{"id":4770,"date":"2018-03-05T04:38:14","date_gmt":"2018-03-05T04:38:14","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4770"},"modified":"2018-03-05T04:44:30","modified_gmt":"2018-03-05T04:44:30","slug":"abschliessen-nachwehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=4770","title":{"rendered":"abschlie\u00dfen\/nachwehen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4771\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180305_070543-176x300.jpg\" alt=\"\" width=\"191\" height=\"326\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180305_070543-176x300.jpg 176w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180305_070543-768x1308.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180305_070543-601x1024.jpg 601w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180305_070543.jpg 1076w\" sizes=\"auto, (max-width: 191px) 100vw, 191px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4772\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180305_070828-145x300.jpg\" alt=\"\" width=\"157\" height=\"325\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180305_070828-145x300.jpg 145w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180305_070828-768x1590.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180305_070828-494x1024.jpg 494w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/20180305_070828.jpg 918w\" sizes=\"auto, (max-width: 157px) 100vw, 157px\" \/><\/p>\n<h5>Als ich dann gestern wegen den bedrohlichen rosa Staubwolken nur kurz hinausging, um was zu holen, habe ich das Frauenheer der Sweeper-Kaste gesehen, die offensichtlich organisiert wurden, um die Plage zu bew\u00e4ltigen, diesmal mit Hilfe eines Wassertanks. F\u00fcr das indische Auge sind solche Bilder keineswegs verst\u00f6rend, denn daf\u00fcr sind die Sweeperinnen ihres Erachtens ja da, eben um alles, was sonst keiner s\u00e4ubern will, zu s\u00e4ubern, die Stra\u00dfen mit den \u00fcblichen Dreckhaufen, die Toiletten, und nun das, was die Horden zur\u00fcckgelassen haben, eine unvorstellbare Masse von M\u00fcll. Ansonsten wurde klar, dass nichts passieren w\u00fcrde im folgenden Jahr. Zu viele Interessen sind damit verbunden, und obwohl ein paar gute Ideen auftauchten unter uns, wurde mir eindeutig vermittelt, dass es hier um Politik geht und es besser ist, sich keine Feinde zu machen. Sicherlich werden Angst und Diplomatie oft verwechselt, was eben nur dazu f\u00fchrt, dass dann das &#8222;unvermeidlich&#8220; Genannte auch nicht vermieden wird und weiter in verderbliches Gedeihen rollt. Manche Dinge k\u00f6nnen einfach weiter gehen, ohne zu schaden, wie gute Kunst z.B., vor allem, wenn sie dem Kunstmarkt nicht anheim gefallen ist. Aber kollektive Ausw\u00fcchse, scheint mir, werden im Allgemeinen nur gestoppt, wenn genug schreckliche Dinge passieren, und das kann leider lange, lange dauern, wie wir mit dem Krieg in Syrien wieder einmal drastisch vor Augen gef\u00fchrt bekommen. Auch da das herzlose, politisch kontrollierte Toben, dem keiner mehr Einhalt gebieten kann. Uns werden dann die untr\u00f6stlichen Bilder vor Augen gehalten, bis auch d a s wegen fehlendem Aktionsraum unendlich erm\u00fcdet, wissen wir doch, dass alles auch ganz anders laufen k\u00f6nnte, und dann doch nicht, denn es l\u00e4uft ja bereits so, wie es ist. Das kenne ich in Indien von meinen ersten Tagen an: dass inmitten all des sch\u00f6nen G\u00f6tterhimmels und seiner devoten Bewunderer eine gef\u00e4hrliche und dunkle Gef\u00fchlsmasse mitschwingt, eine inh\u00e4rente Grausamkeit, die immer mehr zur Oberfl\u00e4che dr\u00e4ngt, je unzufriedener die Menschen mit ihrer Lebensform werden. Auch in der westlichen Philosophie wird zwischen Haben und Sein ein Unterschied gemacht, der zu bedenken ist. Denn das Immer-mehr-haben-wollen, wenn es die Masse trifft als ein Selbstverst\u00e4ndliches, Unumkehrbares, ist mit Sicherheit einer der Ausl\u00f6ser, der durch sein Zur\u00fcckgeworfensein auf das pers\u00f6nliche Wunschfeld dort den individuellen Neigungen nicht unbedingt, aber doch h\u00e4ufig, zum Opfer f\u00e4llt. Dann wurde ich am Samstag Abend informiert, dass ein Tanzprogramm am See stattfindet, eine Stunde vor der t\u00e4glichen Abend-Puja. Der Priester war der Initiator, das gibt&#8217;s auch. Es war ein wundersch\u00f6ner, professioneller Tanz, ein junger Mann mit voll t\u00e4towierten Armen und offensichtlich vielen, vielen Jahre von Praxis hinter sich. Wie w\u00fcrdevoll die Kunst ist!, wie erfreulich! Immer noch muss sie um ihren Raum ringen, und wenn sie ihn bekommt, geht es allen so gut. Die Kunst verbindet und l\u00e4sst doch die anwesenden BezeugerInnen frei in ihrer jeweiligen Eigenart, sie wahrzunehmen. Das ist ihre gro\u00dfe Kraft.<\/h5>\n<h5>Das Bild oben zeigt den K\u00fcnstler. Da ich nicht \u00f6ffentlich sichtbar mit meinem Smartphone photographiere, konnte ich nur bescheidene Aufnahmen machen. In der Spiegelung der beiden Bilder ist dennoch etwas geschehen, aber nur, wenn sie nebeneinander stehen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als ich dann gestern wegen den bedrohlichen rosa Staubwolken nur kurz hinausging, um was zu holen, habe ich das Frauenheer der Sweeper-Kaste gesehen, die offensichtlich organisiert wurden, um die Plage zu bew\u00e4ltigen, diesmal mit Hilfe eines Wassertanks. 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