{"id":4992,"date":"2018-04-04T07:22:39","date_gmt":"2018-04-04T07:22:39","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4992"},"modified":"2018-04-05T07:28:26","modified_gmt":"2018-04-05T07:28:26","slug":"versenken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=4992","title":{"rendered":"versenken"},"content":{"rendered":"<h5><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4993\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180404_0718491-269x300.jpg\" alt=\"\" width=\"305\" height=\"340\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180404_0718491-269x300.jpg 269w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180404_0718491-768x858.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180404_0718491-916x1024.jpg 916w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20180404_0718491.jpg 1074w\" sizes=\"auto, (max-width: 305px) 100vw, 305px\" \/><\/h5>\n<h5>\u00a0Ein junger Ingenieur aus Bombay, der ein paar Tage mit seiner Frau im indischen Dorf wohnte und mein derzeitiges Google Chrome aus der maschinell gemeldeten Veraltung in die Neuzeit hievte, hat mich auch wegen der von mir beanstandeten Langsamkeit des Ger\u00e4tes darauf hingewiesen, dass die Ungeduld, die einen ergreifen kann, wenn erw\u00fcnschte Programme sich nicht sofort \u00f6ffnen lassen und man wiederholt auf die Tasten dr\u00fcckt, dass diese Ungeduld eben f\u00fcr die Maschine unbek\u00f6mmlich ist, da, ganz logisch nachvollziehbar,\u00a0 ein Stau entsteht, mit dem das System erst umgehen muss, bzw. das die Maschine gem\u00e4\u00df eigener Logik erst entwirren muss, und das kann dauern. Nun kommen bei menschlichen Systemen ja z.B. auch noch Tr\u00e4ume und ihre je nach Wunsch und F\u00e4higkeit durchdrungenen Deutungen hinzu, dann die Aufmerksamkeit, die anzuwenden einem \u00fcber Jahre hinweg einleuchtet in Bezug auf die ungeheuer schnellen Bewegungen, die sich in Denkapparaten abspielen und spulen, sodass es einen durchaus zutiefst interessieren kann, warum sich das alles in bestimmten Worten und S\u00e4tzen ballt und an einem vor\u00fcberzieht, als h\u00e4tte man nichts damit zu tun, dabei hat man sehr wohl was damit zu tun, denn auch der durch was f\u00fcr Lehrvorg\u00e4nge auch immer disziplinierte Geist kann verwundert zu bestimmten Stunden auf das verwirrende Wortspiel schauen, das sich im eigenen Kopf eine Plattform geschaffen hat und dort herumtanzt, bis man Einhalt gebietet. Man kann Einhalt gebieten, doch meistens bringt einen die Wahrnehmung solcher Vorg\u00e4nge bereits in Lehr-Systeme, die einem mit der Ordnung solcher chaotischen Zust\u00e4nde zur Hand gehen, oder besser zu weiterer Bewusstmachung \u00fcber die Beschaffenheit des menschlichen Innenlebens behilflich sind. Von au\u00dfen ist oft wenig zu sehen, oder man muss schon sehr geschult sein in der gr\u00fcndlichen Menschenbeobachtung. Wenn japanische Traveller ins Dorf kamen, hat man sie oft bestaunt f\u00fcr ihre, na ja, zuerst mal f\u00fcr ihre von Emotionen scheinbar unber\u00fchrte sogenannte Porzellanhaut, dann f\u00fcr die gelassen wirkende Psyche usw. Aber ich hatte einmal die Gelegenheit, in Goa solch einen japanischen Menschen, wenn auch durch Drogeneinwirkung, aus sich heraus gehen zu sehen, das war hochinteressant, denn er konnte gar nicht mehr aufh\u00f6ren zu reden und redete eine ganze Woche lang durch, und was h\u00e4tte ich gerne ein Aufnahmeger\u00e4t dabei gehabt, um es zu speichern und sp\u00e4ter von ihm \u00fcbersetzen zu lassen. Bis das potentielle Gew\u00fchle, zu dem Geist und Verstand in der Lage sind, zu einem (Be)Reich wird, das einen bereichert durch die Ordnungen, die man selbst angelegt hat, und die kontinuierliche Praxis, die damit verbunden ist, um das ganze Gebilde in einem schwebenden und daher \u00fcbersichtlichen und flexibel durchschaubaren Zustand zu halten, ja, bis das sich f\u00fcr einen selbst (und auch Andere) f\u00f6rderlich entwickelt, braucht man, wie eben auch der Maschine gegen\u00fcber, sehr viel Geduld und Zeit. Es schadet\u00a0 auch in der heutigen Zeit keineswegs, den Menschen, der man ja ist, als ein Produkt eigener menschlicher Sichtweisen zu sehen, als eine wahrhaft hochkomplexe Seinsform also, die aus bestimmten F\u00e4higkeiten, die sich immer weiter entwickeln k\u00f6nnen, und von der Maschine, sei sie auch noch so entwickelt, niemals eingeholt werden k\u00f6nnen wird, m\u00f6ge man auch gerne dagegen argumentieren, solange man will. Wenn es sich also f\u00fcr einen selbst als vom Verstand erfassbar zeigt, dass alles, was wir kennen und wissen, von Denkweisen bestimmt ist, dann lohnt es sich, sich in diese Erkenntnis noch einmal zu versenken.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0Ein junger Ingenieur aus Bombay, der ein paar Tage mit seiner Frau im indischen Dorf wohnte und mein derzeitiges Google Chrome aus der maschinell gemeldeten Veraltung in die Neuzeit hievte, hat mich auch wegen der von mir beanstandeten Langsamkeit des Ger\u00e4tes darauf hingewiesen, dass die Ungeduld, die einen ergreifen kann, wenn erw\u00fcnschte Programme sich nicht [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-4992","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4992","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4992"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4992\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5001,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4992\/revisions\/5001"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4992"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4992"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4992"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}