{"id":5002,"date":"2018-04-05T08:43:03","date_gmt":"2018-04-05T08:43:03","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=5002"},"modified":"2018-04-05T08:50:29","modified_gmt":"2018-04-05T08:50:29","slug":"das-zuhause","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=5002","title":{"rendered":"das Zuhause"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5003\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180405_093127-228x300.png\" alt=\"\" width=\"228\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180405_093127-228x300.png 228w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180405_093127-768x1012.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180405_093127-777x1024.png 777w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180405_093127.png 1056w\" sizes=\"auto, (max-width: 228px) 100vw, 228px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5004\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180405_093319-133x300.png\" alt=\"\" width=\"133\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180405_093319-133x300.png 133w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180405_093319-453x1024.png 453w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180405_093319.png 479w\" sizes=\"auto, (max-width: 133px) 100vw, 133px\" \/><\/p>\n<h5>Die Tatsache, dass ich mich in einer fremden Kultur genauso lange aufgehalten habe wie in meiner eigenen Kultur, war sicherlich hilfreich in meiner langj\u00e4hrigen Ausrichtung, hier eine Synthese herzustellen, von der Definition her philosophisch und alchemisch gesehen. Ich freue mich auch dar\u00fcber, dass sich zur Zeit das Leben so vieler Menschen in zwei Kulturen abspielt, wenn auch oft notgedrungen und gezwungenerma\u00dfen durch die Umst\u00e4nde, sehe aber darin zumindest f\u00fcr manche, die das bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen, eine gute Chance f\u00fcr ihre eigene Entwicklung. Erf\u00e4hrt man Menschen aus anderen V\u00f6lkern durch die Bereitschaft tiefer, freundschaftlicher Beziehungen als unter gleichen, guten Bedingungen gedeihende Wesen, hat man auch im fremden Land ein Zuhause. Auch die Sache mit dem Visa, mit dessen Beschr\u00e4nkung man z.B. als IndienliebhaberIn oft glaubte, nicht l\u00e4nger bleiben zu k\u00f6nnen oder am liebsten trotzdem gar nicht mehr gehen zu m\u00fcssen, das hat sich also gekl\u00e4rt, und Indien ganz sicherlich will, dass ganz viele aus dem Ausland kommen und so lange wie m\u00f6glich bleiben und ihr Geld da lassen, damit sich der lustvoll mitschwingende Abgrundgedanke, bald in der Weltbeherrschung Hauptrollen-Spieler zu sein, umsetzen kann, denn herrschen ist teuer. So sieht man den Str\u00f6mungen zu und ist froh, nicht die Kassandra aus sich herauslocken zu m\u00fcssen, sondern sich auch im Zuhause des Geburtslandes einen Ort mitzugestalten, der es erm\u00f6glicht, das Menschsein nicht zu untersch\u00e4tzen und ihm geb\u00fchrende Achtung zu schenken und es zu genie\u00dfen, ohne dass Andere Schaden nehmen. Im Land der eigenen Geburt ist man auch frei, so lange zu bleiben, wie man m\u00f6chte, und man kann in der eigenen Sprache, wenn man sie liebt, herumwandern wie in einem weitr\u00e4umigen Garten. Menschen sind da, die man liebt, das h\u00e4lt das sich entwickelnde Menschsein lebendig. Auch ist es durch das Erleben zweier Kulturen eher m\u00f6glich zu sehen, wie sehr das Weltendrama in seinem Spannungsfeld von Kost\u00fcmen und Verkleidungen abh\u00e4ngt, die einem die Botschafft offerieren und suggerieren, dass wir alle so anders sind, und in der Tat, wir sind alle so extrem anders, das ist der Stoff zum Staunen, aber wir sind auch viel \u00e4hnlicher, als es uns immer so angenehm ist zu verstehen. Vielleicht kann man es auch gar nicht wirklich verstehen, meine G\u00fcte, so ein Aufwand an Material, so eine hintergr\u00fcndig und abgr\u00fcndige und vordergr\u00fcndige Inszenierung, grandios in ihrer scheinbaren Un\u00fcbersichtlichkeit, die dennoch die Reize und Abenteuer der Durchdringung anbietet. Der Spannungsbogen zwischen dem Orient und dem Okzident ist nur eines der Angebote, mit fremdartigen und oft bedrohlich wirkenden Dingen in eine N\u00e4he und Vertrautheit zu kommen, sodass der Schatten, der gleicherma\u00dfen von Distanz und Distanzlosigkeit ausgeht, von einem weichen kann.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Tatsache, dass ich mich in einer fremden Kultur genauso lange aufgehalten habe wie in meiner eigenen Kultur, war sicherlich hilfreich in meiner langj\u00e4hrigen Ausrichtung, hier eine Synthese herzustellen, von der Definition her philosophisch und alchemisch gesehen. 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