgene sichtbar zu machen, der andere Teil des Wesens. Wer f\u00fchlen will, muss nicht unbedingt reden, aber wer wissen will, was gef\u00fchlt wird, kommt um das Wort nicht herum. Nicht immer muss man auch wissen wollen, aber man braucht unbedingt eine Sprache f\u00fcr die Sprachlosigkeit. So konnte ich schon am fr\u00fchen Morgen durch einen fl\u00fcchtigen Blick , der sich von selbst konzentrierte, als er in einem Glanzmagazin, dass mir zum Durchschauen gegeben wurde, auf das Wort traf und es meinem Wortschatz hinzuf\u00fcgen konnte: herz-eigen. Es empfiehlt sich also, den Augen zu trauen. Die Blumen auf dem Bild, die gerade bei uns ihre Pracht entfalten, stehen f\u00fcr das Wort: sch\u00f6n.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon ein paar Jahre h\u00e4ngt an meiner T\u00fcr aus Glas ein starkes St\u00fcck Papier, auf dem steht, von au\u00dfen lesbar &#8222;Wortfindungsamt&#8220;, und nach innen &#8222;Sprache f\u00fcr die Sprachlosigkeit&#8220;. 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