{"id":4515,"date":"2018-02-02T04:40:21","date_gmt":"2018-02-02T04:40:21","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4515"},"modified":"2018-02-02T04:40:21","modified_gmt":"2018-02-02T04:40:21","slug":"drin-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=4515","title":{"rendered":"drin"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4516\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180202_072110-268x300.png\" alt=\"\" width=\"348\" height=\"390\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180202_072110-268x300.png 268w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180202_072110-768x858.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180202_072110-916x1024.png 916w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/20180202_072110.png 1014w\" sizes=\"auto, (max-width: 348px) 100vw, 348px\" \/><\/p>\n<h5>Von dem morgendlichen Hinausgehen, die breiten Stufen hinunter zum Wasser, vorbei an den Priestern, die ihren Tag vorbereiten f\u00fcr die Pilger, unterwegs mit denen, die um diese Zeit ihre Runde drehen, kenne ich das Gef\u00fchl, das sich dann einstellt: etwas verwandelt sich, man entert ein &#8222;Drin&#8220;. Ich kann ruhig &#8222;man&#8220; sagen, denn ich teile dieses Mysterium mit allen Rundg\u00e4ngern. Immer ist es real und wahr geblieben, dass die Umwandlung einen verwandelt. Hier ist eine zeitlose, immer wieder aufs Neue aufgeladene Ruhe und Energie, an der alle Anwesenden aktiv beteiligt sind, denn sie sind hoch konzentriert auf ihr Tun, das sich f\u00fcr uns alle au\u00dferhalb des t\u00e4glichen Laufs abspielt. Viele kommen in die Runde, bevor sie ihren Laden aufmachen, sie tanken sich auf mit Stille f\u00fcr den Sturm und den Staub des Bazaars. Manchmal lagern die BewohnerInnen halber D\u00f6rfer herum. Oft geht es um die Toten, deren Asche in den See gesch\u00fcttet wird. Asche ist pur, sie \u00e4hnelt dem Menschen nicht mehr. Manchmal werden auch an bestimmten, daf\u00fcr vorgesehenen Stellen Geister ausgetrieben, da taucht schon mal der Ton des Irrsinns auf und verklingt wieder, wenn sie ihn mitnehmen. Sonst liegt \u00fcber allem eine erfrischende Ruhe. Doch es sind ungeheure Dinge geschehen. Die Quelle des Wassers ist versiegt, die einstige Tiefe verflacht. Einmal sind alle Fische und Schildkr\u00f6ten aus Mangel an Sauerstoff gestorben, dann gab es gar kein Wasser mehrt. Bagger kamen zum Graben. Neue Systeme wurden erfunden und eingesetzt. Fr\u00fcher gab es mal einen Ausdruck daf\u00fcr, den ich immer so treffend fand: &#8222;duplicate maya&#8220;, meint &#8222;das Duplikat des Illusion\u00e4ren&#8220;, Illusion hier als alles Manifeste gemeint, die inh\u00e4rente T\u00e4uschung, der wir unterliegen, indem wir das, was wir sehen, f\u00fcr real halten. Und doch atmet der Ort etwas aus, das ist jenseits der architektonischen Strukturierung: sein eigenes, unzerst\u00f6rbares Wesen, das sich immer wieder in neuen Verfassungen zeigt. Denn auch die Menschen w\u00fcrden sich nicht so darum k\u00fcmmern, wenn sie sich nicht angesprochen f\u00fchlen w\u00fcrden auf eine ganz bestimmte Weise. Vor allem das Einfache und das Offensichtliche kann einerseits geteilt werden, aber gibt auch den Genuss der Art, wie man es selbst empfindet, und was der Ort durch meinen inneren Zuspruch mir erm\u00f6glicht zu sein.<\/h5>\n<h5><\/h5>\n<h5><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von dem morgendlichen Hinausgehen, die breiten Stufen hinunter zum Wasser, vorbei an den Priestern, die ihren Tag vorbereiten f\u00fcr die Pilger, unterwegs mit denen, die um diese Zeit ihre Runde drehen, kenne ich das Gef\u00fchl, das sich dann einstellt: etwas verwandelt sich, man entert ein &#8222;Drin&#8220;. 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