{"id":5116,"date":"2018-04-24T08:30:33","date_gmt":"2018-04-24T08:30:33","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5116"},"modified":"2018-04-24T08:39:40","modified_gmt":"2018-04-24T08:39:40","slug":"5116","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=5116","title":{"rendered":"Profil"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5119\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180423_185444-300x258.jpg\" alt=\"\" width=\"352\" height=\"303\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180423_185444-300x258.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180423_185444-768x662.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180423_185444-1024x882.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180423_185444.jpg 1163w\" sizes=\"auto, (max-width: 352px) 100vw, 352px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5118\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180423_170725-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180423_170725-169x300.jpg 169w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180423_170725-768x1365.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180423_170725-576x1024.jpg 576w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180423_170725.jpg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5117\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180423_170615-e1524555032372-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180423_170615-e1524555032372-169x300.jpg 169w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180423_170615-e1524555032372-768x1365.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180423_170615-e1524555032372-576x1024.jpg 576w\" sizes=\"auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><\/p>\n<h5>Dieses Profil zum Beispiel ist von selbst entstanden, sp\u00e4ter habe ich die roten Linien dazugef\u00fcgt. Als ich das Gesicht entdeckte, war der Rest des Bildes schon fast &#8222;fertig&#8220;, hei\u00dft: hatte die gewisse Ausgewogenheit, die einen bef\u00e4higt, den n\u00e4chsten Schritt zu tun oder noch ein weiteres Gebilde zu pinseln, das sich innerhalb seiner eigenen Mysterien im Raum bewegt. Oder wie bei einem Kind oder einem Tier, das man genug geh\u00fctet hat, um es verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig unbesorgt in die Freiheit zu entlassen. Hier aber passte auf einmal das schon Erarbeitete nicht mehr zusammen mit dem Von-selbst Entstandenen. Wem die F\u00fchrung \u00fcberlassen? Ich entschied, dem Profil die F\u00fchrung zu \u00fcberlassen. Zuerst erschien es mir als ein eher m\u00e4nnliches Antlitz, in einer and\u00e4chtigen Haltung. Jetzt musste ich aber den Rest des Bildes umpolen, wodurch die weiblichen Z\u00fcge mehr zum Vorschein kamen, da meine darunter liegende Architektur nun zum Haupthaargebilde des Wesens wurde. Mir gef\u00e4llt diese hingegebene Haltung, die aus dem Inneren zu kommen scheint. Allerdings kann man den roten Faden auch als eine Blutspur sehen, was andere Sichtm\u00f6glichkeiten zul\u00e4sst. Man muss erkennen, dass man selbst auch jedes Mal etwas anderes sieht, weil man immer den eigenen Zustand bedenken muss, mit dem man etwas oder jemanden betrachtet, und der die Wahrnehmung des Auges bestimmt. Die Entscheidung, diese Form des Bildes heute auf diese Weise in meiner eigenen Bildbetrachtung zu pr\u00e4sentieren, war geleitet von meinem Interesse an dem Ph\u00e4nomen des F\u00fchlens. Worte wie &#8222;f\u00fchlen&#8220; sind ja derart \u00fcberbelastet im neuen, medialen Rausch und Reich der Redseligkeit, wo mal wirklich fast jede\/r ein Fenster besitzt hinaus in die weite Welt, wohinein man bedenkenlos seine Meinungen sch\u00fctten kann, weil man noch nicht dazu kam, die Folgen zu verstehen, und dass man Gaben des Menschseins auch missbrauchen kann. Nur: da ist eine Freiheit, die bedenkenswert i s t. Das betrifft vor allem einen selbst. Ja, was ist (das) F\u00fchlen? In Indien zum Beispiel erlebe ich manchmal, dass ich mich gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfig mit dem ganzen Dorf verbunden f\u00fchle, vielleicht durch eine sch\u00f6ne Musik, die wir alle gleichzeitig h\u00f6ren und die so oft und bei den meisten eine ganz gewisse Verbundenheit hervorruft, die die Einzelnen m\u00fchelos zusammenbindet. Es kann also auch die Verbindung mit dem Kollektiv sein, die einen gemeinsamen Freiraum erschafft, wobei das ziemlich viele Gefahren birgt, wie wir wissen. Genauso gef\u00e4hrlich kann allerdings auch die vorherrschende Besch\u00e4ftigung mit dem eigenen Ich sein, so f\u00f6rderlich es auch f\u00fcr die notwendige Strecke sein mag. Irgendwann kommt die Bewegung auf, sich von der Selbstbetrachtung insofern zu entfernen, dass man den ber\u00fchmten Schritt wagt in die , ja, wie soll ich das jetzt ausdr\u00fccken, wenn ich wei\u00df, wie schnell ein Missverst\u00e4ndnis auch in einem selbst entstehen kann, also in die Selbstbetrachtung an sich, die Betrachtung Selbstsein, das Selbst sich selbst betrachtend als das Ungeteilte, oder vielleicht auch gar nicht mehr aktiv betrachtend, sondern eher wahrnehmend drin sein im Unbestimmbaren. So, das war jetzt mal sehr kurz erfrischend in seiner eigenen Melodie, und hat nat\u00fcrlich leider gar nicht kl\u00e4ren k\u00f6nnen, was ich ganz pers\u00f6nlich durch das Profil, siehe oben, f\u00fchle, aber da ist auf jeden Fall etwas, mit was ich mich verbinden kann. Verbundenheit. Vielleicht sogar Liebe.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieses Profil zum Beispiel ist von selbst entstanden, sp\u00e4ter habe ich die roten Linien dazugef\u00fcgt. 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