{"id":4832,"date":"2018-03-13T05:46:56","date_gmt":"2018-03-13T05:46:56","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4832"},"modified":"2018-03-13T06:17:33","modified_gmt":"2018-03-13T06:17:33","slug":"all-das","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=4832","title":{"rendered":"all das"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4833\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180313_1019021-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"262\" height=\"465\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180313_1019021-169x300.jpg 169w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180313_1019021-768x1360.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180313_1019021-578x1024.jpg 578w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180313_1019021.jpg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 262px) 100vw, 262px\" \/><\/p>\n<h5>Wenn man die Natur des Illusion\u00e4ren, also die Welterscheinungen, als ein Konstrukt begreift, beginnt es sich wie von selbst als eine definierte Realit\u00e4t\u00a0 aufzul\u00f6sen. Jetzt kann ich sehr gut verstehen, warum es be\u00e4ngstigend ist, wenn all das, was man f\u00fcr verst\u00e4ndlich hielt, sich auf einmal diesem Verstehen entzieht. Als Erfahrung ist es tats\u00e4chlich so, als w\u00fcrde man durch den Tunnel des Nicht-Existenten geschleust werden und keinerlei Gewissheit dar\u00fcber haben, ob und wie und als wer oder was man eventuell wieder erscheint. In der Tat ist es wie eine gro\u00dfe schwangere Leere, und wie bei allen Schwangerschaften kommt es darauf an, in welcher Verfassung dieses ungeheure Geschehen erlebt wird. Wenn es auch hier nicht um das Kind geht, das geboren wird, so geht es doch darum, den Moment des eigenen Schicksals als ein Potential zu erfahren, das von Leere als einer potentiellen F\u00fclle gepr\u00e4gt ist. Das Wohlgef\u00fchl, das hier entsteht, hat keine Ursache und wird nicht ausgel\u00f6st durch die sogenannten &#8222;guten&#8220; Erfahrungen, sondern es ist das Wohlwollen an sich als eine Eigenschaft der Leere. Da wir Menschen oft durch Best\u00fcrzung in ein Gef\u00fchl der Leere katapultiert werden, birgt das die Gefahr, die Leere als einen Abgrund wahrzunehmen, in dem man auch vergehen kann. Das Undeutbare wird erfahren als das Sinnlose und Sinnleere. Genau das ist sein Potential: die Sinnleere. Wie befreiend und erfrischend ist es doch, etwas nicht deuten und verstehen zu k\u00f6nnen und sich so weit darin einzulassen, bis es oh Wunder, zur Freude gedeiht, denn es ist ja nicht verschwunden, das sch\u00f6ne Spiel und seine wahrlich unbegrenzten Darbietungen. Die Weisheit der Leere scheint keine Neigungen zu haben, Sein als eine Problematik zu definieren. Im buddhistischen (Zen) ist mir irgendwo dieser Gedanke auch schon mal begegnet und kann eine Menge Emp\u00f6rung ausl\u00f6sen, n\u00e4mlich dass es in Wirklichkeit kein Problem gibt. Es wird ja nicht bezweifelt, dass, wo immer man hinschaut, alles voller Probleme zu sein scheint, und ist immer nur ein Hinweis auf die Neigung von uns Menschen, Dasein als das Problematische an sich zu definieren, und als das Eine, dem immer was mangelt, immer was fehlt. Und so ungen\u00fcgend, wie wir uns oft selbst definieren, und als k\u00e4me es darauf an, Vollkommenheit zu deklarieren als ein ehrgeizig gestecktes Ziel, das einem ja unerreichbar vorkommen muss und daher keinen Zugang anbietet zum &#8222;Ganzen&#8220;. Die Leere ist das Ganze. Das ganze Potential, die luxuri\u00f6se Empore des Zeugenstandes. Kein Ort, ein Zustand, der spontan aufsteigt aus dem Nichts. Wohlwollen. Liebe.<\/h5>\n<p>Das Bild habe ich gestern Abend am See gemacht. Es zeigt die Reflektion des Berges, der sich im Wasser spiegelt, und die Lichter, die am See aufgestellt sind. Der junge Mann, besch\u00e4ftigt mit einem der neuen Spielzeuge der Travellers (ein pr\u00e4zise gen\u00e4htes Tuch, das man auf einem Finger kreisen lassen kann), kam zuf\u00e4llig ins Bild, obwohl das Bild ohne ihn nicht ganz so ausbalanciert w\u00e4re.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man die Natur des Illusion\u00e4ren, also die Welterscheinungen, als ein Konstrukt begreift, beginnt es sich wie von selbst als eine definierte Realit\u00e4t\u00a0 aufzul\u00f6sen. Jetzt kann ich sehr gut verstehen, warum es be\u00e4ngstigend ist, wenn all das, was man f\u00fcr verst\u00e4ndlich hielt, sich auf einmal diesem Verstehen entzieht. 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