{"id":4246,"date":"2017-12-22T05:20:59","date_gmt":"2017-12-22T05:20:59","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4246"},"modified":"2017-12-22T05:20:59","modified_gmt":"2017-12-22T05:20:59","slug":"licht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=4246","title":{"rendered":"licht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4247\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171222_072631-171x300.jpg\" alt=\"\" width=\"264\" height=\"463\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171222_072631-171x300.jpg 171w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171222_072631-768x1349.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171222_072631-583x1024.jpg 583w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171222_072631.jpg 1070w\" sizes=\"auto, (max-width: 264px) 100vw, 264px\" \/><\/p>\n<h5>Man scheut sich ja fast, so ein Bild in die Welt des graubew\u00f6lkten Winters zu schicken, aber wir hatten das auch hier zur Abwechslung schon ein paar Mal, froh, die Sonne wieder zu sehen, wo es morgens, wie heute fr\u00fch auf diesem Bild, so kalt ist, dass man von warm umh\u00fcllten Wesen umgeben ist. Dann allerdings die Sonne, in der man dann aufw\u00e4rmen kann, eine wunderbare Besch\u00e4ftigung: aufw\u00e4rmen. Dann der t\u00e4gliche Gang an den Ufern, wo morgens alle gut drauf sind, weil sie was geben. Der Eine bringt Toastbrot f\u00fcr die Hunde, der Andere K\u00f6rner f\u00fcr die V\u00f6gel, dann gibt es auch personifizierte \u00a0Ideen \u00fcber das Gutsein, denen man zuschauen kann. Alle sind auf ihrer Bahn, alle schauen zu. Das Dasein ist hier als ein Kunstwerk erfasst worden, das es zu bew\u00e4ltigen gilt. Gut, der letztendlich Eine, der unk\u00f6rperliche Gott hinter all den G\u00f6ttern, regelt das alles, aber der Job muss trotzdem getan werden, mit den auferlegten Schicksalsknoten und den freiwillig \u00a0auferlegten und durchgef\u00fchrten Pflichten. Und dann die vielen verschiedenen K\u00f6pfe zu Hause, die man haben musste und nun ern\u00e4hren und kleiden und zur Schule schicken muss. Dann gibt es nat\u00fcrlich auch f\u00fcr die Inder so ein Leben, wie ich es hier lebe, ja, habe ich es nicht von euch gelernt? (Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig) einfach soll es sein, damit der \u00dcberblick ohne Anstrengung m\u00f6glich ist, dh., es gilt kundig mit Dingen und Menschen umzugehen, damit man selbst und die Anderen nicht zu sehr gest\u00f6rt werden. Das geht sehr gut hier im Osten, man braucht gar nicht vort\u00e4uschen, von derselben Sorte zu sein, nur freundlich soll es sein, und erkennbar, was man tut und wer man ist. Klar, alles l\u00e4uft noch im Drau\u00dfen ab und man sieht sich und wird auf vielf\u00e4ltigste Weise bezeugt. Dann gibt es noch etwas, was ich hier zutiefst sch\u00e4tze, das ist die M\u00f6glichkeit zu f\u00fchlen, tief zu f\u00fchlen, so tief, dass es einen umhauen kann, denn man ist doch nie darauf vorbereitet, so viel Unvorstellbares zu sehen. Unter der Br\u00fccke ist eine sehr dunkelh\u00e4utige, sch\u00f6ne Frau mit ihrem kleinen, wirklich sehr strahlenden Kind eingezogen, sie wohnt da jetzt und kocht und spielt mit dem Kind. Da wird nichts passieren, was einem Hoffnung geben kann, obwohl auch das manchmal geschieht. Aber wer aus dieser Gesellschaft ausgebootet wird, ist drau\u00dfen, da mischt sich niemand mehr ein. Was tun? Mir kommt nur das L\u00e4cheln in den Sinn, einen Moment Menschsein zusammen, das ist schon gut. Sollte ich eines Tages einen herzensbereicherten Abschied von diesem Ort, der H\u00e4lfte meines Heimatbewusstseins, erschaffen k\u00f6nnen, so w\u00e4re an diesem Punkt am meisten zu danken. \u00dcberall, wo Liebe m\u00f6glich ist und zugelassen werden kann, kommt diese Dankbarkeit auf, denn da liegt doch die Quelle des Reichtums. In diesem Sinne ist Indien viel eher eine Anarchie als eine Demokratie, n\u00e4mlich im Zulassen des denkbar Unm\u00f6glichen, in das auch wir als Ausl\u00e4nder und Fremde integriert werden konnten, so wie sie, die Hindu Community, alle Eroberer und Beherrscher durch Zulassen integriert hat. Auch von uns wollten sehr viele nie wieder gehen. So eine Kultur \u00fcberzeugt immer wieder, oder noch immer, mit der direkten Transparenz ihres \u00a0Wesen, das sich in die Zellen gesenkt hat.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man scheut sich ja fast, so ein Bild in die Welt des graubew\u00f6lkten Winters zu schicken, aber wir hatten das auch hier zur Abwechslung schon ein paar Mal, froh, die Sonne wieder zu sehen, wo es morgens, wie heute fr\u00fch auf diesem Bild, so kalt ist, dass man von warm umh\u00fcllten Wesen umgeben ist. 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