{"id":4593,"date":"2018-02-15T01:17:09","date_gmt":"2018-02-15T01:17:09","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4593"},"modified":"2018-02-15T01:53:09","modified_gmt":"2018-02-15T01:53:09","slug":"herausfinden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=4593","title":{"rendered":"herausfinden"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4588\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180213_145838-181x300.jpg\" alt=\"\" width=\"181\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180213_145838-181x300.jpg 181w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180213_145838.jpg 440w\" sizes=\"auto, (max-width: 181px) 100vw, 181px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4594\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180214_150153-273x300.jpg\" alt=\"\" width=\"273\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180214_150153-273x300.jpg 273w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180214_150153-768x843.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180214_150153.jpg 876w\" sizes=\"auto, (max-width: 273px) 100vw, 273px\" \/><\/p>\n<h5>Dieses Jahr gibt es also zwei Shiva Ratris, also Shiva der Gott, und Ratri die Nacht. Man soll die ganze Nacht aufrecht sitzen und wach sein, was mir im Volk als lebendige Praxis noch nicht aufgefallen ist. Das zweifache Fest habe ich schon einmal erlebt und auch nicht gewusst, wodurch das entschieden wird. Also wer studiert wo den Panchang, die indisch-astrologische Brahmanenfibel, und wer sagt es den Anderen weiter, sodass man den Eindruck bekommt, alle wissen auf einmal etwas, was man selbst noch herausfinden muss. Deswegen versuche ich heute fr\u00fch mal, Genaueres zu erfahren. Der Erste, den ich meist treffe, ist Mohan, der die Pilger-Piazza am Hauptzugang zum See h\u00fctet und mir erkl\u00e4rt, es sei wegen &#8222;pradosh&#8220;, dem Zusammenspiel von Shiva und Shakti (der weiblichen Energie). Deswegen zwei Tage? Das erkl\u00e4rt ja mal wieder alles. An Anil aus Bombay, der mir \u00fcber WhatsApp mitteilt, dass Shivaratri ist, schreibe ich eine leicht emp\u00f6rt kl\u00e4rende Mail, dass ich, danke, schon seit ein paar Jahrzehnten \u00a0Shivaratri (mit)feiere, aber ich sehe ja jetzt, dass es an einigem noch mangelt. What is &#8222;pradosh&#8220;, for heavens sake, das muss doch gekl\u00e4rt werden k\u00f6nnen. \u00a0Einen vorbeiwandernden, lebensm\u00fcde Dreinblickenden frage ich auch. Pradosh&#8230;.pradosh sinniert er vor sich hin, das hat was mit nach dem 12. Februar zu tun, und geht schnell weiter, damit keine weiteren Fragen kommen. Jetzt bin ich in Fahrt und bereit, weiteres Unwissensmaterial aufzunehmen. Inder, vor allem indische M\u00e4nner, sind nicht gewohnt, in irgendeiner Hinsicht hinterfragt zu werden. Man tut, was man kann, aber nicht hinterfragt werden, denn wo k\u00e4me man da hin (Vorschlag: in die Selber-denk-Teufels K\u00fcche, huhu!). Ich halte Ausschau nach weiteren Erl\u00e4uterungsfiguren und gehe wie jeden Tag bei Ashish vorbei, um Rosenbl\u00e4tter abzuholen und nat\u00fcrlich, um zu fragen, was pradosh ist, oder warum 2x Shivaratri. Er ist kein Brahmane und erstaunt zu h\u00f6ren, dass wir 2x Shivaratri haben, obwohl die ganzen Ufer von Pilger-Pujas brummen. Mat socho, denk nicht weiter, sage ich und treffe einen M\u00f6nch, der das Wort gar nicht kennt, das wundert mich nicht so sehr, denn in seiner Welt hat es vielleicht keine Bedeutung. Au\u00dferdem wimmelt es gerade von M\u00f6nchen, die sich alle f\u00fchlen wie Shiva, und man sieht es denen an, die hoffen, als Verk\u00f6rperung des Gottes erkannt zu werden. Das wird hier nicht so ernst genommen, ja, eher gew\u00fcrdigt. Wie mein Blick sich ver\u00e4ndert hat! Zum Gl\u00fcck scheint meine N\u00fcchternheit der Liebe im Blick nicht zu schaden. Man w\u00e4chst heraus aus den Formen und aus den Konzepten und Prinzipien. Hat sich dann alles, was man glaubensfrei f\u00fcr Wissen hielt, nach und nach gelockert, ist die haupts\u00e4chliche Ver\u00e4nderung, dass man selbst schauen kann, wo man hinw\u00e4chst. Ich habe dann noch bei der sich heilig verhaltenden Jungtruppe aufgeschlossener Priester angehalten und nach pradosh gefragt. Alle blicken sich gegenseitig fragend an. Es scheint gar nicht so bekannt zu sein, wie ich vermutete, und vielleicht bin ich ja am Abend die Einzige, die gen\u00fcgend Vermutungen aufgenommen hat, um gel\u00e4utert schlafen zu gehen. Aber oje, da kommt mir noch Einer entgegen, der alles wei\u00df, und leider \u00f6ffnet sich mein Mund zur Frage. Sofort muss ich mich setzen, denn es wird hochkar\u00e4tig erl\u00e4utert<em>. <\/em>Dass, weil gestern pradosh war, eine besondere Zeit, die nur manchmal ist und sich deswegen das Ganze auf zwei Tage verschiebt. Tags\u00fcber wird gefastet (haha), das bringt bestes Karma. Nach dem Vortrag ruhe ich mich noch ein wenig im Schatten des Banianbaumes aus. Um den Stamm herum bellen Hunde nach oben ins Bl\u00e4tterwerk, wo kreischende Affen toben. Etwas f\u00e4llt in meinen Scho\u00df. Aha! Ein Zeichen! Ich f\u00fchle mich verstanden und kontaktiert. Vor mir liegen Shiva, Shakti und noch wer als Samenkapselprinzipien. Ich nehme die Gabe mit und habe sie oben rechts ins Bild gestellt, damit ich die mystische Sinnhaftigkeit nicht erg\u00e4nzend erl\u00e4utern muss. Das linke Bild zeigt den kleinen Shiva in seiner Jugend, bevor die Geheimnisse von Sprache und (indischer) Welt sich um ihn drehten.<\/h5>\n<h5><\/h5>\n<h5><\/h5>\n<h5><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieses Jahr gibt es also zwei Shiva Ratris, also Shiva der Gott, und Ratri die Nacht. Man soll die ganze Nacht aufrecht sitzen und wach sein, was mir im Volk als lebendige Praxis noch nicht aufgefallen ist. 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