{"id":4577,"date":"2018-02-13T01:41:22","date_gmt":"2018-02-13T01:41:22","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4577"},"modified":"2018-02-13T01:41:22","modified_gmt":"2018-02-13T01:41:22","slug":"sonnig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=4577","title":{"rendered":"sonnig"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4578\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180211_175119-286x300.jpg\" alt=\"\" width=\"286\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180211_175119-286x300.jpg 286w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180211_175119-768x807.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180211_175119-975x1024.jpg 975w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180211_175119.jpg 1052w\" sizes=\"auto, (max-width: 286px) 100vw, 286px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4579\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180212_100951-172x300.jpg\" alt=\"\" width=\"172\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180212_100951-172x300.jpg 172w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180212_100951-768x1337.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180212_100951-588x1024.jpg 588w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180212_100951.jpg 1073w\" sizes=\"auto, (max-width: 172px) 100vw, 172px\" \/><\/p>\n<h5>Es ist eben nicht nur die Sonne an sich, sondern das, was durch sie hervorkommt, was durch sie m\u00f6glich wird, was durch sie mit Anderen geteilt werden kann. Wenn &#8222;wir&#8220; mit den fremden P\u00e4ssen uns dann meist im M\u00e4rz aus dem Staub machen und in unsere k\u00fchleren Gebiete zur\u00fcckkehren k\u00f6nnen, f\u00e4ngt f\u00fcr die Bleibenden die dunkle Wirkung der Sonne an, wenn sie brennt und br\u00fcht und verzehrt und ersch\u00f6pft und andere Formen von Krankheit hervorbringt als die der K\u00e4lte. Als ich mit Ira Cohen im ersten Indienjahr in Delhi ankam, eine ganz andere Lebensphase in Indien, aus New York unterwegs und von der T\u00fcrkei aus \u00fcber Land, kamen wir direkt in einen Ausnahmesommer hinein, in dem es einmal 56 Grad hatte. Tags\u00fcber starben viele, und nachts fl\u00fcchteten sich Millionen von Menschen auf die D\u00e4cher. Zum Gl\u00fcck lebten wir im Haus von Freunden und konnten uns mit nassen, k\u00fchlen Handt\u00fcchern am Leben halten. Auch sp\u00e4ter waren es oft 49 Grad, und man musste sich regelm\u00e4\u00dfig von br\u00fctend hei\u00dfen Plastiksitzen losrei\u00dfen. Im lebendigen Nu, in dem ich grad sitze, w\u00e4rmt sie, bzw. er, der mit seinen feurigen Rossen durch die Gegend donnernde Sonnengott Surya Dev, gerade die Morgende, die vor allem am See himmlisch ausgewogen sein k\u00f6nnen, sodass man um sich schaut und sich wundert: Bin i c h das, oder ist das eine Stimmung, die wir alle teilen, jede\/r auf seine oder ihre Art. Eine der sch\u00f6nen Seiten des tausendj\u00e4hrigen Kollektivs, in dem Inder gewohnt sind, geistig und k\u00f6rperlich zu leben, ist, dass sie bei aller Kastentrennung keine inneren Widerst\u00e4nde aufgebaut haben gegen die gemeinsame Erfahrung. Ja, ihr Leben ist (oder war?) eine einzige Ermutigung des gemeinsamen Erlebens (was nicht unbedingt pers\u00f6nliches Interesse an einander oder Liebe f\u00fcr einander bedeuten muss). Gibt man selbst Zeichen von sich wie&#8230;&#8220;Ist das nicht&#8230;.., werden sie immer best\u00e4tigt. Nat\u00fcrlich trifft man da, wo die Sonne verl\u00e4ssliche Auftritte hat, auch viel mehr Menschen drau\u00dfen, das kann man auch in anderen sonnigen L\u00e4ndern der Welt erfahren. In Indien hat bis heute die g\u00f6ttliche Wahrnehmung Vorrang. Was sch\u00f6n ist, ist g\u00f6ttlich und kann gemeinsam zelebriert werden. Da nun in unserer Zeit nicht nur die Himmelstore, sondern auch die H\u00f6llentore weit ge\u00f6ffnet sind, muss man zu allem Licht den Schatten nennen und kennen, zu allem noch so wohlgemeinten Grund den Abgrund im Auge behalten, und die Richtlinien kl\u00e4ren f\u00fcr sich selbst. Da Urteile, Vorstellungen, Meinungen, Projektionen etc. nicht wirklich weiterbringen, sucht man die Leere des Raumes auf und badet im Unfassbaren. Letzter Sicherheitsanspruch wird hinaus gelassen ins Freie. Schon ersp\u00fcrt man die Regung des L\u00e4chelns.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist eben nicht nur die Sonne an sich, sondern das, was durch sie hervorkommt, was durch sie m\u00f6glich wird, was durch sie mit Anderen geteilt werden kann. 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