{"id":4237,"date":"2017-12-21T04:44:19","date_gmt":"2017-12-21T04:44:19","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4237"},"modified":"2017-12-21T04:47:53","modified_gmt":"2017-12-21T04:47:53","slug":"4237","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=4237","title":{"rendered":"dabei"},"content":{"rendered":"<h5><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4239\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171221_073840-235x300.png\" alt=\"\" width=\"235\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171221_073840-235x300.png 235w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171221_073840-768x980.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171221_073840-803x1024.png 803w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171221_073840.png 1023w\" sizes=\"auto, (max-width: 235px) 100vw, 235px\" \/><\/h5>\n<h5>Die Welt ist ja nicht nur ein Paradies und eine H\u00f6lle, sondern vor allem auch ein Resonanzk\u00f6rper f\u00fcr das, was auf ihr geschieht und angestellt wird. Wer kennt nicht den schnellen Unmut, wenn der Kopf brummt oder eine anstrengende Begegnung einen in die Nicht-Freude am Menschen transportieren kann, wie auch immer fl\u00fcchtig und verg\u00e4nglich das meistens ist wie alles, was hier vor\u00fcberzieht. Und das, was stabil erscheint und verl\u00e4sslich, hat immer mit inneren Einstellungen und Haltungen zu tun, die man sich im Verborgenen mit der n\u00f6tigen Ernsthaftigkeit ans Herz genommen hat, und das unerm\u00fcdlich \u00fcber die sich dehnenden Jahre hinweg, die auf dieselbe Art und Weise Ewigkeit sind und Fl\u00fcchtigkeit. Wer wei\u00df schon, warum das alles n\u00f6tig ist, was man selbst bei sich n\u00e4hrt und erzieht, wissend, dass da, wo ein lichteres Bewusstsein sich durchsetzen konnte, der Giftbecher auch nicht weit war. Nur kann man daraus keine endg\u00fcltigen Schl\u00fcsse ziehen, vielleicht etwas speichern \u00fcber die Kunst des Sterbens. Ich h\u00e4nge aber noch etwas gedanklich herum an dieser digitalen Revolution. Es verbl\u00fcfft, wie schnell man sich selbst zu verstehen geben kann, dass halt in der eigenen Zeit die Dinge vergehen wie die von Silvia Bovenschen in &#8222;\u00c4lter werden&#8220; erw\u00e4hnten Milchflaschen, die noch vor Jahren mit Ackerg\u00e4ulen vor T\u00fcren transportiert wurden, oder wie man Goethe um seine Kutschenfahrt durch Italien nachtr\u00e4glich beneiden k\u00f6nnte. Und ja, auch das Verschwinden des Pfluges und der Sense muss f\u00fcr viele schmerzhaft gewesen sein, obwohl die Umschw\u00fcnge einen gezwungen haben zu glauben, dass die Maschinen dem Menschen mehr Zeit g\u00f6nnen werden f\u00fcr sich, was sich nicht wirklich umgesetzt hat. Das wissen wir sehr wohl von der Technik, dass wir abh\u00e4ngen von ihr drau\u00dfen und drinnen, von den Autos ganz zu schweigen und den Flugzeugen, die uns, \u00a0illusionsgeladen und grenzenlos ichbedienend, durch das gl\u00e4nzende All tragen, wo man manchmal, an die versiegelten Fenster gepresst, unten auf der Erde L\u00e4nder und Wohnorte sieht, da will man nie hin, und man wird auch nie wissen, wie es die da in die kalte Ein\u00f6de verschlagen hat, und da ist man froh, auch dort elektrisches Licht zu sehen. Hier im Dorf wurden, als ich damals ankam, die ersten Lichtschalter angebetet, ist es doch immer der Gott gewesen, der so tolle Ideen hat. Nun wird auch nicht jede\/r \u00a0durch das smarte Phone aus der eigenen Welt gerissen, und manchem kann das vielleicht auch mal gut tun. Nur&#8230;nur&#8230;(noor) Sloterijk und Erich Fromm schwirren mir durch den Kopf&#8230;.brauche ich Beistand in der Wahrnehmung einer einmaligen globalen Katastrophe, die meinem pers\u00f6nlichen Wohlbefinden und meiner Weltbegeisterung gerade keinen Abbruch tut? Aber das \u00e4ndert ja nichts an den Tatsachen. Und eben der dadurch auftauchende Schwerpunkt des Denkens, konzentriert auf die noch nicht beantwortete Frage, was den Menschen zum Menschen macht, ganz abgesehen von der, meist westlich gepr\u00e4gten, linearen Intelligenz, die auf dieser Linie alles f\u00fcr menschenm\u00f6glich h\u00e4lt, was es letztendlich auch zu sein scheint. Denn auch wenn der Mensch sich als Mensch verliert, ist ihm das m\u00f6glich gewesen. Ein M\u00f6nch hat mich mal darauf hingewiesen, dass alle Zeitalter und Ebenen immer gleichzeitig da sind und es sehr fr\u00fch im Leben schon von uns abh\u00e4ngt, wo und warum wir uns irgendwo aufhalten, und welche Daseinsschulung uns anspricht, ganz abgesehen von den fl\u00fcchtigen Dingen, die mit der Zeit hinter uns verschwinden. Wo ich mitmache und dabei bin bei den vielen Angeboten, und wo nicht.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Welt ist ja nicht nur ein Paradies und eine H\u00f6lle, sondern vor allem auch ein Resonanzk\u00f6rper f\u00fcr das, was auf ihr geschieht und angestellt wird. 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