{"id":4140,"date":"2017-12-06T04:01:19","date_gmt":"2017-12-06T04:01:19","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=4140"},"modified":"2017-12-06T04:01:19","modified_gmt":"2017-12-06T04:01:19","slug":"neblig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=4140","title":{"rendered":"neblig"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4141\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171206_072026-290x300.png\" alt=\"\" width=\"290\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171206_072026-290x300.png 290w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171206_072026-768x794.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/20171206_072026.png 961w\" sizes=\"auto, (max-width: 290px) 100vw, 290px\" \/><\/h5>\n<h5 style=\"text-align: left;\">Das Bild zeigt eine Gottheit, die sich schlafend aus der Welt beamt. (Vielleicht ist sie mit einem blauen Auge davon gekommen, das w\u00fcrde mich nicht wundern). Vor allem auf der kreativen Ebene kann man sich an der Deutungsfreiheit erfreuen, denn sie ist u.a. da, um sehen zu lernen, was man sieht, was nur bedingt auf einen selbst schlie\u00dfen muss. Auch der Blick auf die Welt und die Anderen ist unaufhaltsam eigen, aber mit der Bestrebung, sich ein klares Bild zu verschaffen, kommt auch der Rahmen der Bedingungen in Schwung. Was ist ein klares Bild? Einige Meter von \u00a0meiner Eingangst\u00fcre sitzt so ziemlich den ganzen Tag ein Mann, der nichts anderes tut, als die Pilger auf dem Weg zum Bad um Geld anzuhauen. Aber er bettelt nicht, sondern er fordert Tribut auf der Basis seiner Brahmanengeburt. Geben sie nicht, flucht er hinterher, dass er Brahmane sei, und ihr werdet schon sehen, was das mit eurem Karma macht. Einst hatte man tats\u00e4chlich Angst vor ihnen, denn noch, als ich selbst hier ankam, wurde mir diese Kaste als Magier vermittelt, die kraft ihrer Mantren Unheil \u00fcber einen bringen k\u00f6nnen. Die Zeiten, in denen man selig wird, wenn man glaubt, sind auch endg\u00fcltig vorbei. Dagegen ist das Wundern nicht sch\u00e4dlich und nicht erm\u00fcdend, im Gegenteil, es h\u00e4lt auch das Viele, das man nicht erfassen kann, in einem Gleichgewicht mit dem anderen. Denn es gibt sie ja, die lichten Ereignisse, jetzt mal abgesehen von den tiefsten Bedeutsamkeiten der Liebe. Und was habe ich nicht alles hier gelernt, was ich t\u00e4glich anwenden kann: ich kann eine Kuh vor mir herschieben, um den Weg frei zu machen, oder mit einem Zischlaut einen Hund vom Bein halten, oder ich wei\u00df genau, wo eine Frau pinkeln kann, ohne unter den sich gott\u00e4hnlich F\u00fchlenden einen Skandal auszul\u00f6sen, und vieles mehr. Auch in der Zeitung, ganz hinten nach den ganzen Gruseligkeiten, gibt es die Seite mit Artikeln, die oft lesenswert sind. Gestern hat eine Frau dar\u00fcber geschrieben, wie die indischen Eltern ihre Kinder offensichtlich f\u00fcr total verbl\u00f6det halten, da sie ihnen nicht zutrauen, ihre eigenen Partner zu w\u00e4hlen, und r\u00e4t den Eltern zu therapeutischer Behandlung. Es ist das selbst\u00e4ndige, genaue Hinschauen, das zu den notwendigen Ersch\u00fctterungen f\u00fchrt, die eine Ver\u00e4nderung \u00fcberhaupt erst m\u00f6glich machen. Diese Kinder, deren Heiraten nach wie vor arrangiert werden mit sehr wenig Ausnahmen, posten und pasten t\u00e4glich wie wild vor sich hin, und haben Zugang zu allem, was K\u00f6rper und Kopf begehren. Die Ehe hat viel mit Geldverbindung zu tun. Ist Geld da, l\u00e4uft die Sache besser. Da verlasse ich gerne das Terrain wegen Unkenntnis. Ansonsten geht im Land immer noch ein Wirbelsturm um, der auch hier alles in Nebel h\u00fcllt und das Geisterhafte hervorhebt.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bild zeigt eine Gottheit, die sich schlafend aus der Welt beamt. (Vielleicht ist sie mit einem blauen Auge davon gekommen, das w\u00fcrde mich nicht wundern). 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