{"id":4442,"date":"2018-01-23T09:29:29","date_gmt":"2018-01-23T09:29:29","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4442"},"modified":"2018-01-23T09:45:57","modified_gmt":"2018-01-23T09:45:57","slug":"dabei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=4442","title":{"rendered":"dabei"},"content":{"rendered":"<h5><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4444\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/20180123_1352211-289x300.png\" alt=\"\" width=\"289\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/20180123_1352211-289x300.png 289w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/20180123_1352211-768x796.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/20180123_1352211-987x1024.png 987w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/20180123_1352211.png 1028w\" sizes=\"auto, (max-width: 289px) 100vw, 289px\" \/><\/h5>\n<h5>Seit ein paar Tagen unterscheide ich zwischen Antwort und Resonanz. Jede Resonanz ist nat\u00fcrlich auch eine Antwort, setzt aber grunds\u00e4tzlich keine Frage voraus, auf die zu antworten w\u00e4re. Bekomme ich etwas mitgeteilt, kann ich schauen, ob mich darin etwas anspricht, und wenn ich mir die M\u00fche mache, daf\u00fcr Worte zu finden, ist es vielleicht interessant f\u00fcr den oder die Andere, diese Sichtweise wahrzunehmen. Dialogf\u00e4higkeit war immer schon eine hohe Kunst und wurde in manchen geistigen Schulen auch als Disziplin gelehrt. In heutigen Formen der Kommunikation scheint mir eine der g\u00e4ngigsten Fragen zu sein, ob wir \u00fcberhaupt noch entscheiden bzw unterscheiden k\u00f6nnen, was uns interessiert und was uns an den \u00fcberw\u00e4ltigenden Angeboten anspricht und ob wir verstehen, was \u00a0in uns angesprochen wird. Das technische Instrumentarium hat es leicht, ein Dabeisein im Kommunikationsstrom vorzugaukeln, ohne dass eine \u00dcberpr\u00fcfung dringlich scheint, ob ich bei irgendwas mit eigenen Gedanken und Gef\u00fchlen beteiligt bin. Die permanente Besch\u00e4ftigung mit der Ich-Welt und ihren W\u00fcnschen und Befindlichkeiten scheint sehr oft nicht dazu zu f\u00fchren, dass reflektierte Aussage \u00fcber das eigene Wesen in seiner Seinsstruktur notwendigerweise ein Resultat dieser Besch\u00e4ftigung ist. Dann taucht die noch viel tiefere Frage auf in diesem Kontext, n\u00e4mlich, ob wir uns \u00fcberhaupt im Sein aufhalten und erkennen k\u00f6nnen ohne die Wahrnehmung Anderer. Mit einem gewissen Schrecken habe ich beim \u00dcberfliegen der deutschen Nachrichten gesehen, dass in der Gesellschaft dringend Aufmerksamkeit gelenkt wird auf die Vereinsamung von Millionen von Menschen, die gar nicht mehr wahrgenommen werden von irgendwem und wie Gespenster in den Millionen Orten leben, wo irgendwann der Kontakt zu allem und allen abgebrochen ist, ohne dass es gro\u00df aufgefallen w\u00e4re. Hier in Indien halten die Familienstrukturen noch einiges zusammen, aber ich sehe dasselbe Ph\u00e4nomen der Vereinsamung, da die Obsession mit dem eigenen Ich vorherrscht. Wenn wir uns als Menschen nicht mehr tief f\u00fcr andere Menschen und ihre Arten und Weisen interessieren, eine Quelle lebendigen Staunens, dann stockt der nat\u00fcrliche Strom der Wahrnehmung des gemeinsamen, geteilten Beisammenseins, und dann&#8230;.na ja, mal schauen&#8230;Vielleicht erz\u00e4hlen sich Menschen dann nicht wie in dem Film &#8222;Fahrenheit&#8220; den Inhalt eines Buches, sondern den Inhalt ihres eigenen Lebens, damit noch jemand wei\u00df, dass sie da waren.<\/h5>\n<h5><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit ein paar Tagen unterscheide ich zwischen Antwort und Resonanz. Jede Resonanz ist nat\u00fcrlich auch eine Antwort, setzt aber grunds\u00e4tzlich keine Frage voraus, auf die zu antworten w\u00e4re. 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