{"id":4417,"date":"2018-01-19T06:05:34","date_gmt":"2018-01-19T06:05:34","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4417"},"modified":"2018-01-19T06:05:34","modified_gmt":"2018-01-19T06:05:34","slug":"still-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=4417","title":{"rendered":"still"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4419\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/20180119_0743431-182x300.png\" alt=\"\" width=\"182\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/20180119_0743431-182x300.png 182w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/20180119_0743431-768x1268.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/20180119_0743431-620x1024.png 620w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/20180119_0743431.png 1066w\" sizes=\"auto, (max-width: 182px) 100vw, 182px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4420\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/20180119_074620-288x300.png\" alt=\"\" width=\"288\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/20180119_074620-288x300.png 288w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/20180119_074620-768x800.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/20180119_074620-983x1024.png 983w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/20180119_074620.png 1061w\" sizes=\"auto, (max-width: 288px) 100vw, 288px\" \/><\/p>\n<h5>Das erste Bild habe ich bei John in Delhi in einem teuren Hochglanzmagazin gefunden, eines der hochkar\u00e4tigen Advertisements, die das Blatt finanzieren. Es hat mir sofort gefallen, weil es einerseits den kopflosen Gang in die Maschinerie der Zeit zeigt, aber auch seinen Glamour und seine Anziehung, hier au\u00dferdem als Kunstwerk. Je l\u00e4nger ich hier bin in Indien, desto mehr wird mir der Irrsinn \u00a0bewusst, der vor allem durch die allgegenw\u00e4rtigen Smartphones noch zu der bereits vorhandenen anarchischen Aufl\u00f6sung des zuvor herrschenden Systems st\u00f6\u00dft, das Unaufhaltsame klar vor Augen f\u00fchrend. So, wie das neue System gehandhabt wird, sieht es zwar so aus, als seien diese von uns allen gesch\u00e4tzten technischen Phallusobjekte wirklich integrierbar. Sie rei\u00dfen aber heraus aus dem Sein und f\u00fchren nicht zu sich, sondern zur Seinsform der Maschinen. Das ungeheure Ereignis dieses Wandels ist nicht nur von Fritz Lang erkannt und dargestellt worden, sondern viele sind sich dar\u00fcber klar geworden, dass hier etwas Menschliches entschwindet, das wie vieles andere f\u00fcr den gem\u00e4\u00dfigten Gebrauch etwas Gutes und Sinnvolles haben kann, in der Wirkung auf meist unausgereifte Individuen und Identit\u00e4ten aber eine dunkle Science Fiction Realit\u00e4t in die Geschichte schiebt, die sich hemmungslos ausbreitet. Es kommt ja immer auch darauf an, wie man Dasein f\u00fcr sich selbst definiert. Der indische Geist war in all seinen Lehren ausgerichtet auf ein Erwachen, dem ein Gefangensein in schlaf\u00e4hnlichem Zustand vorausgeht, ein dumpfer Wahrnehmungszustand, der die Konstrukte und Manifestationen permanent webender Menschengehirne f\u00fcr die einzige Realit\u00e4t des hinter diesen Schleiern verborgenen Seins h\u00e4lt. Ist der Mensch nun f\u00fcr alle Zeiten der &#8222;Erkenne.dich-selbst-Mensch&#8220;, oder kann er weitergedeihen in eine interessante technische Form, die mit dem, was wir noch jetzt unter &#8222;menschlich&#8220; verstehen, nichts mehr zu tun haben wird? Was ich verschwinden sehe und h\u00f6re und sp\u00fcre, ist die Stille. Was f\u00fcr ein anderer Raum als die Stille erm\u00f6glicht es uns, bei uns selbst zu sein und Zugang zu finden zu all dem, was im Inneren verborgen liegt und herausgelockt werden will durch uns selbst und die, die wir lieben? Am See ist es still. Noch nicht alles verloren, solange die Stille noch m\u00f6glich ist. Das Licht des Orientes bewegt sich auf seine Abendd\u00e4mmerung zu und muss den himmlischen Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten wegen woanders wieder auftauchen.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das erste Bild habe ich bei John in Delhi in einem teuren Hochglanzmagazin gefunden, eines der hochkar\u00e4tigen Advertisements, die das Blatt finanzieren. Es hat mir sofort gefallen, weil es einerseits den kopflosen Gang in die Maschinerie der Zeit zeigt, aber auch seinen Glamour und seine Anziehung, hier au\u00dferdem als Kunstwerk. 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