{"id":5108,"date":"2018-04-23T09:17:56","date_gmt":"2018-04-23T09:17:56","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5108"},"modified":"2018-04-23T09:25:36","modified_gmt":"2018-04-23T09:25:36","slug":"ausloten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=5108","title":{"rendered":"ausloten"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5109\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180423_095843-98x300.png\" alt=\"\" width=\"140\" height=\"429\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180423_095843-98x300.png 98w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180423_095843-334x1024.png 334w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180423_095843.png 535w\" sizes=\"auto, (max-width: 140px) 100vw, 140px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5111\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180423_110611-244x300.png\" alt=\"\" width=\"347\" height=\"428\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180423_110611-244x300.png 244w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180423_110611.png 473w\" sizes=\"auto, (max-width: 347px) 100vw, 347px\" \/><\/p>\n<h5>Mit allen uns gegebenen oder von uns herbeigerufenen Erfahrungen sind wir, zumindest erst einmal, allein. In den sch\u00f6nen Worten &#8222;allein&#8220;, hier im Sinne von Einssein mit dem All, und &#8222;einsam&#8220;, hier im Sinne von &#8222;ein Same sein&#8220;, also etwas, aus dem heraus sich eigenes Sein noch entfalten muss und kann, liegt gleicherma\u00dfen\u00a0 auch die Schwermut, die das Getrenntsein hervorbringt, etwa durch das Fehlen an Schutz und Unterst\u00fctzung (in der Kindheit), wenn mir \u00fcber die vielen Nuancen des F\u00fchlens als Zuneigung und Wohlwollen nicht genug Erfahrung vermittelt wurde. Da totales Getrenntsein nicht wirklich m\u00f6glich ist, kann man mit der emotionalen Verlagerung der Verbindung auf das eigene Ich zumindest das Alleinsein erforschen, vor allem, wenn man darin eine Weile gar nicht gest\u00f6rt wird. Wenn in dieser Einsamkeit, die verdammt kalt werden kann, noch ein F\u00fcnkchen Lebensglut ist, kann die Flamme jederzeit entfacht werden. Menschen, die die Einsamkeit kennen und lieben gelernt haben, wissen, dass es schwer ist, diese Verpuppung, wenn gelungen, zu anderer Zeit wieder zu durchbrechen, um aus dem Konstrukt der Selbstgen\u00fcgsamkeit\u00a0 heraus zu finden, ja wie denn? Dann erst kommen doch die Anderen ins Spiel. Was machen die denn da? Spielen sie auch ihr eigenes Spiel, oder sind sie verhakelt und verh\u00e4kelt in den Spielen der Anderen. Wer sind \u00fcberhaupt &#8222;die Anderen&#8220;? Notgedrungenerweise muss ich an dieser Stelle das Spiel durch mich selbst er\u00f6ffnen, sonst kann man nicht erwarten, dass sich mein Qualit\u00e4tsanspruch automatisch vor mir ausbreitet wie ein kostbarer Perserteppich.Es geht hier nicht darum, gesellschaftlich einen guten Eindruck zu machen, so angenehm das in anderen Kontexten auch sein mag, sondern es geht u.a. darum, der Realit\u00e4t eines\u00a0 anderen Wesens gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfig zugeneigt zu sein, sodass die nun konzentrierten, aber naturgem\u00e4\u00df beschr\u00e4nkten pers\u00f6nlichen Ansichten erweitert werden k\u00f6nnen. (Der Gang durch den Steinbruch). In diesem Bereich spielt die Sprache eine wesentliche Rolle, denn sie f\u00fchrt nicht nur zu den Anderen, sondern auch zur Welt und, in Form von Gedanken, Reflektionen und Kontemplationen, zu einem selbst zur\u00fcck. Ich muss den eigenen Blick auf das ganze Vorhandene schulen, sonst kann ich mein eigenes Sein (und Spiel) darin ja gar nicht erfassen, dann auch nicht die Existenz der Anderen souver\u00e4n zulassen. Wer ist verantwortlich f\u00fcr die Erzeugung des Frei-Raums, der die Anwesenheit der Liebe erst erm\u00f6glicht? Das Ankommen bei sich selbst erm\u00f6glicht doch erst den Zugang zu den paar Gef\u00fchlen, die uns erm\u00f6glicht sind, von einsamer Spitze bis zu tiefster Atementspannung. Und:wie sollte man ohne die besten und tiefsch\u00fcrfendsten Geister unter den Menschen geschult werden? Bis es Zeit ist, das eigene Sein auszuloten.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit allen uns gegebenen oder von uns herbeigerufenen Erfahrungen sind wir, zumindest erst einmal, allein. 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