{"id":4931,"date":"2018-03-25T04:46:04","date_gmt":"2018-03-25T04:46:04","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4931"},"modified":"2018-03-25T04:46:04","modified_gmt":"2018-03-25T04:46:04","slug":"being-human","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=4931","title":{"rendered":"being human"},"content":{"rendered":"<h5><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4932\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180325_0810331.png\" alt=\"\" width=\"94\" height=\"92\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4934\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180325_091709-176x300.jpg\" alt=\"\" width=\"176\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180325_091709-176x300.jpg 176w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180325_091709-768x1307.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180325_091709-602x1024.jpg 602w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180325_091709.jpg 1051w\" sizes=\"auto, (max-width: 176px) 100vw, 176px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-4935\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180325_0808421.png\" alt=\"\" width=\"90\" height=\"88\" \/><\/h5>\n<h5>Ich bedauere ja immer noch das Verschwinden der Aufschrift &#8222;being human&#8220; vom indischen T-Shirt, also &#8222;menschlich sein&#8220;, im Gegensatz zu &#8222;human being&#8220;, &#8222;Mensch&#8220;. Nun ja, nicht wirklich im Gegensatz, man nimmt einfach an, dass der Mensch &#8222;menschlich&#8220; ist, und niemand kann es verneinen. Bejaht kann es erst werden, wenn einige der pers\u00f6nlichen R\u00e4tsel im Schicksal, einerseits gegeben, andrerseits gestaltet, zum Ausdruck und zum Bewusstsein kommen. Neulich habe ich einen Satz von Paul Celan gelesen, der immer noch nachklingt in mir: &#8222;Dichter ist, wer menschlich spricht.&#8220;Da ahnt man, dass das menschliche Sprechen nicht von selbst kommt, sondern im eigenen Dasein wird es mehr und mehr das Instrument, durch das lebendiges Bewusstsein seine M\u00f6glichkeiten der Manifestation findet. Sein Ursprung ist immer die gehaltene Stille, der gehaltene Raum, in dem eigene Sprache m\u00f6glich wird. Auch mit der Skala menschlicher Wahrnehmung ist man allein. Das Photo oben in der Mitte habe ich um 8 Uhr fr\u00fch willk\u00fcrlich gemacht. Zuf\u00e4lligerweise waren die Dreckberge nicht sichtbar, die mich erstaunen. Niemand scheint hier zu kehren, die Stra\u00dfe ist jedermanns Abfalleimer. Eine lebendige Stra\u00dfe. Ich finde ein angenehmes Caf\u00e9, der Besitzer ist still und freundlich. Gestern Nachmittag war ich auch hier, sehr entspannte Atmosph\u00e4re.\u00a0 Gegen\u00fcber schaut man auf einen Laden mit Produkten von Ramdev, einem erfolgreichen Yoga Guru, der zumindest vorgibt, reine Esswaren und Kosmetikprodukte auf den Markt zu bringen. Daneben ein &#8222;Rajasthani Music Emporium&#8220; mit klassischen Musikinstrumenten, daneben ein muslimischer Lederwarenladen. Alles Erstaunliche passt in Indien so gut zusammen, dass man genau hinschauen muss, um es zu sehen: die gigantische Vielfalt der Formen und Farben, das gro\u00dfe Drama des menschlichen Aufenthaltes, das Geheimnis seiner pulsierenden Kraft. Nach\u00a0 Monaten in streng vegetarischem Gebiet, wo Eier und Fleisch und Alkohol verboten sind und wie Waffen \u00fcber den Schwarzmarkt hereingeschleust werden, sehe ich ein brutzelndes Drehteil mit kleinen K\u00f6rpern dran und realisiere, dass es H\u00fchnchen sind. Alles ist da, jede Riksha bereit, dich irgendwo H\u00fcbsches hinzufahren. Wohlgestimmt vergehen noch einige Stunden vor dem Flug nach Deutschland. Dort soll der Fr\u00fchling erste Zeichen setzen.<\/h5>\n<h5><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bedauere ja immer noch das Verschwinden der Aufschrift &#8222;being human&#8220; vom indischen T-Shirt, also &#8222;menschlich sein&#8220;, im Gegensatz zu &#8222;human being&#8220;, &#8222;Mensch&#8220;. Nun ja, nicht wirklich im Gegensatz, man nimmt einfach an, dass der Mensch &#8222;menschlich&#8220; ist, und niemand kann es verneinen. 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