{"id":4873,"date":"2018-03-19T03:50:25","date_gmt":"2018-03-19T03:50:25","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4873"},"modified":"2018-03-19T04:24:34","modified_gmt":"2018-03-19T04:24:34","slug":"verhaeltnismaessig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=4873","title":{"rendered":"verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4874\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180318_1613481-121x300.png\" alt=\"\" width=\"121\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180318_1613481-121x300.png 121w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180318_1613481.png 352w\" sizes=\"auto, (max-width: 121px) 100vw, 121px\" \/><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4882\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180319_0944151-300x184.png\" alt=\"\" width=\"155\" height=\"95\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180319_0944151-300x184.png 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180319_0944151.png 396w\" sizes=\"auto, (max-width: 155px) 100vw, 155px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4883\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180319_0944291-300x184.png\" alt=\"\" width=\"155\" height=\"95\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180319_0944291-300x184.png 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180319_0944291.png 396w\" sizes=\"auto, (max-width: 155px) 100vw, 155px\" \/><\/p>\n<h5>Man sieht solche Lichtformen ja immer mal wieder, in einem Glas Wasser, oder hier, im Bild, ist es Milch kurz vor dem Kochen. Ich stand da unter eigenem Zwang, wissend, wie schnell die Milch \u00fcberlaufen kann, wenn ich weggehe und sie aus den Augen lasse, um schnell noch was anderes zu tun, und schon ist es passiert. Deswegen hatte ich Gl\u00fcck, zuf\u00e4llig nochmal vorbeizukommen und zu sehen, dass ich Milch auf der Flamme hatte. Da habe ich beim Hinschauen diese Lichtreflektion gesehen, und ja, was reflektiert es denn und erzeugt diese urerotische, tantrische Figur, oder ein Herz f\u00e4llt einem ein, das sich in pr\u00e4chtiger F\u00fclle \u00fcber den Rand hinaus ausdehnt in die dann doch begrenzte Rundung. Ein Bild davon zu machen, bevor die zitternde Fl\u00e4che hochkocht, war auch nicht so leicht, denn oft kriecht dann der eigene Schatten \u00fcber das, was man aufnehmen will. Es geht auch darum, was man erlebt, wenn man ganz in Verbindung mit dem ist, was geschieht. Vor ein paar Tagen ist mir ein Artikel\u00a0 zugesandt worden, in dem ein (Avangarde)-Pholosoph die Vorteile der rasanten Schnelligkeit durch die digitale Entwicklung preist. Ja, finde ich jetzt nicht unverst\u00e4ndlich. Wie leicht ziehen einem selber auf der Autobahn die Kilometerzahlen hoch, das ist so ein schwer einsch\u00e4tzbarer Rausch, alles schnell, und dann noch pr\u00e4zise. Damit kann man, wenn man m\u00f6chte, bestimmte Erfolge erzielen, die Andere wiederum nicht so ansprechen. Es gibt auch Menschen, die es m\u00f6gen, hin-und herzueilen, um f\u00fcr sich selbst und die Nebenfiguren in ihrem Spiel extrem besch\u00e4ftigt r\u00fcberzukommen, dann Andere wiederum sind immer ein bisschen zu sp\u00e4t f\u00fcr das, was erreicht werden muss, dann erscheinen die begleitenden Mentalst\u00fcrme, vermutlich auch eine Art Droge: wo sind denn wieder die Schl\u00fcssel, der Einkaufszettel, der Geldbeutel. Wobei es sich da eher um Hastigkeit und eine eingefahrene Angewohnheit handelt als um Schnelligkeit, die ja ganz f\u00f6rderlich sein kann. Aber jetzt nur f\u00fcr schnell oder langsam zu pl\u00e4dieren, ist ja auch nicht das Thema. F\u00fcr mich ist eher das Thema, dass man, wenn man sich mit dem eigenen, nat\u00fcrlichen Rhythmus bewegt und konzentriert beim jeweiligen Tun ist, man sich gut unterhalten kann und manchmal Dinge wahrnimmt, die einem leicht bei schnellerem Tempo entgehen. Der Reiz des Schnellen ist das Dar\u00fcber-hinaus-gehen, der Reiz des Langsamen ist (u.a.) die Konzentration des Schauens, die einem scheinbar simple T\u00fcren er\u00f6ffnet, die sich aber dann doch entpuppen als komplexe, kosmische Geheimnisse, die einen Wunsch nach Kontemplation mit sich bringen, dem man unbedingt nachgeben kann, wenn man sein Leben im Rahmen dieser luxuri\u00f6sen M\u00f6glichkeit eingerichtet hat. Man muss ja Erfahrungen sammeln, wie das ganze Ding funktioniert und zusammenh\u00e4ngt, und daf\u00fcr braucht man die gute Beobachtungsgabe. Tats\u00e4chlich alles in allem vorhanden? Egal, ob man staubsaugt oder auf offizieller Ebene hantiert? Es kommt doch vor allem darauf an, was einem als Seinsform und Unterhaltungsprogramm innerhalb\u00a0 der paar Wanderjahre auf dem Planeten wirklich von Herzen zusagt, und ein interessantes Testen der Erreichbarkeiten von dem, was einem vorschwebt. Das macht mir nichts aus, wenn ich wieder, wie durch Zufall, bei der Liebe lande, wie auch immer sie f\u00fcr jede\/n geartet sein mag. Denn mit ihr wird alles lebendig, und ohne sie nur verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man sieht solche Lichtformen ja immer mal wieder, in einem Glas Wasser, oder hier, im Bild, ist es Milch kurz vor dem Kochen. 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