{"id":3934,"date":"2017-10-26T08:57:53","date_gmt":"2017-10-26T08:57:53","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=3934"},"modified":"2017-10-29T09:09:24","modified_gmt":"2017-10-29T09:09:24","slug":"3934","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=3934","title":{"rendered":"erkunden"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3935\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20171026_101039-208x300.jpg\" alt=\"\" width=\"288\" height=\"415\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20171026_101039-208x300.jpg 208w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20171026_101039-768x1109.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20171026_101039-709x1024.jpg 709w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20171026_101039.jpg 1078w\" sizes=\"auto, (max-width: 288px) 100vw, 288px\" \/><\/p>\n<h5>Mir gefallen Photos, wenn der Blick nicht gleich erkennen kann, was es ist. Man wei\u00df ja auch, was es ist, doch durch Lichteinwirkung oder Entfremdung wird es etwas anderes, etwas Neues, was dann auch nur einmal da ist. Man kann zum Beispiel ein fig\u00fcrliches Gem\u00e4lde ergr\u00fcnden, indem man die Situation versucht zu erfassen, die einem dargeboten wird, oder ein gutes, abstraktes Werk fordert einen heraus, zu sehen, was es mit einem macht, wenn man die Wirkung sp\u00fcrt und bedenkt. Und nun hat die Menschheit eine Unmenge medialer Werkzeuge zur Verf\u00fcgung, um das Innere mit dem \u00c4u\u00dferen in Einklang zu bringen. Nat\u00fcrlich ist es auch verf\u00fchrerisch, dem sogenannten Ich viele Stimmen und Bilder und Worte zu geben, die andere liken oder nicht liken k\u00f6nnen. Die m\u00fchsam aufgerichteten und ausger\u00fcsteten Institutionen br\u00f6ckeln und zerfallen unter der Wucht der Gleichschaltung. Der entgleiste Aufschrei, endlich zu sein, wer ich wirklich bin, verstummt im Angesicht der zahllosen Angebote. Man kann ja schlie\u00dflich niemandem das Sein absprechen, und der Gedanke, dass Sein das Resultat bewussten Werdens sein k\u00f6nnte, ist nicht jedermanns Sache. Meines Erachtens m\u00fcssen die Dinge, die man f\u00fcr erstrebenswert h\u00e4lt, keinen Preis haben, aber sie erfordern ganz sicherlich eine gewisse Einhaltung der Ordnungen, die sich im langen Menschsein bew\u00e4hrt haben und von vielen Vorg\u00e4ngerInnen mit einer\u00a0 gewissen nachvollziehbaren Logik behaftet wurden. Geistige Bilder des Urzustandes sind gesehen worden und benannt, gar nicht so weit entfernt von sehr realen Geschehnissen, in denen sich das letztendlich Unangreifbare und noch Ungest\u00f6rte spiegelt: das Ei und das Spermium, immer noch geehrt als mystischen Vorgang, bei dem keine Form von Missbrauch jemals geadelt wird. So ist auch das, was wir sind, ein Geburtsort in Form einer Erinnerung an ungest\u00f6rtes Sein, das uns zu sich ruft. Doch die Materie, die sich unterwegs angesammelt hat, um Erfahrung und sich selbst ein Bild zu machen: die Materie bev\u00f6lkert den Kopf und erschwert den Zugang. Wen es ber\u00fchrt und anregt, wieder zu Ordnungen zur\u00fcckzukehren, die Zugang erm\u00f6glichen zum Sp\u00fcrbaren, der bewegt sich hier weiter, weil alles andere ziemlich unf\u00f6rderlich erscheint. Alle Feen verschwinden, alle Geister verziehen sich, der Blick zieht sich zur\u00fcck aus den extremen und dicht gewebten Stoffen des Einerlei, aus den Tatorten, wo die Meister der k\u00fcnstlichen Narbenerzeugung\u00a0 ihren Ruhm erlangen, denn es gibt nicht mehr viele, die Instrumente und Waffen sorgf\u00e4ltig an sich genommen haben, damit m\u00f6glichst niemand durch eigene Hand zu Schaden kommt. Und lange, sehr lange bleibt das Sein ein verborgener Ort, \u00fcber den man sich letztendlich gar nicht austauschen kann, denn ich selbst habe noch niemanden getroffen, der wusste, wie das geht und der oder die davon Kunde geben konnte.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mir gefallen Photos, wenn der Blick nicht gleich erkennen kann, was es ist. Man wei\u00df ja auch, was es ist, doch durch Lichteinwirkung oder Entfremdung wird es etwas anderes, etwas Neues, was dann auch nur einmal da ist. 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