{"id":4601,"date":"2018-02-16T05:28:05","date_gmt":"2018-02-16T05:28:05","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4601"},"modified":"2018-02-16T08:08:07","modified_gmt":"2018-02-16T08:08:07","slug":"bezeugen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=4601","title":{"rendered":"bezeugen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4602\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180216_070610-297x300.png\" alt=\"\" width=\"297\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180216_070610-297x300.png 297w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180216_070610-768x777.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180216_070610.png 958w\" sizes=\"auto, (max-width: 297px) 100vw, 297px\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4609\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180216_110141-300x153.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"153\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180216_110141-300x153.png 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180216_110141.png 479w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<h5>Ist es nicht das, was wir tun?, bewusst oder unbewusst: wir bezeugen das Ganze w\u00e4hrend der Dauer unseres Aufenthaltes durch unsere Anwesenheit. Besser als irgendeine dieser indischen Ideen, bei denen sich z.B. ein Gott daran erfreut, sich durch alles sichtbar Gewordene mannigfach zu erleben, gef\u00e4llt mir der Gedanke und zeitweilig auch das Erleben, einfach ein Ausdruck des universellen Geschehens zu sein, selbstverst\u00e4ndlich immer als das, was ich bin, als wer sollte ich sonst unterwegs\u00a0\u00a0sein. Daher setzt sich auch, fr\u00fcher oder sp\u00e4ter, durch die Freude des eigenen Seins und die konsequente Annahme jeglicher Verantwortung daf\u00fcr, die Erfahrung des Spielfeldes durch, auf dem wir als uns selbst agieren. Meine Dankbarkeit Indien gegen\u00fcber ist ziemlich unbegrenzt. \u00a0Zeilen in einem Gedicht von Rose Ausl\u00e4nder, die mir zugesandt wurden, beinhalten ihre Frage an sich, wer sie sei, wenn sie nicht schreibt. Was man nach eigenem Gutd\u00fcnken in sich fortsetzen kann: wer bin ich ohne Himmel, ohne Worte, ohne Musik, was bin und w\u00e4re ich ohne Indien. Es ist ja nicht so, dass man andere L\u00e4nder besser verstehen kann. Aber Indien lehrt einen eindeutig die Grenzen des Verstehens, und dann vielleicht auch noch die Begrenztheit der Grenzen. Man denkt, dass es nicht geht, aber es geht. Was gibt es nicht alles zu verstehen, und dann doch wieder nicht.Wer sagt, es kann verstanden werden. Die Durchgr\u00fcbeleien der Details f\u00fchren nicht automatisch zum Ganzen. Auch muss das Spiel Dynamik und Rhythmus und Widerspr\u00fcchlichkeit haben, damit auch die Inhalte den Strom in Gang halten k\u00f6nnen. Dieser Strom der permanenten Ver\u00e4nderungen! Keine Sekunde dasselbe Bild, kein Eindruck so best\u00e4ndig, wie er erscheinen mag. Ein trefflicher Ort scheint mir das Bezeugen des Stromes zu sein. Ich w\u00e4hle die Mittel, die mir zur Verf\u00fcgung stehen f\u00fcr meinen Ausdruck, oder w\u00e4hlen sie mich und mein Auge? Das wirklich Gute an der Sache ist, dass das Erfahrene ohne die direkte Liebe des Blickes das Ertr\u00e4gliche leicht \u00fcbersteigen kann, da hier auch die Freiheit und die Verantwortung der Wahrnehmung an sich liegen. In diesem Sinne bin ich so etwas wie die von mir bezeugte Wahrnehmung des Seins, das keinen aus dem eigenen Schicksal entl\u00e4sst. Der Zugang ist frei. Wichtig sind Orte, wo der uneingeschr\u00e4nkte Blick sich entfalten kann, und das uneingeschr\u00e4nkte F\u00fchlen. Wo man sich wieder dem Sein \u00fcberlassen kann, das einen hervorbringt.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ist es nicht das, was wir tun?, bewusst oder unbewusst: wir bezeugen das Ganze w\u00e4hrend der Dauer unseres Aufenthaltes durch unsere Anwesenheit. Besser als irgendeine dieser indischen Ideen, bei denen sich z.B. ein Gott daran erfreut, sich durch alles sichtbar Gewordene mannigfach zu erleben, gef\u00e4llt mir der Gedanke und zeitweilig auch das Erleben, einfach ein [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-4601","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4601","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4601"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4601\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4611,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4601\/revisions\/4611"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4601"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4601"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4601"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}