{"id":4788,"date":"2018-03-07T05:18:04","date_gmt":"2018-03-07T05:18:04","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4788"},"modified":"2018-03-07T05:22:36","modified_gmt":"2018-03-07T05:22:36","slug":"sinn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=4788","title":{"rendered":"Sinn"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4792\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180307_0720301-300x204.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"204\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180307_0720301-300x204.png 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180307_0720301-768x522.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180307_0720301-1024x695.png 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180307_0720301.png 1543w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<h5><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4791\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180307_0731291-300x289.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"289\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180307_0731291-300x289.png 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180307_0731291-768x739.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180307_0731291-1024x986.png 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180307_0731291.png 1096w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/h5>\n<h5>In einer Mail wurde mir zugesprochen, immer &#8222;guten Zugang zu haben dazu, &#8222;Sinnhaftes&#8220; zu entdecken&#8220;. So wohlgemeint es war, f\u00fchlte ich mich an mein gestriges Thema (Ruf) erinnert und die Zimbeln, die ich nie geschlagen habe. Das mag jetzt wie ein bombastisches Statement erscheinen, wenn ich sage, dass ich mich nicht erinnern kann, jemals nach einem Sinn gesucht zu haben (der meine Existenz erl\u00e4utert?), d.h. die &#8222;Sinn-Suche hatte nie so ein Gewicht f\u00fcr mich, vielleicht, weil ich vom kosmischen Vorgang, so, wie ich ihn wahrnehme, gar nicht erwarte, dass er einen Sinn macht. Dass wir als Menschen aus Angst vor der absolut realen Gewissheit des Ungewissen, in das wir geworfen werden, unser Leben und die Welt, wie wir sie erfahren, mit &#8222;Sinn&#8220; und der Suche danach vollstopfen, ist auch offensichtlich. Ich musste daran denken wie Menschen, die in der totalen Entfesselung eines Krieges (so wie jetzt in Syrien) jenseits von Sinn und Sinnlosigkeit geworfen werden, oft als \u00dcberlebende ihre wahrhaft schrecklichen Geschichten erz\u00e4hlen, ich aber auch in den Augen meiner Mutter dabei so ein tiefes Leuchten gesehen habe, das von der Erfahrung eines direkten Kontaktes mit dem &#8222;nackten Leben&#8220; herr\u00fchrte, als es aller imagin\u00e4ren Sinnhaftigkeit beraubt war und doch ein tief menschliches Erleben m\u00f6glich wurde, das sie von \u00e4u\u00dferster Bedrohung \u00fcber die eigenen Begrenzungen gebracht hat. Das ist der Krieg, wie kann man ihm Sinn zugestehen. Ansonsten findet die Befreiung von der Sinnsuche nur in der Praxis meditativer Wege statt. Vom pr\u00e4chtig missverstandenen &#8222;be here now&#8220; oder dem &#8222;sieh alles, wie es wirklich ist&#8220; geht es um das Losl\u00f6sen von der Sinnverhaftung, obwohl die meisten Suchenden gerade an solchen Orten den &#8222;Sinn&#8220;\u00a0 suchen, und deshalb oft nicht zu Findenden werden. Auch hier in Indien kann ich keinerlei &#8222;Sinn-Suche&#8220; sehen, au\u00dfer man sieht Gott oder die Welt der G\u00f6tter als das einzig Sinnhafte, das sie anstreben. Aber Hindus empfinden die unangezweifelte Gottverbundenheit ja nicht als einen &#8222;Sinn&#8220;, sondern sie benutzen die angebotenen Wege, um in gr\u00f6\u00dfere N\u00e4he zum g\u00f6ttlichen Sein zu kommen. Auch in meiner &#8222;Tempel-Zeit&#8220; habe ich keinen Sinn gesucht und auch keinen gefunden au\u00dfer dem Angebot der Erfahrungsm\u00f6glichkeit. Das Universum wird gesteuert von Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten, die zu erkennen und zu verstehen sind. Die Sinn-Bem\u00fchung ist nicht eines seiner Ausdrucksformen, vielleicht wird es deswegen oft als kalt empfunden. Ursache und Wirkung ist eines der grandiosen Gesetze, die zu befolgen uns \u00fcberlassen ist, deswegen die m\u00e4chtige B\u00fcrde und das Geschenk der Freiheit. Zu sehen, wie es wirklich i s t, letztendlich wie und wer ich wirklich bin, was ich tue und was mein Tun bewirkt, und ob ich bereit bin, daf\u00fcr die volle Verantwortung zu \u00fcbernehmen.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einer Mail wurde mir zugesprochen, immer &#8222;guten Zugang zu haben dazu, &#8222;Sinnhaftes&#8220; zu entdecken&#8220;. So wohlgemeint es war, f\u00fchlte ich mich an mein gestriges Thema (Ruf) erinnert und die Zimbeln, die ich nie geschlagen habe. 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