{"id":4862,"date":"2018-03-17T00:29:37","date_gmt":"2018-03-17T00:29:37","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4862"},"modified":"2018-03-17T00:29:37","modified_gmt":"2018-03-17T00:29:37","slug":"moskito","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=4862","title":{"rendered":"Moskito"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4863\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180316_1017571-280x300.jpg\" alt=\"\" width=\"280\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180316_1017571-280x300.jpg 280w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180316_1017571-768x823.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180316_1017571-955x1024.jpg 955w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180316_1017571.jpg 961w\" sizes=\"auto, (max-width: 280px) 100vw, 280px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4865\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180316_1411051-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180316_1411051-169x300.jpg 169w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180316_1411051-768x1363.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180316_1411051-577x1024.jpg 577w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180316_1411051.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><\/p>\n<h5>Na, so ein eindrucksvolles Bild (Times) von dem St\u00f6renfried aller! Ein Volksfeind sozusagen, von dem der Dalai Lama mal sagte, auch ihm w\u00fcrde (in meinen Worten) manchmal die Hand zucken. Jeder ist allein, wenn es anf\u00e4ngt, um den Kopf herum zu summen, wenn man wei\u00df, es ist da, das Moskito-Ungeheuer, und man wei\u00df, jetzt hat man Gl\u00fcck, wenn man nochmal einschlafen kann. Die w\u00e4rmeren N\u00e4chte bringen ja auch die Freude, mal keine dickeren Decken auf sich w\u00e4lzen zu m\u00fcssen, sondern nein, am liebsten gar keine, denn nun sind nicht nur die Tage hei\u00df, sondern die N\u00e4chte warm. Dann auf einmal, vielleicht auch beim chai mit Lali, das Kratzen an den Fu\u00dfgelenken. Sie navigiert mich aus der Ecke, da die Dinger das Dunkel lieben. Und das Licht nat\u00fcrlich, das sie hereinlockt. Inzwischen gibt es ein gewisses Interesse meinerseits an den Ideen der Regierung, wie man denn nun endlich voranschreiten k\u00f6nnte, die t\u00f6dlichen Krankheiten einzukreisen, die durch das Tierlein verursacht werden. Ganz in der N\u00e4he von einem sterben Menschen an Dengue, Malaria, Chikunguniya. Was hei\u00dft hier N\u00e4he, sagt der konsultierte Arzt, das kennt doch keine Stadtgrenzen, das ist \u00fcberall. Da ich eine Fensterverschleierin bin, kommt bei mir nie mehr als eines dieser potentiellen Todestr\u00e4ger durch, aber das reicht f\u00fcr den ber\u00fchmten Moskito-Zustand. Wer will schon mitten in der Nacht aufstehen m\u00fcssen mit einem Schuh in der Hand, das Auge hochkonzentriert in alle Richtungen ausgeweitet, bis die Phase der Halluzination eintritt. Hat man zuf\u00e4llig, wie ich neulich, eine Eidechse im Zimmer, vergisst man sofort, dass die ebenfalls Gift\u00a0 im Kopf haben soll, und hofft, dass sie es ist, die das Moskitotier verschluckt. Schafft man es nicht bis zum Morgen, das Tier zu zerquetschen, kann man im Morgengrauen an den Vorh\u00e4ngen herumh\u00e4ngen und darauf lauern, das es hinaus will, wahrscheinlich getr\u00e4nkt und schwer von meinem Blut, denn irgendwann schl\u00e4ft man ja doch wieder ein mit dieser fatalistischen Neigung, f\u00fcr die vor allem Hindus, oft f\u00e4lscherlicherweise, ber\u00fcchtigt sind. Allerdings habe ich noch nie einen indischen Haushalt betreten, wo auch nur die geringste Anstrengung gemacht wurde, die Belagerung zumindest einzugrenzen. Man kann ja auch allen Mitgliedern einer Gro\u00dffamilie schwerlich einbl\u00e4uen, sich durch drei Musselinschichten zu bewegen, das f\u00e4llt auch niemandem ein. Wenn Europ\u00e4er, meist durch Heirat, in so einen Haushalt eingeschleust wurden, kann man in den Steckdosen des Hauses kleine Glasgebilde sehen, die eine Substanz in sich haben, die, erhitzt, Moskitos zum Verschwinden anregen sollen.\u00a0 Ob man sie immer einatmen will, diese z\u00e4he, gelbliche Fl\u00fcssigkeit? So z\u00e4hlt auch dieses Tier zu den Erscheinungen, die es einem erleichtern, ein Land, das man liebt, zu verlassen. Au\u00dferdem haben wir ja auch so ein Schreckgespenst in unserem Sommer, die Zecke. Auch Moskitos aus Asien sollen den Sprung nach Deutschland geschafft haben. Diese Tiere bringen einen in die Erfahrung, dass der Killerinstinkt in einem sich l\u00f6st. Das ist nicht sch\u00f6n, wenn man sein eigenes Blut durch Mord an der Wand als Fleck sieht. Man ist dann noch nicht wirklich beim absoluten Ahimsa* angekommen.<\/h5>\n<p>*Gewaltlosigkeit<\/p>\n<p>Das rechte Bild oben zeigt einen Mini-Flummi in einem Sonnen-Fleck auf dem Marmorboden meines Wohnraumes, eine Abstraktion von gesammeltem Menschenblut durch die Stechm\u00fccke.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Na, so ein eindrucksvolles Bild (Times) von dem St\u00f6renfried aller! Ein Volksfeind sozusagen, von dem der Dalai Lama mal sagte, auch ihm w\u00fcrde (in meinen Worten) manchmal die Hand zucken. 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