{"id":4497,"date":"2018-01-31T04:50:59","date_gmt":"2018-01-31T04:50:59","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4497"},"modified":"2018-01-31T09:03:47","modified_gmt":"2018-01-31T09:03:47","slug":"finster","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=4497","title":{"rendered":"finster"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4498\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/20180131_070632-300x174.png\" alt=\"\" width=\"305\" height=\"177\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/20180131_070632-300x174.png 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/20180131_070632-768x445.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/20180131_070632-1024x593.png 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/20180131_070632.png 1825w\" sizes=\"auto, (max-width: 305px) 100vw, 305px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4501\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/20180131_100901-219x300.jpg\" alt=\"\" width=\"305\" height=\"417\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/20180131_100901-219x300.jpg 219w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/20180131_100901.jpg 1019w\" sizes=\"auto, (max-width: 305px) 100vw, 305px\" \/><\/p>\n<h5>Es gibt hier einen Priester, der nur f\u00fcr die Zelebrierung des Vollmondes verantwortlich ist. Er ist vom Schauspielerischen her pr\u00e4chtig geeignet und mit der notwendigen Erotik ausgestattet, um aus dem monatlichen Erscheinen des Mondes ein Ereignis zu machen. Gestern bin ich ihm \u00fcber den Weg gelaufen, und meistens erinnert er mich dann an die kommende Darbietung, aber heute nein, nur eine klitzekleine Puja dieses Mal, weil eine Mondfinsternis angesagt ist, er wusste nicht, ob ganz oder wo zu sehen, und ob wir auch betroffen sind vom kosmischen Schaudern. Ich bin ja immer sehr dankbar, zumindest ein paar Monate im Jahr zu wissen, wann Vollmond und wann Neumond ist. Man kann es auch an den intensiven Ges\u00e4ngen der ber\u00fchmten Orts-Gesangsgruppe h\u00f6ren, denen diese Momente zum Anlass dienen, das bislang unausgestorbene Gesangsgut am Leben zu erhalten. Obwohl ich fr\u00fcher auch h\u00e4ufig dabei sa\u00df und mir die N\u00e4chte um die Ohren geschlagen habe, hatte das irgendwann seine Grenze erreicht. Nur ein einziger Ausl\u00e4nder hat es doch tats\u00e4chlich geschafft, sich ein B\u00fcchlein anzulegen mit den Liedern, und er kommt vor allem nach Indien, um regelm\u00e4\u00dfig mit ihnen zu singen. Sein Name ist Abdul, er ist Deutscher, der Himmel wei\u00df, wer ihm den Namen verpasst hat, ich kann ihn ja bei Gelegenheit mal fragen. Wahrscheinlich ist auch was Wahres dran, dass b\u00f6se Menschen keine Lieder haben, denn b\u00f6se sein und singen passt irgendwie nicht zusammen. Aber zur\u00fcck zur Finsernis. Inzwischen wei\u00df ich ja, wie man hier zu kl\u00e4renden Infos kommt: man fragt mindestens f\u00fcnf Leute auf dem Weg, ob tats\u00e4chlich heute eine &#8222;chandra gr\u00e4han&#8220; stattfindet. Sagen drei der Personen dasselbe, kann man davon ausgehen, dass es sich herumgesprochen hat. Also heute nicht nur totale Mondfinsternis, sondern der zweite Vollmond in einem Monat (2. und 31. Jnnuar). Jetzt k\u00f6nnen die Brahmanen in ihrer Kosmo-Bibel bl\u00e4ttern, dem Panchang (indisch vedische Astrologie), den vemutlich noch nie ein Fremdling verstanden hat. Aha! sagt Mahaveer, der ayurvedische Arzt, der Mond wird gegen 19 Uhr total verfinstert zu sehen sein. Das wusste ich schon vom Internet. Was mich dann doch \u00fcberrascht hat, war bei der R\u00fcckkehr vom Rundgang, als Ashok gerade dabei war, den Hanuman- Tempel zu verh\u00e4ngen mit einem Sari. Auch keine Rosenbl\u00e4tter heute. Beim Weitergehen sehe ich, dass alle Tempel geschlossen sind. Der Vishnu Tempel ist mit einem riesigen Schloss verriegelt. Offensichtlich sch\u00fctzt man die G\u00f6tter vor der kommenden Finsternis. Gut, dass sie die Menschen haben. Der Sadhu, der rechts von meinem Sitz auf einer Mini-Fl\u00e4che wohnt, erz\u00e4hlt hingegen, dass gerade die Mondfinsternis einen tiefen Frieden mit sich bringt, das freut einen dann nat\u00fcrlich. Heute habe ich auch die ersten Pfauenschreie geh\u00f6rt. Sofort passiert ein Innehalten und Lauschen und Denken: ah, da sind sie wieder, es wird w\u00e4rmer. Man wird Pfauen mit langen Federn sehen und irgendwo im Schatten stehen und sprachlos auf ihre T\u00e4nze starren..<\/h5>\n<h5>Das erste Bild stammt aus meiner Vollmondserie.<br \/>\nDas zweite Bild habe ich heute fr\u00fch aufgenommen, ein durch zugelassene Vernachl\u00e4ssigung verfinsterter Krishna am Wegesrand.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt hier einen Priester, der nur f\u00fcr die Zelebrierung des Vollmondes verantwortlich ist. Er ist vom Schauspielerischen her pr\u00e4chtig geeignet und mit der notwendigen Erotik ausgestattet, um aus dem monatlichen Erscheinen des Mondes ein Ereignis zu machen. 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